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30.01.2008

14:27 Uhr

Außeneinsatz an der ISS

Riskanter Spaziergang im All

Weltraumspaziergang“ nennt die Nasa die Außeneinsätze ihrer Astronauten. Ein Spaziergang allerdings dürfte der aktuelle Außeneinsatz an der Raumstation ISS für Peggy Whitson und Daniel Tani kaum werden. Die beiden Astronauten müssen die Stromversorgung der Station sichern.

Astronaut Dan Tani bereitet den Austausch des Motors vor. Foto: Nasa

Astronaut Dan Tani bereitet den Austausch des Motors vor. Foto: Nasa

HB CAPE CANAVERAL. Astronauten der Internationalen Raumstation ISS haben am Mittwoch mit einer komplizierten Reparatur eines Solarmoduls begonnen. Um 10.56 Uhr MEZ und damit 25 Minuten früher als geplant verließen die ISS-Kommandantin Peggy Whitson und der Flugingenieur Dan Tani die Ausstiegsluke. Bei den Arbeiten, die mehrere Stunden dauern sollten, muss ein Motor ersetzt werden, der das Segel zur Sonne ausrichtet.

Gleich zu Beginn des Einsatzes tauchten jedoch neue Probleme auf: Die Funkverbindung zur Bodenkontrolle brach zusammen, die Astronauten konnten keine Funksprüche mehr empfangen. Die Verbindungen wurde innerhalb von 20 Minuten wiederhergestellt, so dass die Arbeiten fortgesetzt werden konnten. „Willkommen zurück“, funkte ein erleichterter Tani zur Erde.

Das Sonnensegel neigt sich seit Anfang Dezember nicht mehr in Richtung der Sonne. Drei Monate zuvor war bereits ein Drehgelenk eines Segels ausgefallen. Nasa-Ingenieure machten für die jüngsten Schwierigkeiten einen Motor verantwortlich. Ein Ersatz fand sich an Bord der ISS.

Whitson und Tani müssen stets auf der dunklen Seite der Erde arbeiten, um keinen Stromschlag zu erleiden. Taucht die Station ins Sonnenlicht, fließen 160 Volt durch die Leitungen.

Die Nasaist bisher noch nicht sicher, wie sie das Problem mit dem Drehgelenk lösen kann. Wahrscheinlich werden bis zu vier Außenbordeinsätze notwendig sein, um Ablagerungen zu entfernen und das Gelenk wieder funktionstüchtig zu machen. Der Start der US-Raumfähre „Atlantis“, die in der nächsten Woche mit dem europäischen Forschungslabor „Columbus“ zur ISS fliegt, ist nicht in Gefahr.

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