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27.07.2017

09:58 Uhr

Australische Studie

Haie sind für Riffe überlebenswichtig

Wo es eine große Menge Haie gibt, sind die Korallen gesünder. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der University of Western Australia in Perth.

AFP

Kleiner Bambus-Hai an einem Korallenriff

SydneyHaie sind für den Erhalt der Korallenriffe an den Küsten Australiens enorm wichtig. Die University of Western Australia in Perth veröffentlichte am Montag Studienergebnisse, die bestätigen, dass die Raubfische eine Schlüsselrolle in dem Ökosystem spielen.

Die Haie ernähren sich demnach von kleineren Raubfischen, die ansonsten wichtige pflanzenfressende Riffbewohner wegfangen würden. Diese wiederum fressen Algen und schützen so vor allem junge Korallen davor, überwuchert zu werden.

Für die Studie waren Korallenriffe im Norden des Kontinents untersucht worden - auch das Great Barrier Reef, das aktuell unter einer schweren Korallenbleiche leidet. Vier Monate lang waren die Wissenschaftler zwischen den Städten Broome an der Westküste und Cairns an der Ostküste unterwegs. Die Leiterin des Programms, Jessica Meeuwig, fasste nun zusammen: „Wo es eine große Menge Haie gibt, sind die Korallen gesünder.“

Gerade, wenn sich Riffe von Stürmen oder anderen schädlichen Einflüssen erholen, ist es bedeutsam, dass die nicht überwuchert werden. Der Studie zufolge erholen sich Korallenriffe schneller, wenn es dort eine große Population an Haien gibt. „Die Korallen erholen sich schneller von Überflutungen, von Korallenbleiche, und sie werden seltener von Krankheiten befallen“, hieß es.

Von

dpa

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