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28.10.2015

13:28 Uhr

Bakterien auf der ISS

Keime im Weltall

Quelle:Spektrum.de

Seit mittlerweile 15 Jahren besuchen Raumfahrer die Raumstation ISS. Ein kleines Jubiläum, das Nasa-Forscher zum Anlass nahmen, um nach unerwünschten Mitbewohnern auf dem Außenposten im All zu fahnden.

Seit 215 Tagen im All: Astronaut auf Einjahres-Mission

Video: Seit 215 Tagen im All: Astronaut auf Einjahres-Mission

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HeidelbergKommenden Samstag feiert die Raumstation ISS ein kleines Jubiläum: Vor 15 Jahren, am 31. Oktober 2000, brachen die Russen Sergej Krikaljow und Juri Gidsenko sowie der US-Amerikaner William Shepherd als erste Besatzung zum gerade fertiggestellten Außenposten der Menschheit auf. Der „Grundstein“ der Raumstation war 1998 gelegt worden, als eine russische Proton-Rakete das erste Bauteil ins All brachte.

Seither ist das auch von Deutschland mitfinanzierte Labor rund 400 Kilometer über der Erde ständig besetzt. Mit etwa 28.000 Stundenkilometern rast die außerirdische Wohngemeinschaft in rund 90 Minuten einmal um den Erdball. Gut ein Dutzend Nationen beteiligen sich an der ISS, die mit ihren Sonnensegeln aussieht wie eine riesige Libelle. Raumfahrer schwärmen vom Blick auf unseren Planeten: In der Dunkelheit funkeln die Lichter riesiger Metropolen, bei Tageslicht glitzert das Wasser der Ozeane.

Doch die Besuche von mittlerweile mehr als 200 Raumfahrern haben Spuren auf der ISS hinterlassen – auch solche, die nicht auf den ersten Blick erkennbar sind. Wissenschaftler vom Jet Propulsion Laboratory der Nasa haben jetzt unter die Lupe genommen, welche Bakterien es sich neben den sechs Astronauten, die regelmäßig gleichzeitig die Raumstation bewohnen, auf der ISS gemütlich gemacht haben. Dabei stießen sie auch auf einige Keime, die der Gesundheit der Raumfahrer zusetzen könnten.

Das Team um Kasthuri Venkateswaran nahm für ihre Untersuchung Proben aus zwei Staubsaugerbeuteln und einem Luftfilter, die von der ISS zur Erde zurückgeschickt wurden. Mit Hilfe moderner DNA-Sequenzierungsmethoden schlüsselten sie auf, welche intakten Mikroben darin enthalten waren, und verglichen diese anschließend mit den Bakterien, die sich in Staubproben aus so genannten Reinräumen der Nasa befanden.

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