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24.05.2013

08:34 Uhr

Autoren räumen Fehler ein

Ärger um wegweisende Klon-Studie

Der Fall weckt ungute Erinnerungen an den südkoreanischen „Klon-Fälscher“ Hwang Woo Suk: Die Autoren der vor einer Woche veröffentlichte Klon-Studie haben einige Fehler eingeräumt. Schlamperei oder doch mehr?

Musste Fehler einräumen: Studienleiter Shoukhrat Mitalipov. dpa

Musste Fehler einräumen: Studienleiter Shoukhrat Mitalipov.

Stuttgart/KölnDie vor etwa einer Woche veröffentlichte Studie zu geklonten menschlichen Embryonen enthält Fehler. Dies hat der Leiter der Untersuchung, Shoukhrat Mitalipov, im Gespräch mit der Wissenschaftszeitschrift „Nature“ eingeräumt.

Es handele sich um simple Flüchtigkeitsfehler in der Darstellung, die aber nicht die Ergebnisse beeinträchtigten. Bei der Veröffentlichung der Studie habe großer Zeitdruck geherrscht, zwischen Abgabe und Annahme des Manuskripts durch die Fachzeitschrift „Cell“ hätten nur drei Tage gelegen. „Alles ist echt“, betonte der US-Forscher.

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Zellbiologen in den USA ist es erstmals gelungen, menschliches Leben zu klonen. Damit kann sich der Mensch nun selbst kopieren – ein wissenschaftlicher Durchbruch, der eigentlich gar nicht mehr benötigt wird.

Zuvor waren auf der Internetplattform PubPeer Vorwürfe veröffentlicht worden, dieselben Aufnahmen und Abbildungen seien zur Dokumentation unterschiedlicher Experimente verwendet worden. Wissenschaftler können auf der Plattform anonym Studien erörtern.

Der Stammzellforscher Oliver Brüstle von der Universität Bonn sagte der „Stuttgarter Zeitung“: „So etwas darf grundsätzlich nicht passieren.“ Der Münsteraner Wissenschaftler Hans Schöler - ebenfalls ein renommierter Experte in der Stammzellforschung - sprach im „Kölner Stadt-Anzeiger“ von einer „Schlamperei“, die ihn äußerst verärgere.

Das Team um Mitalipov hatte nach eigenen Angaben erstmals menschliche Klon-Embryonen hergestellt und daraus Stammzellen gewonnen. Diese Zellen können sich theoretisch in jede beliebige Art von Körperzellen ausformen und krankes oder beschädigtes Gewebe ersetzen, ohne dass es zu schweren Reaktionen des Immunsystems kommt.

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