Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.01.2005

16:20 Uhr

Forschung + Medizin

Berliner Mediziner entdecken Blutdruck-Hormon

Forscher der Berliner Universitätsklinik Charité haben ein bislang unbekanntes Hormon für Bluthochdruck entdeckt. Wie die Forscher in der Zeitschrift „Nature Medicine“ (Februarausgabe; DOI: 10.1 038/nm1188) berichten, wird das Nukleotid von den inneren Zellen der Blutgefäßwand produziert.

dpa BERLIN. Forscher der Berliner Universitätsklinik Charité haben ein bislang unbekanntes Hormon für Bluthochdruck entdeckt. Wie die Forscher in der Zeitschrift „Nature Medicine“ (Februarausgabe; DOI: 10.1 038/nm1188) berichten, wird das Nukleotid von den inneren Zellen der Blutgefäßwand produziert.

Von dort ins Blut abgegeben, wirke das Hormon mit dem Namen Uridin-Adenosin-Tetraphosphat auf die Muskelzellen in der Gefäßwand. Sie ziehen sich zusammen und lassen den Blutdruck durch eine Engstellung der Gefäßwände steigen, teilte die Charité am Montag mit.

Bei Versuchsratten erhöhte sich der Blutdruck über einen längeren Zeitraum beispielsweise um 30 Prozent, nachdem den Tieren das Hormon in die Blutbahn gespritzt worden war, berichten die Forscher. Möglicherweise sei der Botenstoff auch eine Ursache für krankhaften Bluthochdruck. In Deutschland haben nach Charité-Angaben zwei Drittel der Männer zwischen 25 und 74 Jahren Bluthochdruck. Bei den Frauen in dieser Altersgruppe seien es 40 Prozent.

Klinische Studien sollen nun klären, ob die Konzentration von Uridin-Adenosin-Tetraphosphat bei Bluthochdruck-Patienten krankhaft erhöht ist. Gleichzeitig wollen die Forscher im Labor eine Gegenspieler-Substanz entwickeln, die eine Gefäßengstellung wieder aufheben kann. Die Ursache für eine krankhafte Überhöhung des Blutdrucks ist bisher noch ungeklärt.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×