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Bilder der Woche

Eisgigant treibt aufs Meer hinaus

A68 ist einer der größten Eisberge, der in den vergangenen Jahrzehnten in der Antarktis abgebrochen ist. Lange bewegte sich der Eisgigant kaum von der Stelle. Jetzt nimmt er Kurs aufs offene Meer.

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Etwa zwei Monate nach dem Abbruch des gigantischen Eisbergs A68 in der Westantarktis treibt dieser nun aufs Meer hinaus. Das zeigen Satellitenbilder, die die europäische Raumfahrtagentur Esa veröffentlicht hat. Auf einer Aufnahme vom 16. September ist zu sehen, dass eine 18 Kilometer große Lücke zwischen dem Eisberg und dem Larsen-C-Schelfeis entstanden ist. dpa

Eisberg A68 in der Antarktis

Etwa zwei Monate nach dem Abbruch des gigantischen Eisbergs A68 in der Westantarktis treibt dieser nun aufs Meer hinaus. Das zeigen Satellitenbilder, die die europäische Raumfahrtagentur Esa veröffentlicht hat. Auf einer Aufnahme vom 16. September ist zu sehen, dass eine 18 Kilometer große Lücke zwischen dem Eisberg und dem Larsen-C-Schelfeis entstanden ist.

Bild: dpa

Über Jahre hatten Forscher den Riss im Schelfeis beobachtet. Im Juli war dann eine riesige Eismasse abgebrochen. Es entstand einer der größten Eisberge, der in den letzten Jahrzehnten beobachtet wurde. A68, wie er genannt wurde, wiegt nach Angaben von Experten des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (AWI) mehr als 1000 Gigatonnen und kommt auf eine Fläche von 5800 Quadratkilometern. AFP; Files; Francois Guillot

Riss im Schelfeis

Über Jahre hatten Forscher den Riss im Schelfeis beobachtet. Im Juli war dann eine riesige Eismasse abgebrochen. Es entstand einer der größten Eisberge, der in den letzten Jahrzehnten beobachtet wurde. A68, wie er genannt wurde, wiegt nach Angaben von Experten des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (AWI) mehr als 1000 Gigatonnen und kommt auf eine Fläche von 5800 Quadratkilometern.

Bild: AFP; Files; Francois Guillot

Über Wochen verharrte A68 auf der Stelle. Nun driftet er mit der Meeresströmung entlang der antarktischen Halbinsel. „Das geschieht im Moment sehr langsam, weil das Meereis den Eisberg zurückhält“, sagte die AWI-Glaziologin Daniela Jansen. Sie geht davon aus, dass A68 weiter nach Norden treiben wird und dann in den Zirkumpolarstrom gerät, der ihn nach Osten ablenkt. „Das wurde auch schon vorher für andere Eisberge beobachtet.“ dpa

Eisberg A68

Über Wochen verharrte A68 auf der Stelle. Nun driftet er mit der Meeresströmung entlang der antarktischen Halbinsel. „Das geschieht im Moment sehr langsam, weil das Meereis den Eisberg zurückhält“, sagte die AWI-Glaziologin Daniela Jansen. Sie geht davon aus, dass A68 weiter nach Norden treiben wird und dann in den Zirkumpolarstrom gerät, der ihn nach Osten ablenkt. „Das wurde auch schon vorher für andere Eisberge beobachtet.“

Bild: dpa

Spannend für die Wissenschaftler ist vor allem, wie sich die Schelfeiskante nach dem Abbruch des Eisberges verändert. Auf Satellitenbildern sieht man nach Angaben von Jansen, dass sich nördlich von A68 mehrere kleine Eisberge gebildet haben. Zurzeit hingen diese noch fest, seien aber schon ganz vom Schelfeis abgetrennt. „Ob die Schelfeiskante stabil bleibt, wird sich in den nächsten Jahren zeigen.“ AP

Larsen-C-Schelfeis

Spannend für die Wissenschaftler ist vor allem, wie sich die Schelfeiskante nach dem Abbruch des Eisberges verändert. Auf Satellitenbildern sieht man nach Angaben von Jansen, dass sich nördlich von A68 mehrere kleine Eisberge gebildet haben. Zurzeit hingen diese noch fest, seien aber schon ganz vom Schelfeis abgetrennt. „Ob die Schelfeiskante stabil bleibt, wird sich in den nächsten Jahren zeigen.“

Bild: AP

Auch an den Polen von Saturn gibt es Polarlichter - auf dieser Falschfarben-Aufnahme des Planeten als grüner Ring gut zu erkennen. Das Foto wurde 2010 von Cassini gemacht. Reuters

14. September 2017: Abschied vom Herrn der Ringe

Auch an den Polen von Saturn gibt es Polarlichter - auf dieser Falschfarben-Aufnahme des Planeten als grüner Ring gut zu erkennen. Das Foto wurde 2010 von Cassini gemacht.

Bild: Reuters

2013 funkte Cassini diesen Schnappschuss zur Erde. Der obere Bereich zeigt einen Teile von Saturn und des zugehörigen Ringsystems. Zu einem besonderen Bild wird die Aufnahme aber durch den kleinen Lichtflecken im rechten Zentralbereich: Dabei handelt es sich um die Erde - einer der seltenen Momente, bei denen unser Heimatplanet auf Bilder aus der Tiefe des Alls zu erkennen ist. AP

Saturn und Erde auf einem Bild

2013 funkte Cassini diesen Schnappschuss zur Erde. Der obere Bereich zeigt einen Teile von Saturn und des zugehörigen Ringsystems. Zu einem besonderen Bild wird die Aufnahme aber durch den kleinen Lichtflecken im rechten Zentralbereich: Dabei handelt es sich um die Erde - einer der seltenen Momente, bei denen unser Heimatplanet auf Bilder aus der Tiefe des Alls zu erkennen ist.

Bild: AP

Gleich drei der über 60 bekannten Saturnmonde konnte Cassini im Jahr 2015 in einem Bild einfangen: Oberhalb des Saturnrings ist Tethy erkennbar, unter dem Ring Enceladus, ganz unten Mimas. AP

Drei Saturnmonde

Gleich drei der über 60 bekannten Saturnmonde konnte Cassini im Jahr 2015 in einem Bild einfangen: Oberhalb des Saturnrings ist Tethy erkennbar, unter dem Ring Enceladus, ganz unten Mimas.

Bild: AP

Seen aus flüssigen Kohlenwasserstoffen konnten auf dem Saturnmond Titan nachgewiesen werden. Das Cassini-Foto aus dem Jahr 2009 zeigt einen dieser Seen, der im Licht der aufgehenden Sonne hell erstrahlt. Reuters

Ein See auf Titan

Seen aus flüssigen Kohlenwasserstoffen konnten auf dem Saturnmond Titan nachgewiesen werden. Das Cassini-Foto aus dem Jahr 2009 zeigt einen dieser Seen, der im Licht der aufgehenden Sonne hell erstrahlt.

Bild: Reuters

Der Saturnmond Enceladus ist von einem dicken Eispanzer überzogen, wie unter anderem dieses Bild seiner nördlichen Polarregion belegt. Cassini machte diese Aufnahme im Jahr 2015. Reuters

Der Nordpol des Eismonds Enceladus

Der Saturnmond Enceladus ist von einem dicken Eispanzer überzogen, wie unter anderem dieses Bild seiner nördlichen Polarregion belegt. Cassini machte diese Aufnahme im Jahr 2015.

Bild: Reuters

Wasservorkommen unter dem Eis des Saturnmonds Enceladus sind die Quelle mächtiger Eisvulkane, die ihre Fontänen weit ins All hinausschleudern. Cassini fotografierte das Phänomen nicht nur, sondern steuerte selbst in die eisigen Eruptionswolken. AP

Eisvulkane auf Enceladus

Wasservorkommen unter dem Eis des Saturnmonds Enceladus sind die Quelle mächtiger Eisvulkane, die ihre Fontänen weit ins All hinausschleudern. Cassini fotografierte das Phänomen nicht nur, sondern steuerte selbst in die eisigen Eruptionswolken.

Bild: AP

20 Jahre nach ihrem Start endet am Freitag (15. September) die Reise der Cassini-Sonde. In einem letzten spektakulären Manöver wird sich die Sonde in den Planeten Saturn stürzen - und dabei bis zur letzten Sekunde Daten zur Erde funken. dpa

Raumsonde Cassini

20 Jahre nach ihrem Start endet am Freitag (15. September) die Reise der Cassini-Sonde. In einem letzten spektakulären Manöver wird sich die Sonde in den Planeten Saturn stürzen - und dabei bis zur letzten Sekunde Daten zur Erde funken.

Bild: dpa

Das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX hat erstmals ein Spaceshuttle des Militärs ins All geschossen. Eine unbemannte Falcon-Rakete hob am Donnerstag vom Kennedy-Raumfahrtzentrum in Florida ab, während sich Schulen und Geschäfte auf die Ankunft des Wirbelsturms Irma vorbereiteten. AFP; Files; Francois Guillot

8. September 2017: SpaceX bringt geheimes Spaceshuttle ins All

Das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX hat erstmals ein Spaceshuttle des Militärs ins All geschossen. Eine unbemannte Falcon-Rakete hob am Donnerstag vom Kennedy-Raumfahrtzentrum in Florida ab, während sich Schulen und Geschäfte auf die Ankunft des Wirbelsturms Irma vorbereiteten.

Bild: AFP; Files; Francois Guillot

Kurz darauf landeten Teile der Starteinheit wieder sicher in Cape Canaveral, wie SpaceX mitteilte. Die Rückkehreinheit soll wiederverwendet werden. AP

Erfolgreiche Landung

Kurz darauf landeten Teile der Starteinheit wieder sicher in Cape Canaveral, wie SpaceX mitteilte. Die Rückkehreinheit soll wiederverwendet werden.

Bild: AP

In der Raketenspitze befand sich das geheime Mini-Shuttle X-37B. Einzelheiten über den Flug des Shuttles im All teilte SpaceX auf Bitten der US-Luftwaffe nicht mit. Was das Minishuttle im All unternimmt, behielt das Militär für sich. AP

Die Spitze der Falcon-Rakete

In der Raketenspitze befand sich das geheime Mini-Shuttle X-37B. Einzelheiten über den Flug des Shuttles im All teilte SpaceX auf Bitten der US-Luftwaffe nicht mit. Was das Minishuttle im All unternimmt, behielt das Militär für sich.

Bild: AP

Das Minishuttle ist knapp neun Meter lang, hat eine Spannweite von gut vier Metern und kann mehrere Jahre im All bleiben. X-37B ist wesentlich kleiner als das 2011 stillgelegte Spaceshuttle Atlantis. Dieses war 37 Meter lang und hatte eine Spannweite von knapp 24 Metern. AP

Shuttle X-37B

Das Minishuttle ist knapp neun Meter lang, hat eine Spannweite von gut vier Metern und kann mehrere Jahre im All bleiben. X-37B ist wesentlich kleiner als das 2011 stillgelegte Spaceshuttle Atlantis. Dieses war 37 Meter lang und hatte eine Spannweite von knapp 24 Metern.

Bild: AP

Nach 60 Wochen am Grund der arktischen Tiefsee haben Forscher den Unterwasserroboter Tramper geborgen. Nachdem der Roboter aus einer Tiefe von mehr als 2400 Metern aufgestiegen war... (Foto: AWI/Lars Grübner)

1. September 2017: Mit dem Kettenfahrzeug über den Tiefseeboden

Nach 60 Wochen am Grund der arktischen Tiefsee haben Forscher den Unterwasserroboter Tramper geborgen. Nachdem der Roboter aus einer Tiefe von mehr als 2400 Metern aufgestiegen war... (Foto: AWI/Lars Grübner)

...zogen ihn Forscher des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (AWI) mit einem Schlauchboot zum Forschungseisbrecher Polarstern. (Foto: AWI/Christian Katlein)

Eisbrecher Polarstern in der Arktis

...zogen ihn Forscher des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (AWI) mit einem Schlauchboot zum Forschungseisbrecher Polarstern. (Foto: AWI/Christian Katlein)

Tramper war als erstes Kettenfahrzeug überhaupt auf einer Langzeitmission unter dem arktischen Meereis unterwegs. In den ersten 24 Wochen untersuchte der Roboter dabei wie geplant den Sauerstoffgehalt in verschiedenen Gebieten. Wegen einer blockierten Kette musste er ab Januar jedoch an derselben Stelle verweilen. (Foto: AWI/Michael Klages)

Probenentnahme am arktischen Meeresgrund

Tramper war als erstes Kettenfahrzeug überhaupt auf einer Langzeitmission unter dem arktischen Meereis unterwegs. In den ersten 24 Wochen untersuchte der Roboter dabei wie geplant den Sauerstoffgehalt in verschiedenen Gebieten. Wegen einer blockierten Kette musste er ab Januar jedoch an derselben Stelle verweilen. (Foto: AWI/Michael Klages)

Die Forscher wollen nun die defekte Kette von Tramper reparieren. Später soll er wieder in die Tiefsee zurückkehren und weitere Daten sammeln. (Foto: AWI/Johannes Lemburg)

Tramper wird geborgen

Die Forscher wollen nun die defekte Kette von Tramper reparieren. Später soll er wieder in die Tiefsee zurückkehren und weitere Daten sammeln. (Foto: AWI/Johannes Lemburg)

Hat die Crew des Raumschiffs Enterprise Lust auf Sport oder auf ein Bier, kann sie sich die dazu passende Umgebung per Knopfdruck auf dem sogenannten Holodeck erschaffen. Nun haben Forscher ein echtes Holodeck gebaut – wenn auch nur für Mäuse, Fische und Fliegen. picture-alliance

25. August 2017: Forschen auf dem Holodeck

Hat die Crew des Raumschiffs Enterprise Lust auf Sport oder auf ein Bier, kann sie sich die dazu passende Umgebung per Knopfdruck auf dem sogenannten Holodeck erschaffen. Nun haben Forscher ein echtes Holodeck gebaut – wenn auch nur für Mäuse, Fische und Fliegen.

Bild: picture-alliance

Wichtigster Unterschied zum Enterprise-Holodeck: Die Tiere können sich ihre Wunschwelt nicht selbst aussuchen. Die Forscher aus Freiburg und Wien gaukeln ihnen eine bestimmte Umgebung vor, um ihre Reaktion darauf zu studieren. dpa

Forschen auf dem Holodeck

Wichtigster Unterschied zum Enterprise-Holodeck: Die Tiere können sich ihre Wunschwelt nicht selbst aussuchen. Die Forscher aus Freiburg und Wien gaukeln ihnen eine bestimmte Umgebung vor, um ihre Reaktion darauf zu studieren.

Bild: dpa

Das Holodeck ist eine Art nach oben offener Kasten, an dessen Innenwände verschiedene Bilder projiziert werden können. „Wir haben eine umfassende, dreidimensionale virtuelle Realität geschaffen, in der sich die Tiere frei bewegen“, sagte Andrew Straw von der Universität Freiburg. Damit könne man erforschen, wie Tiere Gegenstände, ihre Umwelt und andere Lebewesen sehen. Die Wissenschaftler verfolgten mit bis zu elf Kameras die Bewegungsmuster der Tiere auf dem Holodeck. dpa

Dreidimensionale virtuelle Realität

Das Holodeck ist eine Art nach oben offener Kasten, an dessen Innenwände verschiedene Bilder projiziert werden können. „Wir haben eine umfassende, dreidimensionale virtuelle Realität geschaffen, in der sich die Tiere frei bewegen“, sagte Andrew Straw von der Universität Freiburg. Damit könne man erforschen, wie Tiere Gegenstände, ihre Umwelt und andere Lebewesen sehen. Die Wissenschaftler verfolgten mit bis zu elf Kameras die Bewegungsmuster der Tiere auf dem Holodeck.

Bild: dpa

Das Holodeck ist für Experimente mit Mäusen, Fischen und Fliegen konzipiert. Das sind Tiere, die häufig in der Neurobiologie und der Verhaltensforschung zum Einsatz kommen. Die Forscher stellten in ersten Tests beispielsweise fest, dass Mäuse an Höhenangst leiden. Auf dem Holodeck wurden mit bestimmten Mustern und Umgebungen verschiedene Höhen simuliert und die Reaktion der Tiere studiert. dpa

Auch Mäuse kennen Höhenangst

Das Holodeck ist für Experimente mit Mäusen, Fischen und Fliegen konzipiert. Das sind Tiere, die häufig in der Neurobiologie und der Verhaltensforschung zum Einsatz kommen. Die Forscher stellten in ersten Tests beispielsweise fest, dass Mäuse an Höhenangst leiden. Auf dem Holodeck wurden mit bestimmten Mustern und Umgebungen verschiedene Höhen simuliert und die Reaktion der Tiere studiert.

Bild: dpa

Die Wissenschaftler fanden zudem heraus, dass Zebrafische einem Anführer eher folgen, wenn dieser seine Schwimmrichtung an den Schwarm anpasst. Die Forscher hatten einen virtuellen Fisch auf dem Holodeck simuliert und geschaut, ob und unter welchen Bedingungen die echte Fischgruppe dem künstlichen Anführer folgte. dpa

Virtuelle Schwarmfische

Die Wissenschaftler fanden zudem heraus, dass Zebrafische einem Anführer eher folgen, wenn dieser seine Schwimmrichtung an den Schwarm anpasst. Die Forscher hatten einen virtuellen Fisch auf dem Holodeck simuliert und geschaut, ob und unter welchen Bedingungen die echte Fischgruppe dem künstlichen Anführer folgte.

Bild: dpa

Die Wissenschaftler um Andrew Straw wollen mit der virtuellen Realität auch zukünftig weiter experimentieren. Sie erhoffen sich unter anderem Einblicke in komplexe Verhaltensweisen wie der Navigation. Zudem interessiert sie, welche Regeln in sozialen Gruppen wichtig sind. dpa

Andrew Straw

Die Wissenschaftler um Andrew Straw wollen mit der virtuellen Realität auch zukünftig weiter experimentieren. Sie erhoffen sich unter anderem Einblicke in komplexe Verhaltensweisen wie der Navigation. Zudem interessiert sie, welche Regeln in sozialen Gruppen wichtig sind.

Bild: dpa

106 Jahre alt und noch immer zum Anbeißen: Neuseeländische Forscher haben in einer entlegenen Hütte in der Antarktis einen perfekt konservierten Früchtekuchen entdeckt. Der einst von der britischen Firma „Huntley und Palmers“ hergestellte Kuchen war noch in Papier gewickelt und befand sich in einer verzinnten Dose, wie die Stiftung Antarctic Heritage Trust in Christchurch mitteilte. dpa

11. August 2017: Kraftfutter für Polarhelden

106 Jahre alt und noch immer zum Anbeißen: Neuseeländische Forscher haben in einer entlegenen Hütte in der Antarktis einen perfekt konservierten Früchtekuchen entdeckt. Der einst von der britischen Firma „Huntley und Palmers“ hergestellte Kuchen war noch in Papier gewickelt und befand sich in einer verzinnten Dose, wie die Stiftung Antarctic Heritage Trust in Christchurch mitteilte.

Bild: dpa

Die Wissenschaftler hatten eine Reihe verrosteter Blechdosen untersucht, die in den 1899 von norwegischen Forschern erbauten Schutzhütten auf der Landzunge Kap Adare gefunden worden waren. 1911 hatten Mitglieder der tragisch verlaufenden Antarktis-Expedition des Briten Robert Falcon Scott die Hütten genutzt. Die Wissenschaftler nehmen an, dass der Kuchen von Scotts Team stammt. (Foto: Kuno Lechner/CC BY-SA 3.0)

Schutzhütte am Kap Adare

Die Wissenschaftler hatten eine Reihe verrosteter Blechdosen untersucht, die in den 1899 von norwegischen Forschern erbauten Schutzhütten auf der Landzunge Kap Adare gefunden worden waren. 1911 hatten Mitglieder der tragisch verlaufenden Antarktis-Expedition des Briten Robert Falcon Scott die Hütten genutzt. Die Wissenschaftler nehmen an, dass der Kuchen von Scotts Team stammt. (Foto: Kuno Lechner/CC BY-SA 3.0)

Es sei eine große Überraschung gewesen, diesen „perfekt erhaltenen“ Früchtekuchen zu finden, sagte die Leitern des Forschungsprojektes, Lizzie Meek. Früchtekuchen sei wegen seines hohen Energiegehaltes ideal für antarktische Bedingungen. Obwohl der Kuchen durchaus noch genießbar roch und aussah, wollten die Forscher ihn nicht kosten, wie Meek der neuseeländischen Nachrichtenseite Newshub sagte. Dies widerspreche der wissenschaftlichen Ethik. dpa

Ideale Nahrung für die Antarktis

Es sei eine große Überraschung gewesen, diesen „perfekt erhaltenen“ Früchtekuchen zu finden, sagte die Leitern des Forschungsprojektes, Lizzie Meek. Früchtekuchen sei wegen seines hohen Energiegehaltes ideal für antarktische Bedingungen. Obwohl der Kuchen durchaus noch genießbar roch und aussah, wollten die Forscher ihn nicht kosten, wie Meek der neuseeländischen Nachrichtenseite Newshub sagte. Dies widerspreche der wissenschaftlichen Ethik.

Bild: dpa

Scott hatte sich seinerzeit mit dem norwegischen Polarhelden Roald Amundsen einen Wettlauf um den ersten Vorstoß zum Südpol geliefert – und verloren. Der Brite erreichte den Pol Mitte Januar 1912, einen Monat nach Amundsen. Auf dem Rückweg gerieten er und seine vier Begleiter in heftige Schneestürme, sodass es ihnen nicht mehr gelang, sich zu einem rettenden Nahrungsdepot durchzukämpfen. Alle fünf Männer starben.  (Foto: gemeinfrei)

Robert Falcon Scott (1868-1912)

Scott hatte sich seinerzeit mit dem norwegischen Polarhelden Roald Amundsen einen Wettlauf um den ersten Vorstoß zum Südpol geliefert – und verloren. Der Brite erreichte den Pol Mitte Januar 1912, einen Monat nach Amundsen. Auf dem Rückweg gerieten er und seine vier Begleiter in heftige Schneestürme, sodass es ihnen nicht mehr gelang, sich zu einem rettenden Nahrungsdepot durchzukämpfen. Alle fünf Männer starben. (Foto: gemeinfrei)

Dieser Sturm ist größer als die Erde und er tobt möglicherweise seit mehr als 350 Jahren: Der „Große Rote Fleck“ (GRF) ist ein markantes Erkennungszeichen des Planeten Jupiter. Die Nasa-Sonde „Juno“ hat jetzt Großaufnahmen des spektakulären Jupiter-Sturms zur Erde gesendet. AFP; Files; Francois Guillot

14. Juli 2017: Besuch bei der Mutter aller Flecken

Dieser Sturm ist größer als die Erde und er tobt möglicherweise seit mehr als 350 Jahren: Der „Große Rote Fleck“ (GRF) ist ein markantes Erkennungszeichen des Planeten Jupiter. Die Nasa-Sonde „Juno“ hat jetzt Großaufnahmen des spektakulären Jupiter-Sturms zur Erde gesendet.

Bild: AFP; Files; Francois Guillot

Die Sonde überflog den Wirbel am frühen Dienstagmorgen deutscher Zeit in 9000 Kilometern Höhe und lieferte eindrucksvolle Nahaufnahmen des Flecks. „Wir haben jetzt die besten Bilder, die jemals von diesem charakteristischen Sturm gemacht wurden“, sagte Nasa-Forscher Scott Bolton. AFP; Files; Francois Guillot

GRF in Nahaufnahme

Die Sonde überflog den Wirbel am frühen Dienstagmorgen deutscher Zeit in 9000 Kilometern Höhe und lieferte eindrucksvolle Nahaufnahmen des Flecks. „Wir haben jetzt die besten Bilder, die jemals von diesem charakteristischen Sturm gemacht wurden“, sagte Nasa-Forscher Scott Bolton.

Bild: AFP; Files; Francois Guillot

Mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 600 Kilometern pro Stunde gehört der GRF nicht nur zu den heftigsten Stürmen im Sonnensystem. Bei seiner Ausdehnung von mehr als 16.000 Kilometern würde die Erde auch bequem hineinpassen, wie diese Bildmontag verdeutlicht. (Foto: Nasa/JPL-Caltech/SwRI/MSSS/Christopher Go)

Größer als die Erde

Mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 600 Kilometern pro Stunde gehört der GRF nicht nur zu den heftigsten Stürmen im Sonnensystem. Bei seiner Ausdehnung von mehr als 16.000 Kilometern würde die Erde auch bequem hineinpassen, wie diese Bildmontag verdeutlicht. (Foto: Nasa/JPL-Caltech/SwRI/MSSS/Christopher Go)

Eine Erklärung für die lange Dauer des gewaltigen Sturms ist die gasförmige Konsistenz des Planeten. Anders als auf der Erde gibt es auf Jupiter keine feste Oberfläche, die Stürme abbremsen könnte. Der Nasa zufolge wird der GRF aber allmählich kleiner. AP

Der Fleck wird kleiner

Eine Erklärung für die lange Dauer des gewaltigen Sturms ist die gasförmige Konsistenz des Planeten. Anders als auf der Erde gibt es auf Jupiter keine feste Oberfläche, die Stürme abbremsen könnte. Der Nasa zufolge wird der GRF aber allmählich kleiner.

Bild: AP

Das Ungetüm ist 6,40 Meter hoch und vier Tonnen schwer, Drähte ragen heraus und es brummt: Die Raumsonde BepiColombo ist in dieser Woche erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Die Sonde der europäischen Raumfahrtagentur Esa und ihrer japanischen Partnerorganisation Jaxa soll den kleinsten Planeten unseres Sonnensystems erforschen: Merkur. dpa

7. Juli 2017: Ein Raumschiff für den Merkur

Das Ungetüm ist 6,40 Meter hoch und vier Tonnen schwer, Drähte ragen heraus und es brummt: Die Raumsonde BepiColombo ist in dieser Woche erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Die Sonde der europäischen Raumfahrtagentur Esa und ihrer japanischen Partnerorganisation Jaxa soll den kleinsten Planeten unseres Sonnensystems erforschen: Merkur.

Bild: dpa

Im Oktober 2018 soll BepiColombo vom Raketenstartplatz Kourou (Französisch-Guayana) aus mit einer Ariane-Rakete ins All geschossen werden. Sieben Jahre wird die Reise zu dem kleinsten und am wenigsten erforschten Planeten dauern. Dort werden dann die beiden Teile der Sonde ihre Arbeit aufnehmen: Ein europäisches Gerät soll die Oberfläche und Innenstruktur des Planeten untersuchen, ein japanisches das Magnetfeld. dpa

Eine Sonde aus zwei Teilen

Im Oktober 2018 soll BepiColombo vom Raketenstartplatz Kourou (Französisch-Guayana) aus mit einer Ariane-Rakete ins All geschossen werden. Sieben Jahre wird die Reise zu dem kleinsten und am wenigsten erforschten Planeten dauern. Dort werden dann die beiden Teile der Sonde ihre Arbeit aufnehmen: Ein europäisches Gerät soll die Oberfläche und Innenstruktur des Planeten untersuchen, ein japanisches das Magnetfeld.

Bild: dpa

Die Erforschung des Merkur ist schwierig, denn auf dem sonnennächsten Planeten kann es unerträglich heiß sein. Die Temperaturen schwanken zwischen minus 180 Grad und 430 Grad Celsius plus. Das stellt ganz besondere Anforderungen an den Hitzeschutz des Raumgefährts und an die Instrumente. dpa

Extreme Temperaturen

Die Erforschung des Merkur ist schwierig, denn auf dem sonnennächsten Planeten kann es unerträglich heiß sein. Die Temperaturen schwanken zwischen minus 180 Grad und 430 Grad Celsius plus. Das stellt ganz besondere Anforderungen an den Hitzeschutz des Raumgefährts und an die Instrumente.

Bild: dpa

Ein Konsortium von 83 Firmen aus 16 Ländern arbeitete an den hochtechnologischen Instrumenten. Industrieller Hauptauftragnehmer ist das Flugzeug- und Raumfahrtunternehmen Airbus. Reuters

83 Firmen beteiligt

Ein Konsortium von 83 Firmen aus 16 Ländern arbeitete an den hochtechnologischen Instrumenten. Industrieller Hauptauftragnehmer ist das Flugzeug- und Raumfahrtunternehmen Airbus.

Bild: Reuters

Bislang erreichten nur zwei Nasa-Missionen den Merkur. In den 1970er Jahren flog Mariner 10 zu dem Planeten. Daran war der italienische Wissenschaftler Guiseppe „Bepi“ Colombo maßgeblich beteiligt. Nach ihm wurde die Esa-Mission nun benannt. Zuletzt umkreiste die Raumsonde Messenger den Merkur bis 2015. Reuters

Raumsonde BepiColombo

Bislang erreichten nur zwei Nasa-Missionen den Merkur. In den 1970er Jahren flog Mariner 10 zu dem Planeten. Daran war der italienische Wissenschaftler Guiseppe „Bepi“ Colombo maßgeblich beteiligt. Nach ihm wurde die Esa-Mission nun benannt. Zuletzt umkreiste die Raumsonde Messenger den Merkur bis 2015.

Bild: Reuters

Ermutigende Nachrichten für Menschen, die Angst vor Spritzen haben: Forscher der Emory University im US-Bundesstaat Georgia haben ein Pflaster entwickelt, mit dem sich Impfstoffe ganz schmerzfrei verabreichen lassen. (Foto: Emory University)

30. Juni 2017: Pflaster statt Spritze

Ermutigende Nachrichten für Menschen, die Angst vor Spritzen haben: Forscher der Emory University im US-Bundesstaat Georgia haben ein Pflaster entwickelt, mit dem sich Impfstoffe ganz schmerzfrei verabreichen lassen. (Foto: Emory University)

Verabreicht wird der Wirkstoff über hundert Mikronadeln, die in das Pflaster eingearbeitet sind. Sie sind so klein, dass sie schmerzfrei in die Haut eindringen, sobald das Pflaster aufgeklebt wird. Nach Abgabe des Impfstoffs lösen sich die Nadeln auf, das Pflaster kann dann wie eine normale Wundabdeckung entsorgt werden. (Foto: Emory University)

Winzige Nadeln

Verabreicht wird der Wirkstoff über hundert Mikronadeln, die in das Pflaster eingearbeitet sind. Sie sind so klein, dass sie schmerzfrei in die Haut eindringen, sobald das Pflaster aufgeklebt wird. Nach Abgabe des Impfstoffs lösen sich die Nadeln auf, das Pflaster kann dann wie eine normale Wundabdeckung entsorgt werden. (Foto: Emory University)

Anders als herkömmliche Impfstoffe muss das Pflaster auch nicht gekühlt werden. In einem Test mit 100 Teilnehmern hat sich das Impfpflaster als genauso wirksam erwiesen wie ein herkömmliche Impfung per Spritze. Nun planen die Mediziner einen zweiten Test mit höherer Teilnehmerzahl. (Foto: Emory University)

Im Test bewährt

Anders als herkömmliche Impfstoffe muss das Pflaster auch nicht gekühlt werden. In einem Test mit 100 Teilnehmern hat sich das Impfpflaster als genauso wirksam erwiesen wie ein herkömmliche Impfung per Spritze. Nun planen die Mediziner einen zweiten Test mit höherer Teilnehmerzahl. (Foto: Emory University)

Dass Eisbären neugierig sind, ist bekannt. In der Arktis stellten sie das auf einer Eisscholle unter Beweis, die von Wissenschaftlern des Eisbrechers „Polarstern“ zu Forschungszwecken in Beschlag genommen wurde. Zwei Eisbären – offensichtlich ein Weibchen mit Nachwuchs – inspizierten die Gerätschaften. Besonders angetan hatte es den Bären eine Fahne mit schwarzem Wimpel. (Foto: Hauke Flores/AWI) dpa

Eisbären nahe der Polarstern

Dass Eisbären neugierig sind, ist bekannt. In der Arktis stellten sie das auf einer Eisscholle unter Beweis, die von Wissenschaftlern des Eisbrechers „Polarstern“ zu Forschungszwecken in Beschlag genommen wurde. Zwei Eisbären – offensichtlich ein Weibchen mit Nachwuchs – inspizierten die Gerätschaften. Besonders angetan hatte es den Bären eine Fahne mit schwarzem Wimpel. (Foto: Hauke Flores/AWI)

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Auch die Eisbären hätten offenbar Interesse an der Erforschung des Klimawandels in der Arktis, folgerten die Wissenschaftler vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) in Bremerhaven. (Foto: Ulrich Küster/AWI)

Forschungsschiff Polarstern im arktischen Eis

Auch die Eisbären hätten offenbar Interesse an der Erforschung des Klimawandels in der Arktis, folgerten die Wissenschaftler vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) in Bremerhaven. (Foto: Ulrich Küster/AWI)

Der Besuch der Raubtiere verlief glimpflich, niemand kam zu Schaden – die Forscher konnten ihre Untersuchungen im Eis fortsetzen. Über ihre Arbeiten berichten die Wissenschaftler laufend im Polarstern-Blog. (Foto: Ulrich Küster/AWI)

Forschungsarbeit auf der Eisscholle

Der Besuch der Raubtiere verlief glimpflich, niemand kam zu Schaden – die Forscher konnten ihre Untersuchungen im Eis fortsetzen. Über ihre Arbeiten berichten die Wissenschaftler laufend im Polarstern-Blog. (Foto: Ulrich Küster/AWI)

Können Windparks auf See gefährdeten Meerestieren einen neuen Lebensraum bieten? Das fragten sich Wissenschaftler der Biologischen Anstalt Helgoland, die zum Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) gehört. In einem Pilotprojekt setzten sie vor drei Jahren 2400 einjährige Europäische Hummer ( Homarus gammarus) im Offshore-Windpark „Riffgat“ vor der Insel Borkum aus. Jetzt haben die Forscher Bilanz gezogen. (Foto:  Uwe Nettelmann, Alfred-Wegener-Institut)

9. Juni 2017: Warum Hummer Windparks lieben

Können Windparks auf See gefährdeten Meerestieren einen neuen Lebensraum bieten? Das fragten sich Wissenschaftler der Biologischen Anstalt Helgoland, die zum Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) gehört. In einem Pilotprojekt setzten sie vor drei Jahren 2400 einjährige Europäische Hummer (Homarus gammarus) im Offshore-Windpark „Riffgat“ vor der Insel Borkum aus. Jetzt haben die Forscher Bilanz gezogen. (Foto: Uwe Nettelmann, Alfred-Wegener-Institut)

Der Europäische Hummer ist ein Riffbewohner – er fühlt sich vor allem auf dem Felsriff der Insel Helgoland wohl. In der Deutschen Bucht gibt es sonst nur vereinzelt felsige Gebiete, daher wollten die Forscher wissen, ob die Fundamente von Offshore-Windrädern eine Alternative sein könnten. „Es gibt starke Hinweise, dass der Lebensraum geeignet ist für Hummer“, sagt der AWI-Meeresökologe Roland Krone. (Foto: U. Schilling/Alfred-Wegener-Institut)

Hummer im Helgoländer Felsriff

Der Europäische Hummer ist ein Riffbewohner – er fühlt sich vor allem auf dem Felsriff der Insel Helgoland wohl. In der Deutschen Bucht gibt es sonst nur vereinzelt felsige Gebiete, daher wollten die Forscher wissen, ob die Fundamente von Offshore-Windrädern eine Alternative sein könnten. „Es gibt starke Hinweise, dass der Lebensraum geeignet ist für Hummer“, sagt der AWI-Meeresökologe Roland Krone. (Foto: U. Schilling/Alfred-Wegener-Institut)

Tatsächlich ergab eine Überprüfung der vier Testgebiete, dass der neue Lebensraum von den Tieren angenommen wurde: Mindestens drei Prozent der ausgewilderten Hummer waren an den Stellen geblieben. „Das klingt erst einmal sehr wenig“, so Krone. Die vorgefundene Bestandsgröße entspreche aber der in natürlichen Habitaten wie vor Helgoland. Auch seien die Hummer schneller gewachsen als in Zucht – ein Zeichen dafür, dass sie gute Bedingungen vorfanden. dpa

Windpark Riffgat

Tatsächlich ergab eine Überprüfung der vier Testgebiete, dass der neue Lebensraum von den Tieren angenommen wurde: Mindestens drei Prozent der ausgewilderten Hummer waren an den Stellen geblieben. „Das klingt erst einmal sehr wenig“, so Krone. Die vorgefundene Bestandsgröße entspreche aber der in natürlichen Habitaten wie vor Helgoland. Auch seien die Hummer schneller gewachsen als in Zucht – ein Zeichen dafür, dass sie gute Bedingungen vorfanden.

Bild: dpa

Das AWI versucht seit 20 Jahren, die Hummer-Bestände in der deutschen Nordsee wieder zu vergrößern. Nach den Bombardements im Zweiten Weltkrieg und intensiver Fischerei war die Population vor Helgoland eingebrochen und hat sich seither nicht wieder erholt. Eine große Hummer-Population gewährleiste eine hohe Artenvielfalt und eine natürliche Struktur in der Nordsee, betont Krone. dpa

Insel Helgoland

Das AWI versucht seit 20 Jahren, die Hummer-Bestände in der deutschen Nordsee wieder zu vergrößern. Nach den Bombardements im Zweiten Weltkrieg und intensiver Fischerei war die Population vor Helgoland eingebrochen und hat sich seither nicht wieder erholt. Eine große Hummer-Population gewährleiste eine hohe Artenvielfalt und eine natürliche Struktur in der Nordsee, betont Krone.

Bild: dpa

Im „Global Seed Vault“ auf der Inselgruppe Spitzbergen lagern Pflanzensamen aus der ganzen Welt bei Minusgraden. Sie werden hier aufbewahrt, um im Falle von Naturkatastrophen oder auch nach Kriegen auf sie zurückgreifen zu können. Doch der Saatgut-Tempel im arktischen Eis ist akut gefährdet. dpa

26. Mai 2017: Wassereinbruch im arktischen Saatgut-Tempel

Im „Global Seed Vault“ auf der Inselgruppe Spitzbergen lagern Pflanzensamen aus der ganzen Welt bei Minusgraden. Sie werden hier aufbewahrt, um im Falle von Naturkatastrophen oder auch nach Kriegen auf sie zurückgreifen zu können. Doch der Saatgut-Tempel im arktischen Eis ist akut gefährdet.

Bild: dpa

Nach starken Regenfällen und Schneeschmelze wegen einer Hitzewelle ist Wasser in einem Zugangstunnel entdeckt worden, wie die Behörden in Norwegen mitteilten. Saatgut sei dabei zwar nicht beschädigt worden... dpa

Wasser im Tunnel

Nach starken Regenfällen und Schneeschmelze wegen einer Hitzewelle ist Wasser in einem Zugangstunnel entdeckt worden, wie die Behörden in Norwegen mitteilten. Saatgut sei dabei zwar nicht beschädigt worden...

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...doch angesichts des globalen Klimawandels wollen die Behörden das Depot nun aufrüsten. Unter anderem sollen wasserdichte Schutzwände gebaut, Wärmequellen in dem Tunnel entfernt und Entwässerungsgräben ausgehoben werden. dpa

Kunststoffboxen mit Pflanzensamen

...doch angesichts des globalen Klimawandels wollen die Behörden das Depot nun aufrüsten. Unter anderem sollen wasserdichte Schutzwände gebaut, Wärmequellen in dem Tunnel entfernt und Entwässerungsgräben ausgehoben werden.

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Die im Jahr 2008 eröffnete Samenkammer liegt in einer stillgelegten Kohlegrube außerhalb der Stadt Longyearbyen. Ein futuristisch anmutender Eingang führt ins Innere. Dort können bis zu 2,5 Milliarden Samen aufbewahrt werden. Im März wurde auch ein Archiv für wichtige Dokumente aus aller Welt eingerichtet. dpa

Eingang zum Samen-Depot

Die im Jahr 2008 eröffnete Samenkammer liegt in einer stillgelegten Kohlegrube außerhalb der Stadt Longyearbyen. Ein futuristisch anmutender Eingang führt ins Innere. Dort können bis zu 2,5 Milliarden Samen aufbewahrt werden. Im März wurde auch ein Archiv für wichtige Dokumente aus aller Welt eingerichtet.

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Gibt es Leben auf Proxima Centauri b, dem der Erde nächstgelegenen Exoplaneten? Seit der Entdeckung der 4,2 Lichtjahre entfernten Welt im August 2016 interessieren sich Astrophysiker brennend für diese Frage. Zwar wissen sie bisher nur wenig über die mutmaßliche Felskugel, mit Hilfe von Atmosphärenmodellen können die Forscher aber immerhin grob abschätzen, ob eine lebensfreundliche Biosphäre prinzipiell denkbar ist. (Foto: dpa) Text: Robert Gast, spektrum.de.

19. Mai 2017: Prima Klima auf Proxima Centauri B

Gibt es Leben auf Proxima Centauri b, dem der Erde nächstgelegenen Exoplaneten? Seit der Entdeckung der 4,2 Lichtjahre entfernten Welt im August 2016 interessieren sich Astrophysiker brennend für diese Frage. Zwar wissen sie bisher nur wenig über die mutmaßliche Felskugel, mit Hilfe von Atmosphärenmodellen können die Forscher aber immerhin grob abschätzen, ob eine lebensfreundliche Biosphäre prinzipiell denkbar ist. (Foto: dpa)

Text: Robert Gast, spektrum.de.

Eine neue Studie lässt flüssiges Wasser auf der Oberfläche von Proxima b nun etwas wahrscheinlicher erscheinen. Ein britisches Team aus Astrophysikern und Meteorologen hat verschiedene Klimasimulationen für den berühmten Exoplaneten durchgeführt. Die Ergebnisse sind ermutigend: Die untersuchten Szenarien gingen mit wohltemperierten Zonen auf der Oberfläche von Proxima b einher, in denen Wasser flüssig bleiben würde. Flüssiges Wasser gilt als Voraussetzung für die Entstehung von Leben.

Proxima Centauri B (im Vordergrund, Illustration)

Eine neue Studie lässt flüssiges Wasser auf der Oberfläche von Proxima b nun etwas wahrscheinlicher erscheinen. Ein britisches Team aus Astrophysikern und Meteorologen hat verschiedene Klimasimulationen für den berühmten Exoplaneten durchgeführt. Die Ergebnisse sind ermutigend: Die untersuchten Szenarien gingen mit wohltemperierten Zonen auf der Oberfläche von Proxima b einher, in denen Wasser flüssig bleiben würde. Flüssiges Wasser gilt als Voraussetzung für die Entstehung von Leben.

Dies gilt den Forschern zufolge selbst für den Fall, dass der Planet seinem Stern stets dieselbe Seite zuwendet – ein Szenario, bei dem es zu extremen Temperaturunterschieden zwischen Tag- und Nachtseite käme. Einen wichtigen Aspekt blendete das Team in seiner Analyse allerdings aus: mögliche Strahlungsausbrüche des Sterns. Die könnten Teile der mutmaßlichen Planetenatmosphäre, etwa die Ozonschicht, ins All blasen – und damit die Bedingungen für die Entstehung von Leben drastisch verschlechtern.

Das Cetauri-Sternsystem

Dies gilt den Forschern zufolge selbst für den Fall, dass der Planet seinem Stern stets dieselbe Seite zuwendet – ein Szenario, bei dem es zu extremen Temperaturunterschieden zwischen Tag- und Nachtseite käme. Einen wichtigen Aspekt blendete das Team in seiner Analyse allerdings aus: mögliche Strahlungsausbrüche des Sterns. Die könnten Teile der mutmaßlichen Planetenatmosphäre, etwa die Ozonschicht, ins All blasen – und damit die Bedingungen für die Entstehung von Leben drastisch verschlechtern.

Manchmal sehen auch Wissenschaftler den Wald vor lauter Bäumen nicht – zumindest nicht, wenn diese in Trockengebieten der Erde wachsen. Diese Regionen nehmen 40 Prozent der Erdoberfläche ein, doch ihr Baumbestand wurde lange nur unzureichend erfasst. Jean-Francois Bastin von der Universität Brüssel und sein Team werteten deshalb mehr als 200.000 Flächen... (Foto: TERN Ausplots)

12. Mai 2017: Millionen Hektar Wald übersehen

Manchmal sehen auch Wissenschaftler den Wald vor lauter Bäumen nicht – zumindest nicht, wenn diese in Trockengebieten der Erde wachsen. Diese Regionen nehmen 40 Prozent der Erdoberfläche ein, doch ihr Baumbestand wurde lange nur unzureichend erfasst. Jean-Francois Bastin von der Universität Brüssel und sein Team werteten deshalb mehr als 200.000 Flächen... (Foto: TERN Ausplots)

...anhand von GoogleEarth-Bildern aus und errechneten daraus die tatsächliche Waldfläche in den ariden Regionen weltweit. Wie sie im Wissenschaftsmagazin Science berichten, wurden satte 467 Millionen Hektar Wald bislang übersehen. (Foto: TERN Ausplots)

467 Millionen Hektar Wald übersehen

...anhand von GoogleEarth-Bildern aus und errechneten daraus die tatsächliche Waldfläche in den ariden Regionen weltweit. Wie sie im Wissenschaftsmagazin Science berichten, wurden satte 467 Millionen Hektar Wald bislang übersehen. (Foto: TERN Ausplots)

Die Satellitenbilder dieser Gebiete seien nicht entsprechend gründlich analysiert worden oder die Vegetation entsprach vermeintlich nicht den gängigen Kriterien für Wald, so Bastin. (Foto: FAO/Faidutti)

Baobab-Bäume im Senegal

Die Satellitenbilder dieser Gebiete seien nicht entsprechend gründlich analysiert worden oder die Vegetation entsprach vermeintlich nicht den gängigen Kriterien für Wald, so Bastin. (Foto: FAO/Faidutti)

Damit vergrößert sich der Waldbestand in den Trockenregionen um bis zu 47 Prozent und weltweit immerhin noch um knapp ein Zehntel. Doch das ist leider nur eine Momentaufnahme: Wie in vielen Teilen der Erde wird gerade auch in diesen Gebieten rasch und stark abgeholzt. (Foto: TERN Ausplots)

Eukalyptusbäume in Südaustralien

Damit vergrößert sich der Waldbestand in den Trockenregionen um bis zu 47 Prozent und weltweit immerhin noch um knapp ein Zehntel. Doch das ist leider nur eine Momentaufnahme: Wie in vielen Teilen der Erde wird gerade auch in diesen Gebieten rasch und stark abgeholzt. (Foto: TERN Ausplots)

Zwischen Saturn und seinem auffälligen Ringsystem klafft eine große, weitgehend staubfreie Lücke. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher nach einer Analyse von Datenmaterial der Sonde Cassini. In einer spektakulären Tauchaktion hatte der Orbiter in der vergangenen Woche erstmals die weitgehend unerforschte Zone zwischen dem Planeten und seinen Ringen durchflogen. dpa

5. Mai 2017: Große Leere am Saturn

Zwischen Saturn und seinem auffälligen Ringsystem klafft eine große, weitgehend staubfreie Lücke. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher nach einer Analyse von Datenmaterial der Sonde Cassini. In einer spektakulären Tauchaktion hatte der Orbiter in der vergangenen Woche erstmals die weitgehend unerforschte Zone zwischen dem Planeten und seinen Ringen durchflogen.

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„Die Region zwischen den Ringen und Saturn ist offenbar eine große Leere“, sagte Cassini-Projektmanager Earl Maize (im Vordergrund). Das sind gute Nachrichten für die weitere Arbeit von Cassini, denn die Raumsonde kann nun zumindest einige der geplanten weiteren Tauchaktionen durchführen, ohne ihre scheibenförmige Antenne als Schutzschild gegen Staubpartikel einsetzen zu müssen. Das hatte zeitweise zu einer Unterbrechung des Funkkontakts zur Erde geführt. (Foto: Nasa/JPL-Caltech)

Cassini-Kontrollteam der Nasa

„Die Region zwischen den Ringen und Saturn ist offenbar eine große Leere“, sagte Cassini-Projektmanager Earl Maize (im Vordergrund). Das sind gute Nachrichten für die weitere Arbeit von Cassini, denn die Raumsonde kann nun zumindest einige der geplanten weiteren Tauchaktionen durchführen, ohne ihre scheibenförmige Antenne als Schutzschild gegen Staubpartikel einsetzen zu müssen. Das hatte zeitweise zu einer Unterbrechung des Funkkontakts zur Erde geführt. (Foto: Nasa/JPL-Caltech)

Cassini soll in den nächsten Monaten noch etliche Male in die Region zwischen Saturn und seinen Ringen eintauchen. Die Manöver bilden den Abschluss der Mission der 1997 gestarteten Raumsonde, die seit 2004 den Ringplaneten erforscht. Mitte September soll die 12.600 Kilogramm schwere Sonde dann in den Planeten stürzen. dpa

Finale der Cassini-Mission

Cassini soll in den nächsten Monaten noch etliche Male in die Region zwischen Saturn und seinen Ringen eintauchen. Die Manöver bilden den Abschluss der Mission der 1997 gestarteten Raumsonde, die seit 2004 den Ringplaneten erforscht. Mitte September soll die 12.600 Kilogramm schwere Sonde dann in den Planeten stürzen.

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Eine erstmals erspähte „Super-Erde“ könnte sich nach Ansicht ihrer Entdecker als ein aussichtsreicher Ort für die Suche nach Leben jenseits unseres Sonnensystems entpuppen. Der Exoplanet kreist rund 40 Lichtjahre von unserer Erde entfernt um den roten Zwergstern LHS 1140. dpa

21. April 2017: Ein neuer Kandidat für Leben im All

Eine erstmals erspähte „Super-Erde“ könnte sich nach Ansicht ihrer Entdecker als ein aussichtsreicher Ort für die Suche nach Leben jenseits unseres Sonnensystems entpuppen. Der Exoplanet kreist rund 40 Lichtjahre von unserer Erde entfernt um den roten Zwergstern LHS 1140.

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Als Super-Erden bezeichnen Astronomen Gesteinsplaneten, die größer sind als die Erde und deutlich mehr Masse besitzen. Zwar sind bereits rund 30 solcher Planeten bekannt (hier eine künstlerische Darstellung der möglichen Oberfläche des Exoplaneten Trappist-1f), bei dem neu entdeckten Himmelskörper bestünden jedoch beste Aussichten, schon bald nach Leben fahnden zu können, schreiben die Entdecker um den US-Astronomen Jason Dittmann im Fachblatt „Nature“. Denn mit seiner Entfernung von 40 Lichtjahren liegt der Exoplanet zwar außerhalb der Reichweite irdischer Raumschiffe, mit neuen, leistungsstärkeren Teleskopen ließe sich aber zumindest eine mögliche Atmosphäre bald erkunden. dpa

Exoplanet

Als Super-Erden bezeichnen Astronomen Gesteinsplaneten, die größer sind als die Erde und deutlich mehr Masse besitzen. Zwar sind bereits rund 30 solcher Planeten bekannt (hier eine künstlerische Darstellung der möglichen Oberfläche des Exoplaneten Trappist-1f), bei dem neu entdeckten Himmelskörper bestünden jedoch beste Aussichten, schon bald nach Leben fahnden zu können, schreiben die Entdecker um den US-Astronomen Jason Dittmann im Fachblatt „Nature“. Denn mit seiner Entfernung von 40 Lichtjahren liegt der Exoplanet zwar außerhalb der Reichweite irdischer Raumschiffe, mit neuen, leistungsstärkeren Teleskopen ließe sich aber zumindest eine mögliche Atmosphäre bald erkunden.

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Der neu entdeckte Exoplanet liegt im Sternbild Walfisch (Cetus), hat einen Durchmesser von etwa 18.000 Kilometern und fast sieben Mal so viel Masse wie unsere Erde. Die „Super-Erde“ umrundet ihren Zwergstern in relativ geringem Abstand einmal alle 25 Tage. Da der Stern jedoch nur ein Fünftel so groß ist wie unsere Sonne und entsprechend schwächer leuchtet, liegt die enge Umlaufbahn in der sogenannten bewohnbaren Zone, in der die Temperaturen die Existenz von flüssigem Wasser erlauben – eine der Voraussetzungen für Leben. (ESO/IAU and Sky & Telescope)

Position des Planeten im Sternbild Cetus

Der neu entdeckte Exoplanet liegt im Sternbild Walfisch (Cetus), hat einen Durchmesser von etwa 18.000 Kilometern und fast sieben Mal so viel Masse wie unsere Erde. Die „Super-Erde“ umrundet ihren Zwergstern in relativ geringem Abstand einmal alle 25 Tage. Da der Stern jedoch nur ein Fünftel so groß ist wie unsere Sonne und entsprechend schwächer leuchtet, liegt die enge Umlaufbahn in der sogenannten bewohnbaren Zone, in der die Temperaturen die Existenz von flüssigem Wasser erlauben – eine der Voraussetzungen für Leben. (ESO/IAU and Sky & Telescope)

Die Chancen, dass der Planet eine schützende Atmosphäre besitzt, die das Vorhandensein von Wasser begünstigt, stehen gut: Der Zwergstern LHS 1140 ist vergleichsweise ruhig und emittiert nur wenig hochenergetische Strahlung, die die Atmosphäre zerstören könnte. „Das ist der spannendste Planet, der mir in den vergangenen Jahrzehnten untergekommen ist“, betont Dittmann in einer Mitteilung seines Instituts. „Künftige Beobachtungen könnten uns ermöglichen, erstmals die Atmosphäre eines potenziell bewohnbaren Planeten nachzuweisen. Wir planen, nach Wasser und letztlich auch nach molekularem Sauerstoff zu suchen.“ AP

Zwergstern LHS 1140 mit Planet

Die Chancen, dass der Planet eine schützende Atmosphäre besitzt, die das Vorhandensein von Wasser begünstigt, stehen gut: Der Zwergstern LHS 1140 ist vergleichsweise ruhig und emittiert nur wenig hochenergetische Strahlung, die die Atmosphäre zerstören könnte. „Das ist der spannendste Planet, der mir in den vergangenen Jahrzehnten untergekommen ist“, betont Dittmann in einer Mitteilung seines Instituts. „Künftige Beobachtungen könnten uns ermöglichen, erstmals die Atmosphäre eines potenziell bewohnbaren Planeten nachzuweisen. Wir planen, nach Wasser und letztlich auch nach molekularem Sauerstoff zu suchen.“

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Das private US-Raumfahrtunternehmen SpaceX hat erstmals einen Satelliten mit einer wiederverwendeten Antriebsrakete ins Weltall geschickt. Die Falcon-Rakete startete in der Nacht zum Freitag pünktlich um 0.27 Uhr MESZ (18.27 Uhr Ortszeit) vom Kennedy Space Center im US-Bundesstaat Florida. dpa

31. März 2017: Elon Musk bringt Recycling-Rakete ins All

Das private US-Raumfahrtunternehmen SpaceX hat erstmals einen Satelliten mit einer wiederverwendeten Antriebsrakete ins Weltall geschickt. Die Falcon-Rakete startete in der Nacht zum Freitag pünktlich um 0.27 Uhr MESZ (18.27 Uhr Ortszeit) vom Kennedy Space Center im US-Bundesstaat Florida.

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Knapp zehn Minuten später landete die Rakete auf einer schwimmenden Plattform im Atlantik. Die zweite Stufe der Rakete brachte den Satelliten SES-10 in seine Umlaufbahn, von wo aus er Signale nach Südamerika und Mexiko weiterleiten soll. Reuters

Landung der Falcon-Rakete

Knapp zehn Minuten später landete die Rakete auf einer schwimmenden Plattform im Atlantik. Die zweite Stufe der Rakete brachte den Satelliten SES-10 in seine Umlaufbahn, von wo aus er Signale nach Südamerika und Mexiko weiterleiten soll.

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„Das ist ein großer Tag“, sagte SpaceX-Gründer Elon Musk, nachdem die Antriebsrakete wieder gelandet war. Dies sei ein unglaublicher Meilenstein für die Geschichte der Raumfahrt. Musk sagte voraus, dass damit eine Revolution der Raumfahrtflüge einhergehen werde. dpa

Elon Musk

„Das ist ein großer Tag“, sagte SpaceX-Gründer Elon Musk, nachdem die Antriebsrakete wieder gelandet war. Dies sei ein unglaublicher Meilenstein für die Geschichte der Raumfahrt. Musk sagte voraus, dass damit eine Revolution der Raumfahrtflüge einhergehen werde.

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Raumfahrt-Fans, die den Einsatz im SpaceX-Hauptquartier südlich von Los Angeles in Kalifornien mitverfolgten, jubelten während jeder der erfolgreich abgeschlossenen Phasen des Fluges begeistert. AFP; Files; Francois Guillot

Rakete auf Kurs

Raumfahrt-Fans, die den Einsatz im SpaceX-Hauptquartier südlich von Los Angeles in Kalifornien mitverfolgten, jubelten während jeder der erfolgreich abgeschlossenen Phasen des Fluges begeistert.

Bild: AFP; Files; Francois Guillot

Landen, auftanken, erneut starten – das ist eines der großen künftigen Ziele von SpaceX. Das Unternehmen will mit dem Recycling von Raketen die Kosten für die Raumfahrt insgesamt extrem senken. AP

Falcon-Rakete nach der Landung

Landen, auftanken, erneut starten – das ist eines der großen künftigen Ziele von SpaceX. Das Unternehmen will mit dem Recycling von Raketen die Kosten für die Raumfahrt insgesamt extrem senken.

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Die für den Versuch genutzte Rakete war vor fast genau einem Jahr zum ersten Mal Richtung All gestartet – für die US-Raumfahrtagentur Nasa und deren Raumstation. dpa

Recycling-Rakete unterwegs

Die für den Versuch genutzte Rakete war vor fast genau einem Jahr zum ersten Mal Richtung All gestartet – für die US-Raumfahrtagentur Nasa und deren Raumstation.

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SES, der Hersteller des Satelliten, bekam einen Rabatt auf den Transport, nachdem sich das Unternehmen einverstanden erklärt hatte, dass die recycelte Rakete für den Flug benutzt wird. Über die Höhe des Preisnachlasses wurde nichts bekannt. AP

Rabatt für den Satelliten-Hersteller

SES, der Hersteller des Satelliten, bekam einen Rabatt auf den Transport, nachdem sich das Unternehmen einverstanden erklärt hatte, dass die recycelte Rakete für den Flug benutzt wird. Über die Höhe des Preisnachlasses wurde nichts bekannt.

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Es gehe bei der Aktion nicht nur ums Sparen, sagte SES-Technikchef Martin Halliwell (r.). „Es ist ein großer Schritt für jedermann – etwas, das noch nie zuvor gemacht wurde.“ Entsprechend begeistert äußerte sich Halliwell denn auch nach dem erfolgreichen Versuch: „Absolut verblüffend“, sagte er. AP

Elon Musk und Martin Halliwell (SES)

Es gehe bei der Aktion nicht nur ums Sparen, sagte SES-Technikchef Martin Halliwell (r.). „Es ist ein großer Schritt für jedermann – etwas, das noch nie zuvor gemacht wurde.“ Entsprechend begeistert äußerte sich Halliwell denn auch nach dem erfolgreichen Versuch: „Absolut verblüffend“, sagte er.

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SpaceX will in diesem Jahr sechs wiederverwendete Antriebsraketen auf eine erneute Mission schicken. In den vergangenen 15 Jahren hat SpaceX laut Musk mindestens eine Milliarde Dollar in die Wiederverwendbarkeit von Raketen investiert. Ein Betrag, den das Unternehmen erst wieder erwirtschaften müsse. Reuters

Weitere Starts noch in diesem jahr

SpaceX will in diesem Jahr sechs wiederverwendete Antriebsraketen auf eine erneute Mission schicken. In den vergangenen 15 Jahren hat SpaceX laut Musk mindestens eine Milliarde Dollar in die Wiederverwendbarkeit von Raketen investiert. Ein Betrag, den das Unternehmen erst wieder erwirtschaften müsse.

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Mit einer künstlichen Super-Sonne suchen Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) nach Verfahren zur Herstellung von besseren Treibstoffen, vor allem für große Flugzeuge. Da es in der Natur keine stabilen Lichtverhältnisse gibt, wurde der Sonnensimulator „Synlight“ geschaffen, der nun am Donnerstag in Jülich in Betrieb ging. Gebündelt auf einen kleinen Fleck ist die Lichtkonzentration dort so stark wie die von 10 000 Sonnen. (Foto: DLR/Markus Hauschild)

24. März 2017: Hell wie 10.000 Sonnen

Mit einer künstlichen Super-Sonne suchen Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) nach Verfahren zur Herstellung von besseren Treibstoffen, vor allem für große Flugzeuge. Da es in der Natur keine stabilen Lichtverhältnisse gibt, wurde der Sonnensimulator „Synlight“ geschaffen, der nun am Donnerstag in Jülich in Betrieb ging. Gebündelt auf einen kleinen Fleck ist die Lichtkonzentration dort so stark wie die von 10 000 Sonnen. (Foto: DLR/Markus Hauschild)

Die Anlage besteht aus 149 Lampen, wie sie normalerweise für Großkino-Projektoren verwendet werden. Das Licht ist dem der Sonne sehr ähnlich, wie DLR-Projektleiter Kai Wieghardt sagte. Im Fokus der Lampen entstehen Temperaturen bis zu 3000 Grad Celsius. dpa

Temperaturen bis 3000 Grad

Die Anlage besteht aus 149 Lampen, wie sie normalerweise für Großkino-Projektoren verwendet werden. Das Licht ist dem der Sonne sehr ähnlich, wie DLR-Projektleiter Kai Wieghardt sagte. Im Fokus der Lampen entstehen Temperaturen bis zu 3000 Grad Celsius.

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Die innen verspiegelten Lampenschirme haben einen Durchmesser von einem Meter und sind auf einer 14 Meter hohen und 16 Meter breiten Fläche wabenförmig angeordnet. In vier Stunden Betrieb verbraucht die Anlage so viel Strom wie ein vierköpfiger Haushalt in einem Jahr. (Foto: DLR/Markus Hauschild)

Energiehungrige Super-Sonne

Die innen verspiegelten Lampenschirme haben einen Durchmesser von einem Meter und sind auf einer 14 Meter hohen und 16 Meter breiten Fläche wabenförmig angeordnet. In vier Stunden Betrieb verbraucht die Anlage so viel Strom wie ein vierköpfiger Haushalt in einem Jahr. (Foto: DLR/Markus Hauschild)

Mit der Super-Sonne soll künftig Wasserstoff aus Wasser abgespalten werden. Wasserstoff gilt als besonders umweltfreundlicher Treibstoff der Zukunft. Das DLR-Solarinstitut will mit ihrem relativen neuen Ansatz wirtschaftlicher als herkömmliche Verfahren sein. (Foto: DLR/Markus Hauschild)

Wasserstoff als Treibstoff der Zukunft

Mit der Super-Sonne soll künftig Wasserstoff aus Wasser abgespalten werden. Wasserstoff gilt als besonders umweltfreundlicher Treibstoff der Zukunft. Das DLR-Solarinstitut will mit ihrem relativen neuen Ansatz wirtschaftlicher als herkömmliche Verfahren sein. (Foto: DLR/Markus Hauschild)

Darüber hinaus wollen die Forscher mit Tests in der Anlage die Effizienz von Solarkraftwerken verbessern und Alterungsprozesse von Materialien unter Einwirkung von UV-Strahlung untersuchen. Diese Aspekte spielen vor allem für Raumfahrt und Industrie eine Rolle. dpa

Effizientere Solarkraftwerke

Darüber hinaus wollen die Forscher mit Tests in der Anlage die Effizienz von Solarkraftwerken verbessern und Alterungsprozesse von Materialien unter Einwirkung von UV-Strahlung untersuchen. Diese Aspekte spielen vor allem für Raumfahrt und Industrie eine Rolle.

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Der Baumfrosch ( Hypsiboas punctatus) ist in den südamerikanischen Tropen weit verbreitet und kommt selbst in Städten vor. Unter normalen Lichtbedingungen wirkt er recht gewöhnlich mit seiner grünen Haut, die von kleinen roten Punkten übersät ist – ein Frosch wie viele andere seiner Laubfroschfamilie. Doch unter UV-Licht ändert sich dies dramatisch. AFP; Files; Francois Guillot

17. März 2017: Lichtstarker Leuchtfrosch

Der Baumfrosch (Hypsiboas punctatus) ist in den südamerikanischen Tropen weit verbreitet und kommt selbst in Städten vor. Unter normalen Lichtbedingungen wirkt er recht gewöhnlich mit seiner grünen Haut, die von kleinen roten Punkten übersät ist – ein Frosch wie viele andere seiner Laubfroschfamilie. Doch unter UV-Licht ändert sich dies dramatisch.

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Dann beginnt er hell grün und blau zu fluoreszieren, wie Julían Faivovich und Carlos Taboada von der Universidad de Buenos Aires herausgefunden haben. Der kleine Lurch ist die erste bekannte Amphibie mit dieser Eigenschaft: Seine Haut absorbiert Licht kurzer Wellenlänge und strahlt es längerwellig wieder ab. Das kommt unter Landtieren selten vor und wurde bislang nur bei Papageien und Skorpionen nachgewiesen. Bei Meerestieren ist Fluoreszenz dagegen häufiger anzutreffen – sogar Meeresschildkröten leuchten, wie 2015 entdeckt wurde. AFP; Files; Francois Guillot

Seltene Fluoreszenz

Dann beginnt er hell grün und blau zu fluoreszieren, wie Julían Faivovich und Carlos Taboada von der Universidad de Buenos Aires herausgefunden haben. Der kleine Lurch ist die erste bekannte Amphibie mit dieser Eigenschaft: Seine Haut absorbiert Licht kurzer Wellenlänge und strahlt es längerwellig wieder ab. Das kommt unter Landtieren selten vor und wurde bislang nur bei Papageien und Skorpionen nachgewiesen. Bei Meerestieren ist Fluoreszenz dagegen häufiger anzutreffen – sogar Meeresschildkröten leuchten, wie 2015 entdeckt wurde.

Bild: AFP; Files; Francois Guillot

Um das Licht umzuwandeln und wieder zu emittieren, setzt Hypsiboas punctatus auf im Tierreich bisher einzigartige fluoreszierende Moleküle, die in seiner Haut, dem Lymphgewebe und Drüsensekreten vorkommen. Damit ist der Frosch überraschend lichtstark: Er gibt etwa 18 Prozent des Lichts eines hell leuchtenden Vollmonds ab und lockt damit womöglich Partner an. AFP; Files; Francois Guillot

Überraschend leuchtstark

Um das Licht umzuwandeln und wieder zu emittieren, setzt Hypsiboas punctatus auf im Tierreich bisher einzigartige fluoreszierende Moleküle, die in seiner Haut, dem Lymphgewebe und Drüsensekreten vorkommen. Damit ist der Frosch überraschend lichtstark: Er gibt etwa 18 Prozent des Lichts eines hell leuchtenden Vollmonds ab und lockt damit womöglich Partner an.

Bild: AFP; Files; Francois Guillot

Eine Großlawine ist in dieser Woche im Schweizer Kanton Wallis abgegangen. Es war die größte Lawine in der Region seit elf Jahren. Das Besondere dabei: Die Schneemassen wurden absichtlich in Fahrt gebracht, von Forschern in einem abgesperrten Testgelände. dpa

10. März 2017: Forscher lösen Großlawine aus

Eine Großlawine ist in dieser Woche im Schweizer Kanton Wallis abgegangen. Es war die größte Lawine in der Region seit elf Jahren. Das Besondere dabei: Die Schneemassen wurden absichtlich in Fahrt gebracht, von Forschern in einem abgesperrten Testgelände.

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Mitarbeiter der Wissenschaftler warfen aus einem Hubschrauber einige Sprengkapseln. Die Detonation erzeugte eine Druckwelle, wodurch sich gewaltige Schneemassen lösten und zu Tal rasten. dpa

Durch Sprengkapseln ausgelöst

Mitarbeiter der Wissenschaftler warfen aus einem Hubschrauber einige Sprengkapseln. Die Detonation erzeugte eine Druckwelle, wodurch sich gewaltige Schneemassen lösten und zu Tal rasten.

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Aufgezeichnet wurde der spektakuläre Versuch mit Video- und Thermobildkameras, Laserscannern und anderen Geräten. Die Auswertung der Daten soll helfen, die Bewegungen großer Lawinen besser zu verstehen, um geeignete Schutzmaßnahmen für Gebäude und Straßen zu entwickeln. dpa

Forschen für besseren Lawinenschutz

Aufgezeichnet wurde der spektakuläre Versuch mit Video- und Thermobildkameras, Laserscannern und anderen Geräten. Die Auswertung der Daten soll helfen, die Bewegungen großer Lawinen besser zu verstehen, um geeignete Schutzmaßnahmen für Gebäude und Straßen zu entwickeln.

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Watschelten Pinguine schon zu Zeiten der Dinosaurier über unseren Planeten?  Das vermuten Forscher nach dem Fund eines fossilen Riesenpinguins, über den sie im Fachjournal „The Science of Nature“ berichten. Die Überreste stammen aus dem Zeitalter des Paläozäns, sie sind also etwa 61 Millionen Jahre alt. Die Dinosaurier starben vor ungefähr 65 Millionen Jahren aus. (Foto: Chris Gaskin/Geology Museum University of Otago)

24. Februar 2017: Ein Pinguin im Dino-Land

Watschelten Pinguine schon zu Zeiten der Dinosaurier über unseren Planeten?  Das vermuten Forscher nach dem Fund eines fossilen Riesenpinguins, über den sie im Fachjournal „The Science of Nature“ berichten. Die Überreste stammen aus dem Zeitalter des Paläozäns, sie sind also etwa 61 Millionen Jahre alt. Die Dinosaurier starben vor ungefähr 65 Millionen Jahren aus. (Foto: Chris Gaskin/Geology Museum University of Otago)

Die Überreste des etwa eineinhalb Meter messenden Tieres gehören zu den ältesten Pinguin-Fossilien weltweit, so Gerald Mayr, Wissenschaftler des Senckenberg-Instituts in Frankfurt. Die Knochen wurden am Waipara-Fluss auf der Südinsel Neuseelands gefunden. Die Fundstelle ist bekannt für Vogelfossilien, die rund vier Millionen Jahre nach dem Aussterben der Dinosaurier in Meeressand eingebettet wurden. (Illustration: Senckenberg Gesellschaft)

Größenvergleich

Die Überreste des etwa eineinhalb Meter messenden Tieres gehören zu den ältesten Pinguin-Fossilien weltweit, so Gerald Mayr, Wissenschaftler des Senckenberg-Instituts in Frankfurt. Die Knochen wurden am Waipara-Fluss auf der Südinsel Neuseelands gefunden. Die Fundstelle ist bekannt für Vogelfossilien, die rund vier Millionen Jahre nach dem Aussterben der Dinosaurier in Meeressand eingebettet wurden. (Illustration: Senckenberg Gesellschaft)

Die Knochen unterschieden sich wesentlich von anderen, gleichaltrigen Funden, schreiben die Forscher. Der gefundene Beinknochen erinnere mehr an heutige Königspinguine. Die Vielfalt der Pinguine im Paläozän sei demnach wohl größer gewesen als bisher vermutet. „Diese Vielfalt weist wiederum darauf hin, dass die ersten Vertreter der Pinguine wahrscheinlich schon im Zeitalter der Dinosaurier vor mehr als 65 Millionen Jahren entstanden“, so Mayr. dpa

Fußknochen des fossilen Riesenpinguins (l.) und eines heutigen Kaiserpinguins

Die Knochen unterschieden sich wesentlich von anderen, gleichaltrigen Funden, schreiben die Forscher. Der gefundene Beinknochen erinnere mehr an heutige Königspinguine. Die Vielfalt der Pinguine im Paläozän sei demnach wohl größer gewesen als bisher vermutet. „Diese Vielfalt weist wiederum darauf hin, dass die ersten Vertreter der Pinguine wahrscheinlich schon im Zeitalter der Dinosaurier vor mehr als 65 Millionen Jahren entstanden“, so Mayr.

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Auch Fächerfische haben ihre starke Seite: Einzelne Exemplare dieser großen Raubfische attackieren ihre Beute entweder bevorzugt von links oder von rechts, berichten Forscher des Berliner Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) im Fachjournal „Current Biology“. Das macht die Tiere, die oft in größeren Gruppen auf Beutezug gehen, unberechenbar: Nähern sie sich etwa einem Sardinenschwarm, können sie von links und rechts Angriffe starten. dpa

17. Februar 2017: Unberechenbare Meeresräuber

Auch Fächerfische haben ihre starke Seite: Einzelne Exemplare dieser großen Raubfische attackieren ihre Beute entweder bevorzugt von links oder von rechts, berichten Forscher des Berliner Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) im Fachjournal „Current Biology“. Das macht die Tiere, die oft in größeren Gruppen auf Beutezug gehen, unberechenbar: Nähern sie sich etwa einem Sardinenschwarm, können sie von links und rechts Angriffe starten.

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Fächerfische (Istiophorus platypterus) sind große Raubfische, die in vielen tropischen und subtropischen Regionen im offenen Ozean vorkommen. Charakteristisch ist neben der segelartigen Rückenflosse die lange, spitze Schnauze, auch Schnabel genannt. Zudem gelten die Tiere mit bis zu etwa 100 Kilometern pro Stunde Schwimmgeschwindigkeit als die schnellsten Fische überhaupt. dpa

Die schnellsten Fischer der Welt

Fächerfische (Istiophorus platypterus) sind große Raubfische, die in vielen tropischen und subtropischen Regionen im offenen Ozean vorkommen. Charakteristisch ist neben der segelartigen Rückenflosse die lange, spitze Schnauze, auch Schnabel genannt. Zudem gelten die Tiere mit bis zu etwa 100 Kilometern pro Stunde Schwimmgeschwindigkeit als die schnellsten Fische überhaupt.

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Die Vorliebe für eine Seite verteilt sich nach Erkenntnissen der Forscher im Verhältnis 50 zu 50. „Die Fächerfische treten meist in ziemlich großen Gruppen auf und wechseln sich mit ihren ganz schnellen, kontrollierten Angriffen ab“, so Ralf Kurvers, einer der an der Untersuchung vor der mexikanischen Küste beteiligten Forscher. Seine Kollegen und er schauten sich zudem die Waffen der Raubfische an: Abnutzungsspuren an den kleinen Zähnen auf den Schnäbeln bestätigten, dass viele der Raubfische bevorzugt von einer Seite angreifen. (Foto: dpa)

Fächerfisch

Die Vorliebe für eine Seite verteilt sich nach Erkenntnissen der Forscher im Verhältnis 50 zu 50. „Die Fächerfische treten meist in ziemlich großen Gruppen auf und wechseln sich mit ihren ganz schnellen, kontrollierten Angriffen ab“, so Ralf Kurvers, einer der an der Untersuchung vor der mexikanischen Küste beteiligten Forscher. Seine Kollegen und er schauten sich zudem die Waffen der Raubfische an: Abnutzungsspuren an den kleinen Zähnen auf den Schnäbeln bestätigten, dass viele der Raubfische bevorzugt von einer Seite angreifen. (Foto: dpa)

Der Fleiß von Bienen ist sprichwörtlich: Ob als Honigproduzenten oder Pflanzenbestäuber, die Arbeit der Insekten ist für den Menschen segensreich – und einträglich. Auf über 150 Milliarden Euro berechneten Forscher vor einigen Jahren den Nutzen für die Landwirtschaft allein durch die Bestäubungsleistung der Bienen. Doch Umweltgifte und Parasiten setzen den Bienenvölkern weltweit zu. Ein japanischer Forscher hat sich nun Gedanken gemacht, wer die Arbeit des Bestäubens übernehmen könnte, falls das Bienensterben andauert. dpa

10. Februar 2017: Mini-Drohne soll Bienen ersetzen

Der Fleiß von Bienen ist sprichwörtlich: Ob als Honigproduzenten oder Pflanzenbestäuber, die Arbeit der Insekten ist für den Menschen segensreich – und einträglich. Auf über 150 Milliarden Euro berechneten Forscher vor einigen Jahren den Nutzen für die Landwirtschaft allein durch die Bestäubungsleistung der Bienen. Doch Umweltgifte und Parasiten setzen den Bienenvölkern weltweit zu. Ein japanischer Forscher hat sich nun Gedanken gemacht, wer die Arbeit des Bestäubens übernehmen könnte, falls das Bienensterben andauert.

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Eijiro Miyako hat eine Drohne entwickelt, die sich im Sturzflug über Blütenkelche hermacht, wie dieses Video zeigt. An ihrer Unterseite befestigt ist ein Pinsel aus Pferdehaar, der mit einem speziellen Gel bestrichen ist. Das Gel sorgt dafür, dass Pollen an dem Pinsel haften bleibt, wenn die mit vier kleinen Rotoren ausgestattete Drohne in den Pflanzenkelch fliegt. Gleichzeitig ist die Substanz aber nicht so klebrig, dass der Pollen dauerhaft anhaftet. Beim Besuch der nächsten Blüte wird die alte Pollenfracht im Vorbeiflug abgestreift und neue aufgesammelt. (Illustration: Eijiro Miyako)

Im Sturzflug in die Blüte

Eijiro Miyako hat eine Drohne entwickelt, die sich im Sturzflug über Blütenkelche hermacht, wie dieses Video zeigt. An ihrer Unterseite befestigt ist ein Pinsel aus Pferdehaar, der mit einem speziellen Gel bestrichen ist. Das Gel sorgt dafür, dass Pollen an dem Pinsel haften bleibt, wenn die mit vier kleinen Rotoren ausgestattete Drohne in den Pflanzenkelch fliegt. Gleichzeitig ist die Substanz aber nicht so klebrig, dass der Pollen dauerhaft anhaftet. Beim Besuch der nächsten Blüte wird die alte Pollenfracht im Vorbeiflug abgestreift und neue aufgesammelt. (Illustration: Eijiro Miyako)

Im Labor funktionierte der Bienenersatzroboter bereits zufriedenstellend. Miyako und sein Team wollen ihre Drohne nun technisch noch weiter aufrüsten: Mit GPS-Navi und besserer Rechnerausstattung soll der Roboter irgendwann in der Lage sein, ein zu bestäubendes Feld eigenständig abzuarbeiten. In einer Hinsicht allerdings ist die Drohne ihrem tierischen Vorbild hoffnungslos unterlegen: Sie produziert keinen Honig. – Ganz ohne Bienen wäre die Welt eben doch viel ärmer.

Mini-Drohe für Bestäubung

Im Labor funktionierte der Bienenersatzroboter bereits zufriedenstellend. Miyako und sein Team wollen ihre Drohne nun technisch noch weiter aufrüsten: Mit GPS-Navi und besserer Rechnerausstattung soll der Roboter irgendwann in der Lage sein, ein zu bestäubendes Feld eigenständig abzuarbeiten. In einer Hinsicht allerdings ist die Drohne ihrem tierischen Vorbild hoffnungslos unterlegen: Sie produziert keinen Honig. – Ganz ohne Bienen wäre die Welt eben doch viel ärmer.

Die Europäische Weltraumorganisation Esa hat Bilder der Nordpol-Eiskappe des Planeten Mars veröffentlicht. Die Eisschichten, die sich über eine Fläche von mehr als 1000 Kilometer erstrecken, sind bis zu etwa zwei Kilometer dick, wie Radarmessungen ergaben. Ihre auffällige Spiralform geht vermutlich auf starke Winde zurück, ähnlich den irdischen Hurrikans. dpa

3. Februar 2017: Eisspirale am Mars-Nordpol

Die Europäische Weltraumorganisation Esa hat Bilder der Nordpol-Eiskappe des Planeten Mars veröffentlicht. Die Eisschichten, die sich über eine Fläche von mehr als 1000 Kilometer erstrecken, sind bis zu etwa zwei Kilometer dick, wie Radarmessungen ergaben. Ihre auffällige Spiralform geht vermutlich auf starke Winde zurück, ähnlich den irdischen Hurrikans.

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Die Eiskappe besteht aus einem Gemisch aus Wassereis und Eis aus Kohlendioxid. Im Marswinter fallen die Temperaturen auf unter minus 125 Grad Celsius. Dann kondensiert ein Teil des Kohlendioxids aus der Marsatmosphäre zu Eis und rieselt auf den Boden. Nach dem Winter geht das Kohlendioxid-Eis vom festen direkt in den gasförmigen Zustand über, lässt aber die Wassereisschichten zurück. dpa

Extreme Wintertemperaturen

Die Eiskappe besteht aus einem Gemisch aus Wassereis und Eis aus Kohlendioxid. Im Marswinter fallen die Temperaturen auf unter minus 125 Grad Celsius. Dann kondensiert ein Teil des Kohlendioxids aus der Marsatmosphäre zu Eis und rieselt auf den Boden. Nach dem Winter geht das Kohlendioxid-Eis vom festen direkt in den gasförmigen Zustand über, lässt aber die Wassereisschichten zurück.

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Auffällig auf den Bildern ist ein großer Graben, „die nördliche Schlucht“, die fast 500 Kilometer lang und bis zu 100 Kilometer breit ist. An den steilen Abhängen sind Schichtungen zu sehen, die – ähnlich Baumringen – den jahreszeitlichen Wechsel von Eisablagerung und Staubbedeckung durch die Marsstürme widerspiegeln. Aus diesen Schichtprofilen können Forschern Aufschlüsse über die Entwicklung des Marsklimas gewinnen. dpa

Auffälliger Graben

Auffällig auf den Bildern ist ein großer Graben, „die nördliche Schlucht“, die fast 500 Kilometer lang und bis zu 100 Kilometer breit ist. An den steilen Abhängen sind Schichtungen zu sehen, die – ähnlich Baumringen – den jahreszeitlichen Wechsel von Eisablagerung und Staubbedeckung durch die Marsstürme widerspiegeln. Aus diesen Schichtprofilen können Forschern Aufschlüsse über die Entwicklung des Marsklimas gewinnen.

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Wer an eine Raumstation auf dem Mond denkt, dem kommen wohl vor allem funktionale Bauten in den Sinn, die auf das Überleben unter den extremen Bedingungen des Erdtrabanten sicher stellen sollen. Jorge Rubio vom Advanced Concepts Team der Weltraumbehörde Esa hat da andere Vorstellungen: Er will Raumfahrern auch einen Ort der Kontemplation geben - und hat einen Tempel für den Mond entworfen. (Foto: Jorge Rubio/Esa)

Ein Tempel auf dem Mond

Wer an eine Raumstation auf dem Mond denkt, dem kommen wohl vor allem funktionale Bauten in den Sinn, die auf das Überleben unter den extremen Bedingungen des Erdtrabanten sicher stellen sollen. Jorge Rubio vom Advanced Concepts Team der Weltraumbehörde Esa hat da andere Vorstellungen: Er will Raumfahrern auch einen Ort der Kontemplation geben - und hat einen Tempel für den Mond entworfen. (Foto: Jorge Rubio/Esa)

Als Standort des Kuppelbaus hat der Esa-Künstler den Rand des Shackleton-Kraters in der Nähe des Mond-Südpols ins Auge gefasst. Ein Ort, der praktisch rund um die Uhr von der Sonne beschienen wird... (Foto: Jorge Rubio/Esa)

Tempel im Sonnenlicht

Als Standort des Kuppelbaus hat der Esa-Künstler den Rand des Shackleton-Kraters in der Nähe des Mond-Südpols ins Auge gefasst. Ein Ort, der praktisch rund um die Uhr von der Sonne beschienen wird... (Foto: Jorge Rubio/Esa)

...während im Inneren des Kraters ewige Dunkelheit herrscht. (Foto: Jorge Rubio/Esa)

Shackleton-Krater

...während im Inneren des Kraters ewige Dunkelheit herrscht. (Foto: Jorge Rubio/Esa)

Der Mondtempel nach den Vorstellungen Rubios wäre ein riesiger Kuppelbau mit zwei Öffnungen: Die eine gibt den Blick frei auf die ferne Erde... (Foto: Jorge Rubio/Esa)

Blick aus dem Tempel auf die Erde

Der Mondtempel nach den Vorstellungen Rubios wäre ein riesiger Kuppelbau mit zwei Öffnungen: Die eine gibt den Blick frei auf die ferne Erde... (Foto: Jorge Rubio/Esa)

...während die Öffnung an der Oberseite Ausblicke in die Tiefe des Alls ermöglicht. (Foto: Jorge Rubio/Esa)

Blick in die Tiefe des Alls

...während die Öffnung an der Oberseite Ausblicke in die Tiefe des Alls ermöglicht. (Foto: Jorge Rubio/Esa)

Für Rubio soll der Mondtempel den künftigen Bewohnern des Erdtrabanten eigene Möglichkeiten zur sozialen Interaktion und zur Entwicklung neuer Formen von Kult und Ritual eröffnen. „Die Besiedlung des Mondes wäre die perfekte Chane für einen Neustart an einem Ort ohne soziale Konventionen, ohne Nationen und ohne Religion“, so der Künstler. „Dieser Tempel ist gedacht als eine mythische und universelle Struktur, um die Menschen in neuer Umgebung auf neuen Wegen zusammenzubringen.“ (Foto: Jorge Rubio/Esa)

Tempel auf dem Mond

Für Rubio soll der Mondtempel den künftigen Bewohnern des Erdtrabanten eigene Möglichkeiten zur sozialen Interaktion und zur Entwicklung neuer Formen von Kult und Ritual eröffnen. „Die Besiedlung des Mondes wäre die perfekte Chane für einen Neustart an einem Ort ohne soziale Konventionen, ohne Nationen und ohne Religion“, so der Künstler. „Dieser Tempel ist gedacht als eine mythische und universelle Struktur, um die Menschen in neuer Umgebung auf neuen Wegen zusammenzubringen.“ (Foto: Jorge Rubio/Esa)

Donald Trump hat einen neuen Namensvetter: „Neopalpa donaldtrumpi“ – eine Motten-Art, die der kanadische Insektenforscher Vazrick Nazari neu entdeckt hat. Gelblich-weiße Schuppen auf dem Kopf der Motte... (Foto: dpa)

20. Januar 2017: Eine Motte für den Präsidenten

Donald Trump hat einen neuen Namensvetter: „Neopalpa donaldtrumpi“ – eine Motten-Art, die der kanadische Insektenforscher Vazrick Nazari neu entdeckt hat. Gelblich-weiße Schuppen auf dem Kopf der Motte... (Foto: dpa)

...erinnerten ihn an Trumps Frisur und brachten ihn auf die Idee, die Motte nach dem neuen US-Präsidenten zu benennen, schreibt Nazari im Fachmagazin „ZooKeys“. dpa

Donald Trump als Wachsfigur

...erinnerten ihn an Trumps Frisur und brachten ihn auf die Idee, die Motte nach dem neuen US-Präsidenten zu benennen, schreibt Nazari im Fachmagazin „ZooKeys“.

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Der Forscher entdeckte die neue Art durch einen Vergleich gesammelter Exemplare des Bohart Museums of Entomology in Kalifornien. Ursprünglich wurde „N. donaldtrumpi“ für einen Vertreter der erst 1998 erstmals beschriebenen Art „Neopalpa neonata“ gehalten. Mit Hilfe einer DNA-Untersuchung konnte Nazari jedoch eine eigene Mottenart nachweisen, die in Mexiko und Kalifornien zu Hause ist. Reuters

Die „Haarpracht“ von Neopalpa donaldtrumpi

Der Forscher entdeckte die neue Art durch einen Vergleich gesammelter Exemplare des Bohart Museums of Entomology in Kalifornien. Ursprünglich wurde „N. donaldtrumpi“ für einen Vertreter der erst 1998 erstmals beschriebenen Art „Neopalpa neonata“ gehalten. Mit Hilfe einer DNA-Untersuchung konnte Nazari jedoch eine eigene Mottenart nachweisen, die in Mexiko und Kalifornien zu Hause ist.

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Die Motte lebt in dicht besiedelten Gebieten, ihre Population sei daher gefährdet, so der Forscher. „N. donaldtrumpi“ ist übrigens nicht das erste Insekt, das an Trumps Frisur erinnert. Bereits vor vier Jahren wurde die stark behaarte Raupe „Megalopyge opercularis“ im Internet als „Donald Trump caterpillar“ oder auch „Trumpapillar“, also als „Donald-Trump-Raupe“ berühmt.

Donald-Trump-Raupe Megalopyge opercularis

Die Motte lebt in dicht besiedelten Gebieten, ihre Population sei daher gefährdet, so der Forscher. „N. donaldtrumpi“ ist übrigens nicht das erste Insekt, das an Trumps Frisur erinnert. Bereits vor vier Jahren wurde die stark behaarte Raupe „Megalopyge opercularis“ im Internet als „Donald Trump caterpillar“ oder auch „Trumpapillar“, also als „Donald-Trump-Raupe“ berühmt.

Nur von erneuerbaren Energien angetrieben, soll ein umgebautes Segelrennschiff ab dem Frühjahr die Welt umrunden. Die Weltumsegelung der „Energy Observer“ wird sechs Jahre dauern, teilten die Projektleiter bei der Präsentation im Unesco-Hauptquartier in Paris mit. Die „Energy Observer“ wird ausschließlich von Sonne, Wind und selbst generiertem Wasserstoff angetrieben. AP

13. Januar 2017: Emissionsfrei um die Welt im Rennboot

Nur von erneuerbaren Energien angetrieben, soll ein umgebautes Segelrennschiff ab dem Frühjahr die Welt umrunden. Die Weltumsegelung der „Energy Observer“ wird sechs Jahre dauern, teilten die Projektleiter bei der Präsentation im Unesco-Hauptquartier in Paris mit. Die „Energy Observer“ wird ausschließlich von Sonne, Wind und selbst generiertem Wasserstoff angetrieben.

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Das frühere Rennboot, das neben anderen Segelregatten 1994 unter anderem die Jules Verne Trophy gewonnen hat, wurde für die Weltumrundung mit Sonnenkollektoren, Windturbinen und einem Wasserstoffbrennstoffzellen-System ausgestattet. Das 30,5 Meter lange Schiff hat einen Wert von fünf Millionen Euro und liegt momentan in einer Werft in Saint-Malo in der Bretagne, von wo aus es im Frühjahr erstmals die Segel setzen soll. (Foto: pr)

Start im Frühjahr

Das frühere Rennboot, das neben anderen Segelregatten 1994 unter anderem die Jules Verne Trophy gewonnen hat, wurde für die Weltumrundung mit Sonnenkollektoren, Windturbinen und einem Wasserstoffbrennstoffzellen-System ausgestattet. Das 30,5 Meter lange Schiff hat einen Wert von fünf Millionen Euro und liegt momentan in einer Werft in Saint-Malo in der Bretagne, von wo aus es im Frühjahr erstmals die Segel setzen soll. (Foto: pr)

Der erste von 101 Stopps in 50 Ländern soll in Paris sein. Hinter dem 2015 konzipierten Projekt stecken die Skipper Frédéric Dahirel und Victorien Erussard sowie der Taucher und Filmemacher Jérome Delafosse. „Das wird ein unglaubliches Schiff sein. Es ist sehr vielversprechend für die Zukunft“, sagte Erussard. AP

Jérome Delafosse (l.) und Victorien Erussard

Der erste von 101 Stopps in 50 Ländern soll in Paris sein. Hinter dem 2015 konzipierten Projekt stecken die Skipper Frédéric Dahirel und Victorien Erussard sowie der Taucher und Filmemacher Jérome Delafosse. „Das wird ein unglaubliches Schiff sein. Es ist sehr vielversprechend für die Zukunft“, sagte Erussard.

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In Australien gibt es so gut wie keinen Fleck mehr, an dem keine wilden Katzen leben. Die Tiere bewohnen 99,8 Prozent des Festlandes, wie aus einer in der Zeitschrift „Biological Conservation“ veröffentlichten Untersuchung hervorgeht. Die Zahl der streunenden Katzen schwanke zwischen 2,1 Millionen und 6,3 Millionen, je nach Verfügbarkeit von Beute, so Sarah Legge von der University of Queensland, eine an der Untersuchung beteiligte Wissenschaftlerin. (Foto: NESP Northern Australia Environmental Resources Hub)

6. Januar 2017: Kontinent mit Katzen-Content

In Australien gibt es so gut wie keinen Fleck mehr, an dem keine wilden Katzen leben. Die Tiere bewohnen 99,8 Prozent des Festlandes, wie aus einer in der Zeitschrift „Biological Conservation“ veröffentlichten Untersuchung hervorgeht. Die Zahl der streunenden Katzen schwanke zwischen 2,1 Millionen und 6,3 Millionen, je nach Verfügbarkeit von Beute, so Sarah Legge von der University of Queensland, eine an der Untersuchung beteiligte Wissenschaftlerin. (Foto: NESP Northern Australia Environmental Resources Hub)

Bei der Wahl ihrer Beutetiere sind die Katzen nicht besonders wählerisch. Nach Angaben des australischen Umweltministeriums haben sie rund 100 nur in Australien vorkommende Arten gefährlich dezimiert, darunter Vögel, Frösche, Grashüpfer, Schildkröten, Käfer und Krustentiere. Forscher machen Katzen für das Aussterben von mehr als 20 australischen Säugetierarten verantwortlich – etwa des Wüsten-Langnasenbeutlers und des Mondnagelkängurus. (Foto: NESP Northern Australia Environmental Resources Hub)

Waran-Pfote aus dem Magen einer Katze

Bei der Wahl ihrer Beutetiere sind die Katzen nicht besonders wählerisch. Nach Angaben des australischen Umweltministeriums haben sie rund 100 nur in Australien vorkommende Arten gefährlich dezimiert, darunter Vögel, Frösche, Grashüpfer, Schildkröten, Käfer und Krustentiere. Forscher machen Katzen für das Aussterben von mehr als 20 australischen Säugetierarten verantwortlich – etwa des Wüsten-Langnasenbeutlers und des Mondnagelkängurus. (Foto: NESP Northern Australia Environmental Resources Hub)

Katzen wurden ebenso wie Füchse im 17. und 18. Jahrhundert aus Europa eingeführt. Die Regierung erklärte die Katzen im Jahr 2015 zu einer Plage und verkündete, zwei Millionen von ihnen bis 2020 töten zu lassen – durch Giftköder und vor allem durch Gewehrkugeln. (Foto: Hugh McGregor)

Zur Plage erklärt

Katzen wurden ebenso wie Füchse im 17. und 18. Jahrhundert aus Europa eingeführt. Die Regierung erklärte die Katzen im Jahr 2015 zu einer Plage und verkündete, zwei Millionen von ihnen bis 2020 töten zu lassen – durch Giftköder und vor allem durch Gewehrkugeln. (Foto: Hugh McGregor)

Bisher galten Pocken als eine der ältesten Seuchen der Menschheit. Der tödlichen Krankheit fielen demnach seit Jahrtausenden Menschen zum Opfer. Doch eine Kindermumie aus dem 17. Jahrhundert, die unter einer Kirche in Litauen entdeckt wurde, bringt diese Theorie jetzt ins Wanken: Möglicherweise ist die Seuche, die bis zu ihrer Ausrottung im 20. Jahrhundert auch in Europa wütete, gar nicht so alt wie bisher gedacht. dpa

9. Dezember 2016: Ein Killer verliert seine Vergangenheit

Bisher galten Pocken als eine der ältesten Seuchen der Menschheit. Der tödlichen Krankheit fielen demnach seit Jahrtausenden Menschen zum Opfer. Doch eine Kindermumie aus dem 17. Jahrhundert, die unter einer Kirche in Litauen entdeckt wurde, bringt diese Theorie jetzt ins Wanken: Möglicherweise ist die Seuche, die bis zu ihrer Ausrottung im 20. Jahrhundert auch in Europa wütete, gar nicht so alt wie bisher gedacht.

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Das Kind in Litauen starb zwischen 1643 und 1665 – einer Zeit, in der die Seuche mehrmals in Europa ausbrach. Aus dem auf natürliche Weise konservierten Leichnam konnten Wissenschaftler Reste von Pockenviren gewinnen und deren Erbgut isolieren. Durch den Abgleich dieser ältesten Pocken-DNA mit dem Erbgut moderner Viren rekonstruierten die Forscher, dass die Stränge evolutionär nur bis zu einem gemeinsamen Vorgänger zurückreichen, der zwischen 1588 und 1645 entstanden ist. dpa

Auf natürliche Art konserviert

Das Kind in Litauen starb zwischen 1643 und 1665 – einer Zeit, in der die Seuche mehrmals in Europa ausbrach. Aus dem auf natürliche Weise konservierten Leichnam konnten Wissenschaftler Reste von Pockenviren gewinnen und deren Erbgut isolieren. Durch den Abgleich dieser ältesten Pocken-DNA mit dem Erbgut moderner Viren rekonstruierten die Forscher, dass die Stränge evolutionär nur bis zu einem gemeinsamen Vorgänger zurückreichen, der zwischen 1588 und 1645 entstanden ist.

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Als einer der wichtigsten Belege für die bisherige Theorie, wonach schon vor tausenden Jahren Menschen den Pocken zum Opfer fielen, gilt Ramses V., der um 1145 v. Chr. starb. Narben an der Mumie des altägyptischen Pharaos wurden bislang als Pockennarben interpretiert. Das müsse nun hinterfragt werden, meint Studeinautor Hendrik Poinar, von McMaster University in Hamilton (Kanada). So könnten die Narben auch durch Masern oder Windpocken hervorgerufen worden sein. (Foto: Wikipedia/gemeinfrei)

Kopf der Mumie Ramses V.

Als einer der wichtigsten Belege für die bisherige Theorie, wonach schon vor tausenden Jahren Menschen den Pocken zum Opfer fielen, gilt Ramses V., der um 1145 v. Chr. starb. Narben an der Mumie des altägyptischen Pharaos wurden bislang als Pockennarben interpretiert. Das müsse nun hinterfragt werden, meint Studeinautor Hendrik Poinar, von McMaster University in Hamilton (Kanada). So könnten die Narben auch durch Masern oder Windpocken hervorgerufen worden sein. (Foto: Wikipedia/gemeinfrei)

Bevor das Team die DNA der Pocken aus der Kindermumie extrahieren durfte, mussten die Forscher die Genehmigung der Weltgesundheitsorganisation WHO einholen. Wie Poinar betonte, waren die Proben aber stark fragmentiert und deshalb nicht gefährlich. Pocken gelten seit 1980 offiziell als ausgerottet. Es gibt jedoch noch lebende Viren, die in Labors höchster Sicherheitsstufe in den USA und Russland aufbewahrt werden. dpa

Pockenviren

Bevor das Team die DNA der Pocken aus der Kindermumie extrahieren durfte, mussten die Forscher die Genehmigung der Weltgesundheitsorganisation WHO einholen. Wie Poinar betonte, waren die Proben aber stark fragmentiert und deshalb nicht gefährlich. Pocken gelten seit 1980 offiziell als ausgerottet. Es gibt jedoch noch lebende Viren, die in Labors höchster Sicherheitsstufe in den USA und Russland aufbewahrt werden.

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Buzz Aldrin, der zweite Mensch auf dem Mond, befindet sich nach einer plötzlichen Erkrankung während einer privaten Antarktis-Reise auf dem Weg der Besserung. Der 86-Jährige war bei einem Aufenthalt am Südpol erkrankt und zur Behandlung nach Neuseeland geflogen worden. AP

2. Dezember 2012: Der Mann vom Mond lächelt wieder

Buzz Aldrin, der zweite Mensch auf dem Mond, befindet sich nach einer plötzlichen Erkrankung während einer privaten Antarktis-Reise auf dem Weg der Besserung. Der 86-Jährige war bei einem Aufenthalt am Südpol erkrankt und zur Behandlung nach Neuseeland geflogen worden.

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Der Reiseveranstalter White Desert Tour teilte mit, Aldrin habe Flüssigkeit in der Lunge. Das kann laut Medizinern eine Folge des niedrigen Luftdrucks und der Atmosphäre am Südpol sein. Obwohl dort gerade polarer Sommer mit Temperaturen von „nur“ etwa minus 20 Grad Celsius herrscht, ist der Südpol eine der unwirtlichsten Gegenden der Erde. AP

Aldrin bei der Einlieferung ins Krankenhaus

Der Reiseveranstalter White Desert Tour teilte mit, Aldrin habe Flüssigkeit in der Lunge. Das kann laut Medizinern eine Folge des niedrigen Luftdrucks und der Atmosphäre am Südpol sein. Obwohl dort gerade polarer Sommer mit Temperaturen von „nur“ etwa minus 20 Grad Celsius herrscht, ist der Südpol eine der unwirtlichsten Gegenden der Erde.

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Aldrin war zusammen mit seinem Sohn Andrew in einer größeren Reisegruppe in die Antarktis gereist. Er hatte sich sehr auf die Expedition gefreut. „Südpol, ich komme!“ twitterte er noch am 28. November. dpa

Aldrin wenige Tage vor Beginn der Reise

Aldrin war zusammen mit seinem Sohn Andrew in einer größeren Reisegruppe in die Antarktis gereist. Er hatte sich sehr auf die Expedition gefreut. „Südpol, ich komme!“ twitterte er noch am 28. November.

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Der Rettungsflug der US-Regierungseinrichtung NSF für den Ex-Astronauten ging von der Amundsen-Scott-Station am Südpol aus an die McMurdo-Station an der Küste der Antarktis. Von dort wurde Aldrin nach Neuseeland geflogen. (Foto: Wikipedia/gemeinfrei)

McMurdo-Station in der Antarktis

Der Rettungsflug der US-Regierungseinrichtung NSF für den Ex-Astronauten ging von der Amundsen-Scott-Station am Südpol aus an die McMurdo-Station an der Küste der Antarktis. Von dort wurde Aldrin nach Neuseeland geflogen. (Foto: Wikipedia/gemeinfrei)

Aldrin hatte 1969 als zweiter Mensch nach Neil Armstrong den Mond betreten. Er war Teil der berühmten Apollo-11-Mission und Pilot der Mondlandefähre „Eagle“. AFP; Files; Francois Guillot

Aldrin 1969 an Bord der Mondlandefähre „Eagle“

Aldrin hatte 1969 als zweiter Mensch nach Neil Armstrong den Mond betreten. Er war Teil der berühmten Apollo-11-Mission und Pilot der Mondlandefähre „Eagle“.

Bild: AFP; Files; Francois Guillot

Die US-Raumfahrtagentur Nasa sucht kreative Lösungen für einen Toilettengang im Weltall. Bis zum 20. Dezember kann jeder Mensch Vorschläge einreichen, wie Raumfahrer solche Bedürfnisse in der Schwerelosigkeit künftig ohne Windeln erledigen können. Reuters

25. November 2016: Nasa sucht die perfekte Weltraumtoilette

Die US-Raumfahrtagentur Nasa sucht kreative Lösungen für einen Toilettengang im Weltall. Bis zum 20. Dezember kann jeder Mensch Vorschläge einreichen, wie Raumfahrer solche Bedürfnisse in der Schwerelosigkeit künftig ohne Windeln erledigen können.

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Raumschiffe haben zwar ebenso wie die Raumstation ISS Toiletten – beim Start, bei der Landung oder während eines Einsatzes im Außenbereich müssen Astronauten jedoch spezielle Windeln tragen. Doch die halten höchstens einen Tag lang trocken, ohne Hautausschläge und Infektionen zu verursachen. dpa

Bordtoilette der Raumstation ISS

Raumschiffe haben zwar ebenso wie die Raumstation ISS Toiletten – beim Start, bei der Landung oder während eines Einsatzes im Außenbereich müssen Astronauten jedoch spezielle Windeln tragen. Doch die halten höchstens einen Tag lang trocken, ohne Hautausschläge und Infektionen zu verursachen.

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Das neue System müsse in den Astronautenanzug integriert und so konzipiert sein, dass es über eine Dauer von sechs Tagen Urin, Kot und Menstruationsblut sammle, schreibt die Nasa in ihrem Internetaufruf mit dem Titel Space Poop Challenge. Die drei besten Ideen werden mit je 30.000 Dollar prämiert.

Astronaut im Außeneinsatz

Das neue System müsse in den Astronautenanzug integriert und so konzipiert sein, dass es über eine Dauer von sechs Tagen Urin, Kot und Menstruationsblut sammle, schreibt die Nasa in ihrem Internetaufruf mit dem Titel Space Poop Challenge. Die drei besten Ideen werden mit je 30.000 Dollar prämiert.

Mit ihrem aktuell in der Entwicklung befindlichen Raumschiff Orion will die Nasa irgendwann Menschen zum Mars bringen. Der erste bemannte Flug zum Mond mit diesem Raumfahrtzeug ist für 2023 geplant. Die Wettbewerber sollten mit ihren Ideen sicherstellen, dass bei diesen weiten Touren alle Aspekte des menschlichen Lebens berücksichtigt sind, heißt es in dem Aufruf. Die drei besten Entwürfe sollen in den nächsten drei bis vier Jahren zur Einsatzreife weiterentwickelt werden. dpa

Modell des Orion-Kommandomoduls

Mit ihrem aktuell in der Entwicklung befindlichen Raumschiff Orion will die Nasa irgendwann Menschen zum Mars bringen. Der erste bemannte Flug zum Mond mit diesem Raumfahrtzeug ist für 2023 geplant. Die Wettbewerber sollten mit ihren Ideen sicherstellen, dass bei diesen weiten Touren alle Aspekte des menschlichen Lebens berücksichtigt sind, heißt es in dem Aufruf. Die drei besten Entwürfe sollen in den nächsten drei bis vier Jahren zur Einsatzreife weiterentwickelt werden.

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Beim Wort „Mumie“ denken wir meist an die aufwändig konservierten Körper ägyptischer Pharaonen. Doch nicht nur Menschen, auch heilige Tiere wie Krokodile oder Katzen wurden in großer Zahl für die Nachwelt einbalsamiert. Überstieg die Nachfrage nach den als Opfergaben beliebten Tiermumien dabei das Angebot, griffen die altägyptischen Mumien-Spezialisten auch schon mal zu unsauberen Tricks, wie Forscher des niederländischen Nationalmuseums für Altertümer jetzt nachweisen konnte. (Foto: Mike Bink/Rijksmuseum van Oudhede)

18. November 2016: Altägyptische Mogelpackung

Beim Wort „Mumie“ denken wir meist an die aufwändig konservierten Körper ägyptischer Pharaonen. Doch nicht nur Menschen, auch heilige Tiere wie Krokodile oder Katzen wurden in großer Zahl für die Nachwelt einbalsamiert. Überstieg die Nachfrage nach den als Opfergaben beliebten Tiermumien dabei das Angebot, griffen die altägyptischen Mumien-Spezialisten auch schon mal zu unsauberen Tricks, wie Forscher des niederländischen Nationalmuseums für Altertümer jetzt nachweisen konnte. (Foto: Mike Bink/Rijksmuseum van Oudhede)

Als die Forscher eine 2400 Jahre alte ägyptische Krokodilmumie mittels Computertomographie durchleuchteten, entdeckten sie neben zwei größeren Panzerechsen noch etwa ein Dutzend Babykrokodile. Offenbar sollte durch die große Zahl an Tieren vorgetäuscht werden, dass es sich um die Mumie eines besonders großen Krokodils handelt. (Foto: Mike Bink/Rijksmuseum van Oudhede)

Ein Dutzend Babykrokodile

Als die Forscher eine 2400 Jahre alte ägyptische Krokodilmumie mittels Computertomographie durchleuchteten, entdeckten sie neben zwei größeren Panzerechsen noch etwa ein Dutzend Babykrokodile. Offenbar sollte durch die große Zahl an Tieren vorgetäuscht werden, dass es sich um die Mumie eines besonders großen Krokodils handelt. (Foto: Mike Bink/Rijksmuseum van Oudhede)

Die drei Meter lange Mumie war bereits einmal in den 1990er Jahren durchleuchtet worden. Dabei entdeckten die Fachleute, dass unter den Leinentüchern statt eines großen Krokodils zwei kleinere Tiere verborgen liegen. Mit Hilfe von Stäben und anderen Materialien hatten die altägyptischen Bestatter dafür gesorgt, dass die Mumie wie die eines großen Tieres wirkte. Die jetzt entdeckten Babykrokodile waren beim ersten Scan nicht aufgefallen. (Foto: Mike Bink/Rijksmuseum van Oudhede)

Krokodilmumie im Computertomographen

Die drei Meter lange Mumie war bereits einmal in den 1990er Jahren durchleuchtet worden. Dabei entdeckten die Fachleute, dass unter den Leinentüchern statt eines großen Krokodils zwei kleinere Tiere verborgen liegen. Mit Hilfe von Stäben und anderen Materialien hatten die altägyptischen Bestatter dafür gesorgt, dass die Mumie wie die eines großen Tieres wirkte. Die jetzt entdeckten Babykrokodile waren beim ersten Scan nicht aufgefallen. (Foto: Mike Bink/Rijksmuseum van Oudhede)

Tiermumien wurden im alten Ägypten oft als Geschenke an die Götter dargebracht. Die Forscher vermuten, dass den für Kulthandlungen und Mumien zuständigen Priestern mitunter schlicht die nötigen Tiere fehlten, um die hohe Nachfrage zu befriedigen. Dann wurde eben ein wenig gemogelt. (Foto: dpa)

Altägyptische Tiermumie

Tiermumien wurden im alten Ägypten oft als Geschenke an die Götter dargebracht. Die Forscher vermuten, dass den für Kulthandlungen und Mumien zuständigen Priestern mitunter schlicht die nötigen Tiere fehlten, um die hohe Nachfrage zu befriedigen. Dann wurde eben ein wenig gemogelt. (Foto: dpa)

Kommenden Montag (14. November) wird ein Riesen-Vollmond am Nachthimmel zu sehen sein. Der Erdtrabant kommt der Erde dann so nah wie selten. Ein besonderes Schauspiel nicht nur für passionierte Himmelsbeobachter, auch auf der Erde wird der Supermond deutlich zu spüren sein. dpa

11. November 2016: Auftritt des Supermonds

Kommenden Montag (14. November) wird ein Riesen-Vollmond am Nachthimmel zu sehen sein. Der Erdtrabant kommt der Erde dann so nah wie selten. Ein besonderes Schauspiel nicht nur für passionierte Himmelsbeobachter, auch auf der Erde wird der Supermond deutlich zu spüren sein.

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„Je näher der Mond an der Erde ist, desto höher ist die Gravitationskraft. Das kann zu höheren Springfluten führen“, erläutert Guido Thimm, Wissenschaftlicher Geschäftsführer am Zentrum für Astronomie der Universität Heidelberg. dpa

Höhere Gravitationskraft

„Je näher der Mond an der Erde ist, desto höher ist die Gravitationskraft. Das kann zu höheren Springfluten führen“, erläutert Guido Thimm, Wissenschaftlicher Geschäftsführer am Zentrum für Astronomie der Universität Heidelberg.

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Bei solchen Springtiden läuft das Hochwasser höher auf als normal, das Niedrigwasser niedriger. Deutlich zu spüren ist das vor allem an Flussmündungen und Meerengen oder wenn der Wasserstand durch auflandigen Wind noch erhöht wird. AP

Vollmond an der Nordseeküste

Bei solchen Springtiden läuft das Hochwasser höher auf als normal, das Niedrigwasser niedriger. Deutlich zu spüren ist das vor allem an Flussmündungen und Meerengen oder wenn der Wasserstand durch auflandigen Wind noch erhöht wird.

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Auch die Erdkruste wird durch die Gezeitenkräfte des Erdtrabanten verformt. „Der Mond zieht an der einen Seite, die Sonne an der anderen. Die Erdkugel wird ein wenig zum Rugbyball“, erklärt Astronom Thimm. Die Verformung ist jedoch winzig klein, dramatische Effekte wie Erdbeben sind nicht zu erwarten. dpa

Auch die Erdkruste wird verformt

Auch die Erdkruste wird durch die Gezeitenkräfte des Erdtrabanten verformt. „Der Mond zieht an der einen Seite, die Sonne an der anderen. Die Erdkugel wird ein wenig zum Rugbyball“, erklärt Astronom Thimm. Die Verformung ist jedoch winzig klein, dramatische Effekte wie Erdbeben sind nicht zu erwarten.

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Am 14. November tritt exakt um 14.52 Uhr die Vollmondphase ein. Nur drei Stunden zuvor kommt der Mond mit nur 356.509 Kilometern Distanz in extreme Erdnähe. Noch näher war er zuletzt am 4. Januar 1912, als er bis auf 356.375 Kilometer an die Erde herankam. Erst am 7. April 2020 wird unser Nachbar im All der Erde mit 356.907 Kilometer ähnlich nahe kommen. dpa

Extreme Erdnähe

Am 14. November tritt exakt um 14.52 Uhr die Vollmondphase ein. Nur drei Stunden zuvor kommt der Mond mit nur 356.509 Kilometern Distanz in extreme Erdnähe. Noch näher war er zuletzt am 4. Januar 1912, als er bis auf 356.375 Kilometer an die Erde herankam. Erst am 7. April 2020 wird unser Nachbar im All der Erde mit 356.907 Kilometer ähnlich nahe kommen.

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Der Mond hat für die Erde besondere Bedeutung, denn er sorgt für die Stabilität der Erdachse. Ohne ihn würde die Erde im All „herumeiern“, so Thimm: „Er ist eine Art Hirte, der auf seine große Schafherde aufpasst.“ dpa

Der Mond sorgt für Stabilität

Der Mond hat für die Erde besondere Bedeutung, denn er sorgt für die Stabilität der Erdachse. Ohne ihn würde die Erde im All „herumeiern“, so Thimm: „Er ist eine Art Hirte, der auf seine große Schafherde aufpasst.“

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China hat seine bisher leistungsstärkste Rakete ins All gestartet. Die „Langer Marsch 5“ hob am Donnerstag erfolgreich vom neuen Raumfahrtbahnhof in Wenchang auf der südchinesischen Insel Hainan ab. Der erste Start der 57 Meter hohen Rakete ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur geplanten chinesischen Raumstation. AFP; Files; Francois Guillot

4. November 2016: Neues Schwergewicht im All

China hat seine bisher leistungsstärkste Rakete ins All gestartet. Die „Langer Marsch 5“ hob am Donnerstag erfolgreich vom neuen Raumfahrtbahnhof in Wenchang auf der südchinesischen Insel Hainan ab. Der erste Start der 57 Meter hohen Rakete ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur geplanten chinesischen Raumstation.

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Die Rakete kann 25 Tonnen Fracht laden und soll 2018 das Kernmodul der chinesischen Station, „Tianhe 1“ (Himmlische Harmonie), ins All bringen. China plant eine eigene Raumstation, weil sein Mitwirken an der Raumstation ISS, der einzig derzeit im All befindlichen Station, am Widerstand der USA scheiterte. Reuters

25 Tonnen Fracht

Die Rakete kann 25 Tonnen Fracht laden und soll 2018 das Kernmodul der chinesischen Station, „Tianhe 1“ (Himmlische Harmonie), ins All bringen. China plant eine eigene Raumstation, weil sein Mitwirken an der Raumstation ISS, der einzig derzeit im All befindlichen Station, am Widerstand der USA scheiterte.

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Experten vergleichen die Tragfähigkeit der neuen Rakete mit der amerikanischen Delta IV Heavy, der gegenwärtig leistungsfähigsten Rakete im US-Raumfahrtprogramm. Bei ihrem ersten Start brachte die Rakete am Donnerstag einen wissenschaftlichen Satelliten und eine mehrfach zündbare Raketenoberstufe ins All. AFP; Files; Francois Guillot

So leistungsstark wie die Delta IV Heavy

Experten vergleichen die Tragfähigkeit der neuen Rakete mit der amerikanischen Delta IV Heavy, der gegenwärtig leistungsfähigsten Rakete im US-Raumfahrtprogramm. Bei ihrem ersten Start brachte die Rakete am Donnerstag einen wissenschaftlichen Satelliten und eine mehrfach zündbare Raketenoberstufe ins All.

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Derzeit kreisen auch zwei chinesische Astronauten in Raumlabor namens „Tiangong 2“ (Himmelspalast) um die Erde. Mit einem Monat soll es der längste bemannte Raumflug Chinas werden. Die beiden Astronauten machen auch Vorbereitungen für den Betrieb der chinesischen Raumstation, die um 2022 fertig sein soll. AP

Chinesische Astronauten in Raumlabor Tiangong 2

Derzeit kreisen auch zwei chinesische Astronauten in Raumlabor namens „Tiangong 2“ (Himmelspalast) um die Erde. Mit einem Monat soll es der längste bemannte Raumflug Chinas werden. Die beiden Astronauten machen auch Vorbereitungen für den Betrieb der chinesischen Raumstation, die um 2022 fertig sein soll.

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Schätzungsweise 100.000 Zuschauer verfolgten vor Ort in Wenchang, wie die Rakete mit einem Feuerschweif vor dem Nachthimmel abhob. Die Rakete gehört zur neuesten Generation aus der erfolgreichen Familie „Langer Marsch“. Sie spielt auch eine wichtige Rolle für geplante Flüge zum Mond und zum Mars. Auch kann China damit künftig größere zivile oder militärische Satelliten ins All schicken. Reuters

Momentaufnahme per Smartphone

Schätzungsweise 100.000 Zuschauer verfolgten vor Ort in Wenchang, wie die Rakete mit einem Feuerschweif vor dem Nachthimmel abhob. Die Rakete gehört zur neuesten Generation aus der erfolgreichen Familie „Langer Marsch“. Sie spielt auch eine wichtige Rolle für geplante Flüge zum Mond und zum Mars. Auch kann China damit künftig größere zivile oder militärische Satelliten ins All schicken.

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„Ohne die „Langer Marsch 5“ kann es keine Raumstation geben“, sagte der australische Raumfahrtexperte Morris Jones der „South China Morning Post“. „Es kann auch keine Robotermissionen zum Mond oder Mars geben.“ Die Entwicklung der „Langer Marsch 5“ sei schwierig gewesen und habe jahrelange Verzögerungen erlebt, demonstriere aber auch die Reife des chinesischen Raumfahrtprogramms. Reuters

Wichtiger Schritt zur eigenen Raumstation

„Ohne die „Langer Marsch 5“ kann es keine Raumstation geben“, sagte der australische Raumfahrtexperte Morris Jones der „South China Morning Post“. „Es kann auch keine Robotermissionen zum Mond oder Mars geben.“ Die Entwicklung der „Langer Marsch 5“ sei schwierig gewesen und habe jahrelange Verzögerungen erlebt, demonstriere aber auch die Reife des chinesischen Raumfahrtprogramms.

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Das Geschäft mit Vaterschafts- und Mischlingstests für Hunde boomt: Immer mehr Hundehalter wollen wissen, welche Vorfahren ihr Mischling hat oder ob ihre Rassehunde tatsächlich reinblütig sind. dpa

28. Oktober 2016: Beim Gentest bitte nicht bellen!

Das Geschäft mit Vaterschafts- und Mischlingstests für Hunde boomt: Immer mehr Hundehalter wollen wissen, welche Vorfahren ihr Mischling hat oder ob ihre Rassehunde tatsächlich reinblütig sind.

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Ein Institut in Mainz hat sich darauf spezialisiert, die genetische Abstammung eines Tieres zu ermitteln. Seit etwa zehn Jahren bietet das Labor neben den klassischen Human-Gentests auch die Analyse von Hunde-DNA an. Und obwohl das Unternehmen keinerlei Werbung dafür macht, hat sich das Geschäft mit Vaterschafts- und Mischlingstests rasant entwickelt. 119 Euro kostet ein Testpaket, die Proben nimmt der Hundehalter selbst und schickt sie ans Labor. dpa

Analyse von Hunde-DNA

Ein Institut in Mainz hat sich darauf spezialisiert, die genetische Abstammung eines Tieres zu ermitteln. Seit etwa zehn Jahren bietet das Labor neben den klassischen Human-Gentests auch die Analyse von Hunde-DNA an. Und obwohl das Unternehmen keinerlei Werbung dafür macht, hat sich das Geschäft mit Vaterschafts- und Mischlingstests rasant entwickelt. 119 Euro kostet ein Testpaket, die Proben nimmt der Hundehalter selbst und schickt sie ans Labor.

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„Während es vor fünf Jahren noch etwa eine DNA-Probe von Hunden pro Woche gab, sind es heute bis zu 40 am Tag“, sagt Martin Schatzl, Geschäftsführer von Galantos Genetics. Er rechnet damit, dass in seinem Labor der Anteil von Hunde-Gentests bald genauso hoch sein könnte wie im Humanbereich. dpa

Bis zu 40 Proben pro Tag

„Während es vor fünf Jahren noch etwa eine DNA-Probe von Hunden pro Woche gab, sind es heute bis zu 40 am Tag“, sagt Martin Schatzl, Geschäftsführer von Galantos Genetics. Er rechnet damit, dass in seinem Labor der Anteil von Hunde-Gentests bald genauso hoch sein könnte wie im Humanbereich.

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Ein rätselhaftes Massensterben der „Giganten vom Titicaca“ bereitet den peruanischen Behörden Sorge. In den vergangenen Tagen wurden im und am Fluss Rio Coata von Bewohnern und Umweltschützern über 10.000 tote Titicaca-Riesenfrösche (Telmatobius culeus) gefunden, wie die Umweltbehörde SERFOR berichtet. Der Fluss fließt nahe der Stadt Puno in den Titicacasee, den größten See Südamerikas. dpa

21. Oktober 2016: Sterbende Giganten am Titicacasee

Ein rätselhaftes Massensterben der „Giganten vom Titicaca“ bereitet den peruanischen Behörden Sorge. In den vergangenen Tagen wurden im und am Fluss Rio Coata von Bewohnern und Umweltschützern über 10.000 tote Titicaca-Riesenfrösche (Telmatobius culeus) gefunden, wie die Umweltbehörde SERFOR berichtet. Der Fluss fließt nahe der Stadt Puno in den Titicacasee, den größten See Südamerikas.

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Es wurden auch tote Vögel gefunden, die sich von Fröschen ernähren. Als Ursache des Massensterbens wird eine Verschmutzung des Flusses vermutet. Seit Jahren gibt es Kritik an der Einleitung giftiger Stoffe in den auf 3800 Meter gelegenen, von der Andenkordillere malerisch eingerahmten Titicacasee. AFP; Files; Francois Guillot

Tote Frösche im Uferschlamm

Es wurden auch tote Vögel gefunden, die sich von Fröschen ernähren. Als Ursache des Massensterbens wird eine Verschmutzung des Flusses vermutet. Seit Jahren gibt es Kritik an der Einleitung giftiger Stoffe in den auf 3800 Meter gelegenen, von der Andenkordillere malerisch eingerahmten Titicacasee.

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Die toten Tiere wurden auf einer Strecke von rund 50 Kilometern entdeckt. Schon 2015 schlugen Umweltschützer Alarm, weil der seltene Titicaca-Riesenfrosch vor der Ausrottung stehen könnte. Er kommt nur dort vor und zählt mit einem Gewicht von bis zu einem Kilogramm zu den größten Froscharten der Welt. AFP; Files; Francois Guillot

Umweltschützer sammeln die toten Tiere

Die toten Tiere wurden auf einer Strecke von rund 50 Kilometern entdeckt. Schon 2015 schlugen Umweltschützer Alarm, weil der seltene Titicaca-Riesenfrosch vor der Ausrottung stehen könnte. Er kommt nur dort vor und zählt mit einem Gewicht von bis zu einem Kilogramm zu den größten Froscharten der Welt.

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Schon 2012 erklärte der Global Nature Fund (GNF) den rund 190 Kilometer langen Titicacasee, der von über zwei Dutzend Flüssen gespeist wird, zum „bedrohten See“. Der See ist insgesamt 8288 Quadratkilometer groß – das entspricht mehr als der dreifachen Fläche des Saarlands. Der westliche Teil (56 Prozent) liegt in Peru, der östliche Teil in Bolivien.

Titicacasee

Schon 2012 erklärte der Global Nature Fund (GNF) den rund 190 Kilometer langen Titicacasee, der von über zwei Dutzend Flüssen gespeist wird, zum „bedrohten See“. Der See ist insgesamt 8288 Quadratkilometer groß – das entspricht mehr als der dreifachen Fläche des Saarlands. Der westliche Teil (56 Prozent) liegt in Peru, der östliche Teil in Bolivien.

Nein, es ist nicht James T. Kirk – der Mann hier am Rednerpult teilt mit der Enterprise-Legende aber sowohl den Rang als auch den Namen. Und wie sein fiktiver Namensvetter wird auch Captain James A. Kirk künftig als Befehlshaber eines Hightech-Schiffs zu neuen Ufern aufbrechen – mit dem Tarnkappen-Zerstörer USS Zumwalt. AFP; Files; Francois Guillot

14. Oktober 2014: Ein Tarnkappenschiff für Captain Kirk

Nein, es ist nicht James T. Kirk – der Mann hier am Rednerpult teilt mit der Enterprise-Legende aber sowohl den Rang als auch den Namen. Und wie sein fiktiver Namensvetter wird auch Captain James A. Kirk künftig als Befehlshaber eines Hightech-Schiffs zu neuen Ufern aufbrechen – mit dem Tarnkappen-Zerstörer USS Zumwalt.

Bild: AFP; Files; Francois Guillot

Am Samstag (15. Oktober) wird das neue Tarnkappenschiff der US-Marine offiziell in Dienst gestellt. AFP; Files; Francois Guillot

USS Zumwalt

Am Samstag (15. Oktober) wird das neue Tarnkappenschiff der US-Marine offiziell in Dienst gestellt.

Bild: AFP; Files; Francois Guillot

Mit einer Länge von 183 Metern und über 15.000 Tonnen Verdrängung ist die Zumwalt der mit Abstand größte Zerstörer der US-Navy und Namensgeber einen neuen Klasse von Tarnkappenschiffen. AP

Größter seiner Klasse

Mit einer Länge von 183 Metern und über 15.000 Tonnen Verdrängung ist die Zumwalt der mit Abstand größte Zerstörer der US-Navy und Namensgeber einen neuen Klasse von Tarnkappenschiffen.

Bild: AP

Trotz ihrer Größe ist die Zumwalt für feindliches Radar etwa 50 Mal schlechter zu orten als herkömmliche Zerstörer - spezielle Tarnkappen-Technik macht das möglich. AFP; Files; Francois Guillot

Gut getarnt

Trotz ihrer Größe ist die Zumwalt für feindliches Radar etwa 50 Mal schlechter zu orten als herkömmliche Zerstörer - spezielle Tarnkappen-Technik macht das möglich.

Bild: AFP; Files; Francois Guillot

So wurde bei dem Schiff auf alle Querbauten verzichtet, um den Radarquerschnitt zu reduzieren. AP

USS Zumwalt

So wurde bei dem Schiff auf alle Querbauten verzichtet, um den Radarquerschnitt zu reduzieren.

Bild: AP

Auch die Waffensysteme sind zur besseren Tarnung des Schiffs unter Deck verborgen. Die wichtigste Waffe des Zerstörers sind Raketen, die aus Abschussanlagen im Rumpf abgefeuert werden. U.S. Navy

Raketenbewaffnung

Auch die Waffensysteme sind zur besseren Tarnung des Schiffs unter Deck verborgen. Die wichtigste Waffe des Zerstörers sind Raketen, die aus Abschussanlagen im Rumpf abgefeuert werden.

Bild: U.S. Navy

Um den Schiffsverkehr während der Testfahrten des Zerstörers nicht zu gefährden, wurde die Zumwalt bei Ausfahrten in dieser Zeit mit großen Metallplatten behängt, die das Schiff auf Radarschirmen sichtbar machten. AP

Künstlich sichtbar gemacht

Um den Schiffsverkehr während der Testfahrten des Zerstörers nicht zu gefährden, wurde die Zumwalt bei Ausfahrten in dieser Zeit mit großen Metallplatten behängt, die das Schiff auf Radarschirmen sichtbar machten.

Bild: AP

Ursprünglich sollten mehr als 30 Zerstörer der Zumwalt-Klasse gebaut werden. Doch die hohen Kosten... AP

Auf der Brücke der Zumwalt

Ursprünglich sollten mehr als 30 Zerstörer der Zumwalt-Klasse gebaut werden. Doch die hohen Kosten...

Bild: AP

...von 4,4 Milliarden US-Dollar pro Schiff haben dafür gesorgt, dass die Navy ihr Konzept radikal zusammenstreichen musste. AP

4,4 Milliarden Dollar pro Schiff

...von 4,4 Milliarden US-Dollar pro Schiff haben dafür gesorgt, dass die Navy ihr Konzept radikal zusammenstreichen musste.

Bild: AP

Nun wird die Zumwalt wohl nur noch zwei Schwesterschiffe erhalten. Dass eines von einem Captain Picard kommandiert werden könnte, erscheint derzeit eher unwahrscheinlich. AFP; Files; Francois Guillot

Captain James A. Kirk auf dem Weg zu seinem Schiff

Nun wird die Zumwalt wohl nur noch zwei Schwesterschiffe erhalten. Dass eines von einem Captain Picard kommandiert werden könnte, erscheint derzeit eher unwahrscheinlich.

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Die beiden Radarsatelliten der Mission „Tandem-X“ haben aus dem All die gesamte Landoberfläche der Erde abgetastet und dabei Daten für ein globales Höhenmodell von unübertroffener Genauigkeit gesammelt. Auf dem nun fertiggestellten Kartenmaterial zeigen sich metergenau Berggipfel und Talebenen der ganzen Welt. (Foto: DLR)

7. Oktober 2016: Die ganze Erde in 3D

Die beiden Radarsatelliten der Mission „Tandem-X“ haben aus dem All die gesamte Landoberfläche der Erde abgetastet und dabei Daten für ein globales Höhenmodell von unübertroffener Genauigkeit gesammelt. Auf dem nun fertiggestellten Kartenmaterial zeigen sich metergenau Berggipfel und Talebenen der ganzen Welt. (Foto: DLR)

Die Tandem-X-Mission besteht aus zwei baugleichen Schwestersatelliten, die in den vergangenen Jahren im engen Formationsflug aus dem All die rund 150 Millionen Quadratkilometer Landflächen der Erde mehrfach aufnahmen. (Foto: DLR)

Tandem-Satelliten im All

Die Tandem-X-Mission besteht aus zwei baugleichen Schwestersatelliten, die in den vergangenen Jahren im engen Formationsflug aus dem All die rund 150 Millionen Quadratkilometer Landflächen der Erde mehrfach aufnahmen. (Foto: DLR)

Die Daten wurden dann zu Höhenmodellen verarbeitet und schließlich von Fernerkundungsspezialisten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zu einer digitalen Weltkarte zusammensetzt. (Foto: DLR)

Ringförmige Felsstrukturen in Mauretanien

Die Daten wurden dann zu Höhenmodellen verarbeitet und schließlich von Fernerkundungsspezialisten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zu einer digitalen Weltkarte zusammensetzt. (Foto: DLR)

Mehr als tausend Wissenschaftler weltweit nutzen bereits die Daten der Mission. Die Anwendungsmöglichkeiten des einzigartigen Datensatzes reichen von der Klima-und Umweltforschung über das Vermessungswesen bis hin zur Infrastrukturplanung beim Stadt- und Straßenbau. (Foto: DLR)

Die „Straße der Vulkane“ in Ecuador

Mehr als tausend Wissenschaftler weltweit nutzen bereits die Daten der Mission. Die Anwendungsmöglichkeiten des einzigartigen Datensatzes reichen von der Klima-und Umweltforschung über das Vermessungswesen bis hin zur Infrastrukturplanung beim Stadt- und Straßenbau. (Foto: DLR)

Vertreter aus 183 Ländern treffen sich von diesem Samstag an in Johannesburg zu einer Konferenz über das Washingtoner Artenschutzabkommen (Cites). Innerhalb von zwölf Tagen wollen sie weitere Regeln für den weltweiten Handel mit Tieren und Pflanzen erstellen. Im Fokus der Artenschützer stehen vor allem einige afrikanische Tierarten. AFP; Files; Francois Guillot

23. September: Entscheidungen über Leben und Tod

Vertreter aus 183 Ländern treffen sich von diesem Samstag an in Johannesburg zu einer Konferenz über das Washingtoner Artenschutzabkommen (Cites). Innerhalb von zwölf Tagen wollen sie weitere Regeln für den weltweiten Handel mit Tieren und Pflanzen erstellen. Im Fokus der Artenschützer stehen vor allem einige afrikanische Tierarten.

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Der Handel mit Elfenbein zählt zu den Top-Themen der Konferenz. Derzeit ist der Export von Elfenbein verboten. Wilderei und der Verlust des Lebensraumes haben jedoch rund 144.000 afrikanische Elefanten zwischen 2007 und 2014 das Leben gekostet. Vor allem in China ist Elfenbein nach wie vor beliebt. Während Namibia und Simbabwe Elfenbein auch offiziell wieder verkaufen wollen, unterstützen 29 afrikanische Staaten ein komplettes Handelsverbot. dpa

Afrikanischer Elefant

Der Handel mit Elfenbein zählt zu den Top-Themen der Konferenz. Derzeit ist der Export von Elfenbein verboten. Wilderei und der Verlust des Lebensraumes haben jedoch rund 144.000 afrikanische Elefanten zwischen 2007 und 2014 das Leben gekostet. Vor allem in China ist Elfenbein nach wie vor beliebt. Während Namibia und Simbabwe Elfenbein auch offiziell wieder verkaufen wollen, unterstützen 29 afrikanische Staaten ein komplettes Handelsverbot.

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Mehr als 6000 Nashörner wurden nach Angaben der Umweltstiftung WWF seit 2008 getötet. Ihren Hörnern werden in asiatischen Ländern wie etwa China und Vietnam heilende Kräfte zugeschrieben, dabei bestehen sie aus dem gleichen Material wie unsere Haare oder Fingernägel. Swasiland strebt eine Ausnahme für den verbotenen Handel an: Das kleine südafrikanische Land möchte seine Lagerbestände verkaufen und die Einnahmen in den Schutz der Tiere investieren. Die Chancen für den Antrag gelten als schlecht. dpa

Afrikanisches Nashorn

Mehr als 6000 Nashörner wurden nach Angaben der Umweltstiftung WWF seit 2008 getötet. Ihren Hörnern werden in asiatischen Ländern wie etwa China und Vietnam heilende Kräfte zugeschrieben, dabei bestehen sie aus dem gleichen Material wie unsere Haare oder Fingernägel. Swasiland strebt eine Ausnahme für den verbotenen Handel an: Das kleine südafrikanische Land möchte seine Lagerbestände verkaufen und die Einnahmen in den Schutz der Tiere investieren. Die Chancen für den Antrag gelten als schlecht.

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Der Löwenbestand in Afrika ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten um über 40 Prozent zurückgegangen. Heute gibt es nach Angaben der Naturschutzorganisation Pro Wildlife noch etwa 20.000 Tiere. Zu den Gründen für die Abnahme zählen immer kleiner werdende Lebensräume und damit einhergehende Zusammenstöße mit Menschen, aber auch die Trophäenjagd. Vor allem in Westafrika ist der Löwe akut vom Aussterben bedroht. Einzelne Länder im südlichen Afrika mit großem Jagdtourismus sind gegen die von vielen anderen Staaten angestrebten strengeren Bestimmungen. dpa

Afrikanischer Löwe

Der Löwenbestand in Afrika ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten um über 40 Prozent zurückgegangen. Heute gibt es nach Angaben der Naturschutzorganisation Pro Wildlife noch etwa 20.000 Tiere. Zu den Gründen für die Abnahme zählen immer kleiner werdende Lebensräume und damit einhergehende Zusammenstöße mit Menschen, aber auch die Trophäenjagd. Vor allem in Westafrika ist der Löwe akut vom Aussterben bedroht. Einzelne Länder im südlichen Afrika mit großem Jagdtourismus sind gegen die von vielen anderen Staaten angestrebten strengeren Bestimmungen.

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Diese skurril aussehenden Säugetiere mit Schuppenhaut werden wegen ihres als Delikatesse geltenden Fleischs gejagt. Ihren Schuppen schreibt die traditionelle chinesische Medizin heilende Kräfte zu. Trotz der bereits bestehenden Handelsverbote in Asien ging der Bestand dort im vergangenen Jahrzehnt um rund 80 Prozent zurück. Händler weichen nun auf die afrikanischen der acht Arten aus. Der scheue Insektenfresser – auch Pangolin genannt – ist etwa so groß wie eine Hauskatze Es gibt mehrere Anträge für einen strengeren Schutz der Tiere. dpa

Schuppentiere

Diese skurril aussehenden Säugetiere mit Schuppenhaut werden wegen ihres als Delikatesse geltenden Fleischs gejagt. Ihren Schuppen schreibt die traditionelle chinesische Medizin heilende Kräfte zu. Trotz der bereits bestehenden Handelsverbote in Asien ging der Bestand dort im vergangenen Jahrzehnt um rund 80 Prozent zurück. Händler weichen nun auf die afrikanischen der acht Arten aus. Der scheue Insektenfresser – auch Pangolin genannt – ist etwa so groß wie eine Hauskatze Es gibt mehrere Anträge für einen strengeren Schutz der Tiere.

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Haie werden unter anderem wegen ihrer Flossen und ihres Fleischs gefangen. Ein weiteres Problem ist, dass sie etwa Thunfischjägern als Beifang in die Netze gehen. Rund 100 Millionen Haie werden jährlich wegen ihrer Flossen getötet. Neben anderen Arten ist auch der Seidenhai besonders gefährdet. Dieser lebt in tropischen Gewässern in bis zu 500 Metern Tiefe. Er pflanzt sich nur langsam fort. Schätzungen zufolge landen jährlich bis zu 1,5 Millionen Seidenhaie im Handel. dpa

Haie

Haie werden unter anderem wegen ihrer Flossen und ihres Fleischs gefangen. Ein weiteres Problem ist, dass sie etwa Thunfischjägern als Beifang in die Netze gehen. Rund 100 Millionen Haie werden jährlich wegen ihrer Flossen getötet. Neben anderen Arten ist auch der Seidenhai besonders gefährdet. Dieser lebt in tropischen Gewässern in bis zu 500 Metern Tiefe. Er pflanzt sich nur langsam fort. Schätzungen zufolge landen jährlich bis zu 1,5 Millionen Seidenhaie im Handel.

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Der sprachbegabte Vogel gilt als beliebtes Haustier. Mangelnde Handelsbestimmungen haben zu einem starken Rückgang des Bestands geführt. Etwa zwei bis drei Millionen Graupapageien wurden nach Schätzungen des Internationalen Tierschutzfonds (IFAW) zwischen 1975 und 2013 gefangen. Die Sterberate für die Tiere beim Transport liegt wegen der oft schlechten Bedingungen bei 40 bis 60 Prozent. dpa

Graupapagei

Der sprachbegabte Vogel gilt als beliebtes Haustier. Mangelnde Handelsbestimmungen haben zu einem starken Rückgang des Bestands geführt. Etwa zwei bis drei Millionen Graupapageien wurden nach Schätzungen des Internationalen Tierschutzfonds (IFAW) zwischen 1975 und 2013 gefangen. Die Sterberate für die Tiere beim Transport liegt wegen der oft schlechten Bedingungen bei 40 bis 60 Prozent.

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Finanzkrise und kein Ende: Die düsteren Zukunftsaussichten haben ihre Spuren in der Psyche der Griechen hinterlassen. Welches Ausmaß dies in den Jahren nach dem Crash angenommen hat, offenbaren die Abwasseranalysen von Forschern der Universität Athen. Die Wissenschaftler untersuchten zwischen 2010 und 2014 Proben aus den Kläranlagen der griechischen Hauptstadt auf Spuren verschiedener Drogen und Pharmazeutika. dpa

16. September 2016: Athens Abwasser offenbart die Finanzkrise

Finanzkrise und kein Ende: Die düsteren Zukunftsaussichten haben ihre Spuren in der Psyche der Griechen hinterlassen. Welches Ausmaß dies in den Jahren nach dem Crash angenommen hat, offenbaren die Abwasseranalysen von Forschern der Universität Athen. Die Wissenschaftler untersuchten zwischen 2010 und 2014 Proben aus den Kläranlagen der griechischen Hauptstadt auf Spuren verschiedener Drogen und Pharmazeutika.

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Seit 2010 schnellte demnach der Gebrauch von beruhigenden Neuroleptika um das 35-Fache, von angstlösenden Benzodiazepinen um das 19- und von Antidepressiva um das 11-Fache in die Höhe. Zudem schluckten die Bewohner Athens häufiger Mittel gegen Magengeschwüre und Bluthochdruck. Antibiotika und entzündungshemmende Arzneien wurden dagegen seltener genommen wurden – Letzteres womöglich wegen der drastischen Einsparungen im Gesundheitswesen. Auf der anderen Seite verdoppelte sich der Konsum illegaler, stimulierender Methamphetamine, zu denen beispielsweise Crystal Meth zählt. (Foto: Nasa)

Saronischer Golf mit Insel Psyttalia, Standort der größten Kläranlage Athens

Seit 2010 schnellte demnach der Gebrauch von beruhigenden Neuroleptika um das 35-Fache, von angstlösenden Benzodiazepinen um das 19- und von Antidepressiva um das 11-Fache in die Höhe. Zudem schluckten die Bewohner Athens häufiger Mittel gegen Magengeschwüre und Bluthochdruck. Antibiotika und entzündungshemmende Arzneien wurden dagegen seltener genommen wurden – Letzteres womöglich wegen der drastischen Einsparungen im Gesundheitswesen. Auf der anderen Seite verdoppelte sich der Konsum illegaler, stimulierender Methamphetamine, zu denen beispielsweise Crystal Meth zählt. (Foto: Nasa)

Alle Befunde sprächen dafür, dass sich der Gesundheitszustand der griechischen Bevölkerung in den letzten Jahren deutlich verschlechtert habe, so Studienleiter Nikolaos Thomaidis. Vor allem psychische Störungen hätten zugenommen – zumindest in Athen, wo ein Drittel der Staatsbürger lebt. Auf dem Land, von wo keine Abwasserdaten vorliegen, könnte die Situation jedoch besser sein, weil hier die Krise weniger stark durchgeschlagen habe, so die Forscher. Dort fingen Familien wirtschaftliche Probleme besser auf. dpa

Akropolis in Athen

Alle Befunde sprächen dafür, dass sich der Gesundheitszustand der griechischen Bevölkerung in den letzten Jahren deutlich verschlechtert habe, so Studienleiter Nikolaos Thomaidis. Vor allem psychische Störungen hätten zugenommen – zumindest in Athen, wo ein Drittel der Staatsbürger lebt. Auf dem Land, von wo keine Abwasserdaten vorliegen, könnte die Situation jedoch besser sein, weil hier die Krise weniger stark durchgeschlagen habe, so die Forscher. Dort fingen Familien wirtschaftliche Probleme besser auf.

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Nessie kann einpacken – Forscher haben ein echtes schottisches Seereptil entdeckt, das weitaus furchterregender als der Mythos ist. Es durchpflügte die Gewässer vor rund 170 Millionen Jahren. Das Fossil wurde bereits 1966 auf der Insel Skye entdeckt, schlummerte jedoch 50 Jahre lang in seiner steinernen Hülle im Schottischen Nationalmuseum. AFP; Files; Francois Guillot

9. September: Noch ein Monster aus einem schottischen Loch

Nessie kann einpacken – Forscher haben ein echtes schottisches Seereptil entdeckt, das weitaus furchterregender als der Mythos ist. Es durchpflügte die Gewässer vor rund 170 Millionen Jahren. Das Fossil wurde bereits 1966 auf der Insel Skye entdeckt, schlummerte jedoch 50 Jahre lang in seiner steinernen Hülle im Schottischen Nationalmuseum.

Bild: AFP; Files; Francois Guillot

Ein halbes Jahrhundert lang habe das Museum das Storr Lochs Monster genannte Fossil sicher aufbewahrt, sagte der Paläontologe Steve Brusatte (l.). Erst jetzt habe es aber die nötige Expertise gegeben, um das zur Familie der Fischsaurier (Ichthyosaurier) gehörende Reptil aus seinem prähistorischen Sarkophag zu befreien. Der vier Meter lange Räuber mit seinem mit hunderten spitzen Zähnen besetzten schnabelartigen Maul sei „spektakulär“, ein „Kronjuwel“ der schottischen Urgeschichte (Foto: Stephen Brusatte, University of Edinburgh)

Fossile Knochen des Fischsauriers

Ein halbes Jahrhundert lang habe das Museum das Storr Lochs Monster genannte Fossil sicher aufbewahrt, sagte der Paläontologe Steve Brusatte (l.). Erst jetzt habe es aber die nötige Expertise gegeben, um das zur Familie der Fischsaurier (Ichthyosaurier) gehörende Reptil aus seinem prähistorischen Sarkophag zu befreien. Der vier Meter lange Räuber mit seinem mit hunderten spitzen Zähnen besetzten schnabelartigen Maul sei „spektakulär“, ein „Kronjuwel“ der schottischen Urgeschichte (Foto: Stephen Brusatte, University of Edinburgh)

Unser Denkapparat ist das anspruchsvollste Organ des Körpers: Sein Energieverbrauch ist immens. Und deshalb darf auch nichts die Blutzufuhr zum Gehirn unterbrechen, sonst drohen irreparable Schäden. Für Roger Seymour von der University of Adelaide ist die Verbesserung der Blutversorgung unseres Kopfes denn auch der eigentliche Grund, warum der Mensch im Lauf seiner Entwicklung immer intelligenter wurde. (Foto: Roger Seymour/South Australian Museum)

2. September 2016: Intelligenz macht blutdurstig

Unser Denkapparat ist das anspruchsvollste Organ des Körpers: Sein Energieverbrauch ist immens. Und deshalb darf auch nichts die Blutzufuhr zum Gehirn unterbrechen, sonst drohen irreparable Schäden. Für Roger Seymour von der University of Adelaide ist die Verbesserung der Blutversorgung unseres Kopfes denn auch der eigentliche Grund, warum der Mensch im Lauf seiner Entwicklung immer intelligenter wurde.

(Foto: Roger Seymour/South Australian Museum)

Seymour und sein Team rekonstruierten den Blutfluss unserer Vorfahren anhand der Durchlässe (Pfeile) für Hirnarterien in den Schädeln verschiedener Urmenschen-Arten. Ergebnis: Im Lauf der menschlichen Entwicklung verbesserte sich die Blutzufuhr demnach um 600 Prozent – während das Hirnvolumen insgesamt nur um 350 Prozent zulegte. Nicht die wachsende Größe des Schädels und damit des Hirns, sondern die bessere Blutversorgung war also der Schlüssel zur menschlichen Intelligenz, schlussfolgern die Forscher. (Foto: Edward Snelling/Raymond Dart Collection of Human Skeletons, School of Anatomical Sciences, Faculty of Health Sciences, University of the Witwatersrand)

Besserer Blutzufluss zum Gehirn

Seymour und sein Team rekonstruierten den Blutfluss unserer Vorfahren anhand der Durchlässe (Pfeile) für Hirnarterien in den Schädeln verschiedener Urmenschen-Arten. Ergebnis: Im Lauf der menschlichen Entwicklung verbesserte sich die Blutzufuhr demnach um 600 Prozent – während das Hirnvolumen insgesamt nur um 350 Prozent zulegte. Nicht die wachsende Größe des Schädels und damit des Hirns, sondern die bessere Blutversorgung war also der Schlüssel zur menschlichen Intelligenz, schlussfolgern die Forscher.

(Foto: Edward Snelling/Raymond Dart Collection of Human Skeletons, School of Anatomical Sciences, Faculty of Health Sciences, University of the Witwatersrand)

Schädel und Knochen sind im Unesco-Weltkulturerbe Kloster Lorsch auf einem Tisch präsentiert. Es sind Überreste von mittelalterlichen Mönchen, die einst in dem religiösen Zentrum lebten. Wissenschaftler wollen ihnen nun Geheimnisse entlocken: Wie lebten und arbeiteten die Mönche damals? Und vor allem: Wie sahen sie einst aus? dpa

12. August 2016: Den Vergessenen ein Gesicht geben

Schädel und Knochen sind im Unesco-Weltkulturerbe Kloster Lorsch auf einem Tisch präsentiert. Es sind Überreste von mittelalterlichen Mönchen, die einst in dem religiösen Zentrum lebten. Wissenschaftler wollen ihnen nun Geheimnisse entlocken: Wie lebten und arbeiteten die Mönche damals? Und vor allem: Wie sahen sie einst aus?

Bild: dpa

„Memoria – den Vergessenen ein Gesicht geben“ heißt das Projekt. Forscher wollen mit neuester Technik ermitteln, wie ein Mönch aus dem Mittelalter ausgesehen haben könnte. Das Kloster Lorsch stellt dazu Schädel und Knochen zur Verfügung. Sie stammen aus den Friedhöfen des Klosters, das in Hessen liegt. Die Männer, deren Überreste jetzt untersucht werden, lebten einst getreu der klassischen Mönchsregel „Beten und arbeiten“ im Kloster. dpa

Wie sahen diese Toten einst aus?

„Memoria – den Vergessenen ein Gesicht geben“ heißt das Projekt. Forscher wollen mit neuester Technik ermitteln, wie ein Mönch aus dem Mittelalter ausgesehen haben könnte. Das Kloster Lorsch stellt dazu Schädel und Knochen zur Verfügung. Sie stammen aus den Friedhöfen des Klosters, das in Hessen liegt. Die Männer, deren Überreste jetzt untersucht werden, lebten einst getreu der klassischen Mönchsregel „Beten und arbeiten“ im Kloster.

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„Das sind bisher nicht erschlossene Quellen“, sagt der Leiter der Welterbestätte, Hermann Schefers. Für ihn ist wichtig, „dass man wieder in ein Gesicht schauen kann“. Im Frühjahr 2017 soll die Gesichtsrekonstruktion bei einem der Schädel abgeschlossen sein. dpa

Bisher nicht erschlossene Quellen

„Das sind bisher nicht erschlossene Quellen“, sagt der Leiter der Welterbestätte, Hermann Schefers. Für ihn ist wichtig, „dass man wieder in ein Gesicht schauen kann“. Im Frühjahr 2017 soll die Gesichtsrekonstruktion bei einem der Schädel abgeschlossen sein.

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„Wir sind alle interessiert, als Mensch den Menschen direkt zu treffen“, beschreibt Wilfreid Rosendahl Wilfried Rosendahl, Direktor der Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim, die Bedeutung der Gesichtsrekonstruktion. Die Detektivarbeit der Forensik, mit der Kriminalisten Verbrechen aufklären, habe sich deutlich weiterentwickelt. „Vor 15 bis 20 Jahren noch hätten wir das nicht tun können.“ dpa

Kriminalistische Methoden

„Wir sind alle interessiert, als Mensch den Menschen direkt zu treffen“, beschreibt Wilfreid Rosendahl Wilfried Rosendahl, Direktor der Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim, die Bedeutung der Gesichtsrekonstruktion. Die Detektivarbeit der Forensik, mit der Kriminalisten Verbrechen aufklären, habe sich deutlich weiterentwickelt. „Vor 15 bis 20 Jahren noch hätten wir das nicht tun können.“

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Das Kloster Lorsch steht seit 1991 auf der Welterbeliste der Unesco. Einst war es eines der bedeutendsten Klöster in Deutschland, zur Weihe der Klosterkirche war im Jahr 774 auch Karl der Große gekommen. Die Reformation bedeutete aber das Ende des Klosters. 1621 verwüsteten spanische Truppen die Anlage. Dann diente sie lange Zeit als Steinbruch für die gesamte Region. dpa

Kloster Lorsch

Das Kloster Lorsch steht seit 1991 auf der Welterbeliste der Unesco. Einst war es eines der bedeutendsten Klöster in Deutschland, zur Weihe der Klosterkirche war im Jahr 774 auch Karl der Große gekommen. Die Reformation bedeutete aber das Ende des Klosters. 1621 verwüsteten spanische Truppen die Anlage. Dann diente sie lange Zeit als Steinbruch für die gesamte Region.

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Warum hat sich Homo sapiens, der Vorfahr des heute lebenden Menschen, im Überlebenskampf durchgesetzt, während andere Frühmenschenarten wie der Neandertaler oder der rätselhafte Denisova-Mensch ausstarben? Bei der Suche nach Antworten auf diese Frage sind Forscher auf eine kleine Genveränderung gestoßen, die offenbar große Folgen hatte: Sie machte unseren Ahnherrn im Vergleich mit den beiden anderen Arten weniger anfällig gegenüber den negativen gesundheitlichen Folgen von Rauch. AP

5. August 2016: Genetisch optimiert fürs Grillen

Warum hat sich Homo sapiens, der Vorfahr des heute lebenden Menschen, im Überlebenskampf durchgesetzt, während andere Frühmenschenarten wie der Neandertaler oder der rätselhafte Denisova-Mensch ausstarben? Bei der Suche nach Antworten auf diese Frage sind Forscher auf eine kleine Genveränderung gestoßen, die offenbar große Folgen hatte: Sie machte unseren Ahnherrn im Vergleich mit den beiden anderen Arten weniger anfällig gegenüber den negativen gesundheitlichen Folgen von Rauch.

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Die Forscher um Gary Perdew von der Pennsylvania State University stießen bei ihren Erbgutvergleichen auf eine Variante des Gens AHR bei Homo sapiens. Die Genvariante, die nach Einschätzung der Forscher seit mindestens 40.000 Jahren in unserem Erbgut zu finden ist, sorgt dafür, dass weniger Giftstoffe in unserem Körper entstehen, wenn wir dem Rauch von offenem Feuer ausgesetzt sind. dpa

Weniger anfällig für Rauch

Die Forscher um Gary Perdew von der Pennsylvania State University stießen bei ihren Erbgutvergleichen auf eine Variante des Gens AHR bei Homo sapiens. Die Genvariante, die nach Einschätzung der Forscher seit mindestens 40.000 Jahren in unserem Erbgut zu finden ist, sorgt dafür, dass weniger Giftstoffe in unserem Körper entstehen, wenn wir dem Rauch von offenem Feuer ausgesetzt sind.

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Für unsere Vorfahren bedeutete das: Sie konnten von der Wärme des Lagerfeuers und der besseren Verwertbarkeit von gekochter oder gegrillter Nahrung profitieren, ohne diese Vorteile mit mehr Krankheiten infolge des Rauchs bezahlen zu müssen. Neandertaler und Denisova-Mensch, die ohne die Genvariante auskommen mussten, konnten sich ihr Fleisch zwar auch grillen, zahlten dafür aber einen höheren gesundheitlichen Preis. dpa

Fürs Grillen optimiert

Für unsere Vorfahren bedeutete das: Sie konnten von der Wärme des Lagerfeuers und der besseren Verwertbarkeit von gekochter oder gegrillter Nahrung profitieren, ohne diese Vorteile mit mehr Krankheiten infolge des Rauchs bezahlen zu müssen. Neandertaler und Denisova-Mensch, die ohne die Genvariante auskommen mussten, konnten sich ihr Fleisch zwar auch grillen, zahlten dafür aber einen höheren gesundheitlichen Preis.

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Eine Reise zum Mond erhöht das Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die ein Team um Michael Delp von der Florida State University in Tallahassee (Florida, USA) im Fachjournal „Scientific Reports“ veröffentlicht hat. Die Forscher führen das Phänomen auf den Aufenthalt außerhalb des Erdmagnetfeldes zurück, das einen erheblichen Teil der schädlichen kosmischen Strahlung von der Erde fernhält. dpa

29. Juli 2016: Der Mond ist schlecht fürs Herz

Eine Reise zum Mond erhöht das Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die ein Team um Michael Delp von der Florida State University in Tallahassee (Florida, USA) im Fachjournal „Scientific Reports“ veröffentlicht hat. Die Forscher führen das Phänomen auf den Aufenthalt außerhalb des Erdmagnetfeldes zurück, das einen erheblichen Teil der schädlichen kosmischen Strahlung von der Erde fernhält.

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Von den sieben in die Studie aufgenommen Astronauten, die auf dem Mond gewesen waren, erlagen drei einem Herz-Kreislauf-Leiden. Neil Armstrong etwa, der erste Mensch auf dem Mond, starb im August 2012 an den Folgen eine Operation wegen einer Herzerkrankung. Von den gestorbenen Astronauten, die nur in einer erdnahen Umlaufbahn im All gewesen waren, hatten dagegen nur rund 10 Prozent diese Todesursache. dapd

Astronaut Neil Armstrong

Von den sieben in die Studie aufgenommen Astronauten, die auf dem Mond gewesen waren, erlagen drei einem Herz-Kreislauf-Leiden. Neil Armstrong etwa, der erste Mensch auf dem Mond, starb im August 2012 an den Folgen eine Operation wegen einer Herzerkrankung. Von den gestorbenen Astronauten, die nur in einer erdnahen Umlaufbahn im All gewesen waren, hatten dagegen nur rund 10 Prozent diese Todesursache.

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Im erdnahen Weltraum werden Raumfahrer noch durch das irdische Magnetfeld geschützt, das die hochenergetischen Teilchen der kosmischen Strahlung größtenteils ablenkt. Bei der Reise zum rund 400.000 Kilometer entfernten Mond verlassen Astronauten dagegen diesen Schutzschild und sind dem schädlichen Teilchenregen dann viel stärker ausgesetzt. dpa

Armstrong und Aldrin auf dem Mond

Im erdnahen Weltraum werden Raumfahrer noch durch das irdische Magnetfeld geschützt, das die hochenergetischen Teilchen der kosmischen Strahlung größtenteils ablenkt. Bei der Reise zum rund 400.000 Kilometer entfernten Mond verlassen Astronauten dagegen diesen Schutzschild und sind dem schädlichen Teilchenregen dann viel stärker ausgesetzt.

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Da bislang nur zwölf Menschen den Erdtrabanten besucht haben, wäre die Untersuchung normalerweise nur bedingt aussagekräftig. Die Forscher ergänzten die Ergebnisse daher mit Tierversuchen: Mäuse, die nur der Schwerelosigkeit ausgesetzt waren, zeigten keine Auffälligkeiten im Herz-Kreislauf-System. Nach einer Bestrahlung, die die Bedingungen im erdfernen All simulierte, zeigten sich jedoch Veränderungen in den inneren Blutgefäßwänden. Das kann zu Herzinfarkt oder Schlaganfall führen. dpa

Buzz Aldrin neben einem Standbein der Mondlandefähre

Da bislang nur zwölf Menschen den Erdtrabanten besucht haben, wäre die Untersuchung normalerweise nur bedingt aussagekräftig. Die Forscher ergänzten die Ergebnisse daher mit Tierversuchen: Mäuse, die nur der Schwerelosigkeit ausgesetzt waren, zeigten keine Auffälligkeiten im Herz-Kreislauf-System. Nach einer Bestrahlung, die die Bedingungen im erdfernen All simulierte, zeigten sich jedoch Veränderungen in den inneren Blutgefäßwänden. Das kann zu Herzinfarkt oder Schlaganfall führen.

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Der Marsrover Curiosity sucht sich die Ziele für seinen Lasersensor jetzt erstmals selbst aus. Es sei das erste Mal, dass diese Technik auf einer Planetenmission angewandt werde, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Donnerstag mit. Mit dem Lasersensor kann der unbemannte Rover auf dem roten Planeten aus bis zu sieben Metern Entfernung feststellen, woraus beispielsweise ein Stein zusammengesetzt ist. dpa

22. Juli 2016: Autonomes Fahren auf dem Mars

Der Marsrover Curiosity sucht sich die Ziele für seinen Lasersensor jetzt erstmals selbst aus. Es sei das erste Mal, dass diese Technik auf einer Planetenmission angewandt werde, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Donnerstag mit. Mit dem Lasersensor kann der unbemannte Rover auf dem roten Planeten aus bis zu sieben Metern Entfernung feststellen, woraus beispielsweise ein Stein zusammengesetzt ist.

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Rund 350.000 Mal hat der Marsrover den Laser in den vergangenen vier Jahren seiner Mission schon benutzt, an rund 1400 Untersuchungszielen. Mithilfe einer speziellen Software kann Curiosity seine Untersuchungsziele nun automatisch aussuchen, beispielsweise aufgrund von Größe oder Farbe. Die meisten Ziele legen allerdings immer noch die Nasa-Wissenschaftler fest. dpa

Automatische Zielsuche

Rund 350.000 Mal hat der Marsrover den Laser in den vergangenen vier Jahren seiner Mission schon benutzt, an rund 1400 Untersuchungszielen. Mithilfe einer speziellen Software kann Curiosity seine Untersuchungsziele nun automatisch aussuchen, beispielsweise aufgrund von Größe oder Farbe. Die meisten Ziele legen allerdings immer noch die Nasa-Wissenschaftler fest.

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„Die Selbstständigkeit ist aber besonders hilfreich, wenn es schwierig ist, das Wissenschaftler-Team einzubinden – während einer langen Fahrt zum Beispiel“, sagte Nasa-Forscherin Tara Estlin. Der Rover Curiosity war vor rund vier Jahren auf dem Mars gelandet und sucht dort nach Spuren von früherem Leben. dpa

Hilfreich bei langen Fahrten

„Die Selbstständigkeit ist aber besonders hilfreich, wenn es schwierig ist, das Wissenschaftler-Team einzubinden – während einer langen Fahrt zum Beispiel“, sagte Nasa-Forscherin Tara Estlin. Der Rover Curiosity war vor rund vier Jahren auf dem Mars gelandet und sucht dort nach Spuren von früherem Leben.

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Auf Rinder-Hintern gemalte Augenpaare sollen in Afrika wertvolles Weidevieh vor Löwenattacken schützen. Das zumindest erhoffen sich Forscher nach einem ersten Test in Botsuana. Anpirschende Löwen bekämen den Eindruck, sie seien bereits entdeckt und verzichteten auf einen Angriff – so die Theorie der Wissenschaftler um Neil Jordan von der New South Wales Universität in Sydney. dpa

8. Juli 2016: Augen-Po soll Löwen abschrecken

Auf Rinder-Hintern gemalte Augenpaare sollen in Afrika wertvolles Weidevieh vor Löwenattacken schützen. Das zumindest erhoffen sich Forscher nach einem ersten Test in Botsuana. Anpirschende Löwen bekämen den Eindruck, sie seien bereits entdeckt und verzichteten auf einen Angriff – so die Theorie der Wissenschaftler um Neil Jordan von der New South Wales Universität in Sydney.

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Die Idee sei ihm bei der Beobachtung eines Löwen gekommen, der sich einer Impala-Antilope näherte, erklärte Jordan. Als diese den Löwen bemerkte, habe der Räuber von ihr abgelassen. Tatsächlich pirschen sich Löwen an ein Beutetier heran und starten ihren Angriff, wenn sie ihm unbemerkt möglichst nahe gekommen sind. Sie können zwar schnell rennen, wegen ihrer massigen Körper aber nur über kurze Strecken. Werden sie früh entdeckt, verzichten sie eher auf die dann weniger aussichtsreiche Attacke.

Löwen in Kenia

Die Idee sei ihm bei der Beobachtung eines Löwen gekommen, der sich einer Impala-Antilope näherte, erklärte Jordan. Als diese den Löwen bemerkte, habe der Räuber von ihr abgelassen. Tatsächlich pirschen sich Löwen an ein Beutetier heran und starten ihren Angriff, wenn sie ihm unbemerkt möglichst nahe gekommen sind. Sie können zwar schnell rennen, wegen ihrer massigen Körper aber nur über kurze Strecken. Werden sie früh entdeckt, verzichten sie eher auf die dann weniger aussichtsreiche Attacke.

Die Forscher stempelten in einem ersten Versuch Augenkonturen auf die Hinterteile von etwa zwei Dritteln der 62 Tiere einer Rinderherde. Nach zehn Wochen waren drei der naturbelassenen Rinder von Löwen getötet worden – alle Tiere mit Augenpaar auf dem Po überlebten. Die Wissenschaftler wollen nun für weitere Tests erneut nach Botsuana reisen. dpa

Erster Test erfolgreich

Die Forscher stempelten in einem ersten Versuch Augenkonturen auf die Hinterteile von etwa zwei Dritteln der 62 Tiere einer Rinderherde. Nach zehn Wochen waren drei der naturbelassenen Rinder von Löwen getötet worden – alle Tiere mit Augenpaar auf dem Po überlebten. Die Wissenschaftler wollen nun für weitere Tests erneut nach Botsuana reisen.

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In der Natur bieten vermeintliche Augenpaare etlichen Arten Schutz vor Angreifern: Augenähnliche Muster auf Schmetterlingsflügeln lassen Vögel abdrehen. Auch auf die großen Augenflecken mancher Raupen fallen Fressfeinde herein.

Augen als Abschreckung

In der Natur bieten vermeintliche Augenpaare etlichen Arten Schutz vor Angreifern: Augenähnliche Muster auf Schmetterlingsflügeln lassen Vögel abdrehen. Auch auf die großen Augenflecken mancher Raupen fallen Fressfeinde herein.

Der Rover Curiosity hat auf dem Mars einen Fund gemacht, der bisherige Theorien zur Vergangenheit des Roten Planeten infrage stellen könnte. In einer Probe, die Curiosity vor einem Jahr aus einem von der Nasa „Buckskin“ getauften Felsen entnommen hatte, konnte das seltene Mineral Tridymit nachgewiesen werden. Es entsteht auf der Erde bei explosionsartigen Vulkanausbrüchen, wie etwa am Mount St. Helens. Beim verheerenden Ausbruch dieses Vulkans im Nordwesten der USA war im Mai 1980 dessen komplette Spitze weggesprengt worden. dpa

24. Juni 2016: Überraschungsfund auf dem Mars

Der Rover Curiosity hat auf dem Mars einen Fund gemacht, der bisherige Theorien zur Vergangenheit des Roten Planeten infrage stellen könnte. In einer Probe, die Curiosity vor einem Jahr aus einem von der Nasa „Buckskin“ getauften Felsen entnommen hatte, konnte das seltene Mineral Tridymit nachgewiesen werden. Es entsteht auf der Erde bei explosionsartigen Vulkanausbrüchen, wie etwa am Mount St. Helens. Beim verheerenden Ausbruch dieses Vulkans im Nordwesten der USA war im Mai 1980 dessen komplette Spitze weggesprengt worden.

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Beim Mars, der in Vergangenheit ebenfalls von vulkanischer Aktivität geprägt war, hatten Forscher solch explosive Eruptionen bislang für unwahrscheinlich gehalten. „Die Entdeckung von Tridymit war komplett unerwartet“, so Nasa-Wissenschaftler Doug Ming, einer der an der Untersuchung beteiligten Forscher. „Sie bringt die Frage mit sich, ob der Mars eine viel heftigere und explosivere vulkanische Vergangenheit hatte, als bislang gedacht.“ In jedem Fall belegt der Fund wieder einmal, dass der Rote Planet jederzeit für eine Überraschung gut ist. „Ich sagen meinen Kollegen in der Planetenforschung immer: Erwarten Sie vom Mars das Unerwartete“, so Ming. dpa

Bohrloch am Buckskin-Felsen

Beim Mars, der in Vergangenheit ebenfalls von vulkanischer Aktivität geprägt war, hatten Forscher solch explosive Eruptionen bislang für unwahrscheinlich gehalten. „Die Entdeckung von Tridymit war komplett unerwartet“, so Nasa-Wissenschaftler Doug Ming, einer der an der Untersuchung beteiligten Forscher. „Sie bringt die Frage mit sich, ob der Mars eine viel heftigere und explosivere vulkanische Vergangenheit hatte, als bislang gedacht.“

In jedem Fall belegt der Fund wieder einmal, dass der Rote Planet jederzeit für eine Überraschung gut ist. „Ich sagen meinen Kollegen in der Planetenforschung immer: Erwarten Sie vom Mars das Unerwartete“, so Ming.

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Nach Wartungsarbeiten in der Werft bricht das deutsche Forschungsschiff Polarstern am kommenden Montag wieder von Bremerhaven Richtung Arktis auf. Dort sollen neuartige Messgeräte ausgesetzt werden. (Foto: AWI)

10. Juni 2016: Wenn Paul mit dem Tramper in die Arktis reist

Nach Wartungsarbeiten in der Werft bricht das deutsche Forschungsschiff Polarstern am kommenden Montag wieder von Bremerhaven Richtung Arktis auf. Dort sollen neuartige Messgeräte ausgesetzt werden. (Foto: AWI)

Der Unterwasserroboter Tramper wird ein Jahr lang wöchentlich am Tiefseeboden Sauerstoff messen. Das autonome Tiefsee-Raupenfahrzeug kann in bis zu 6000 m Wassertiefe eingesetzt werden. Nach der „Landung“ auf dem Meeresboden wird sich Tramper in regelmäßigen Abständen aktivieren und jeweils nach den Messungen aus Gründen der Energieersparnis wieder in den Schlafmodus wechseln. (Foto: AWI)

Tiefseeroboter Tramper

Der Unterwasserroboter Tramper wird ein Jahr lang wöchentlich am Tiefseeboden Sauerstoff messen. Das autonome Tiefsee-Raupenfahrzeug kann in bis zu 6000 m Wassertiefe eingesetzt werden. Nach der „Landung“ auf dem Meeresboden wird sich Tramper in regelmäßigen Abständen aktivieren und jeweils nach den Messungen aus Gründen der Energieersparnis wieder in den Schlafmodus wechseln. (Foto: AWI)

Ergänzt wird die Arbeit von Tramper durch das schwimmende Minilabor Paul. Es schwimmt auf vorprogrammiertem Kurs durch das freie Wasser, nimmt Proben und misst unter anderem Temperatur, Salzgehalt und Nitrat-Konzentration des Wassers. (Foto: AWI)

Schwimmendes Minilabor Paul

Ergänzt wird die Arbeit von Tramper durch das schwimmende Minilabor Paul. Es schwimmt auf vorprogrammiertem Kurs durch das freie Wasser, nimmt Proben und misst unter anderem Temperatur, Salzgehalt und Nitrat-Konzentration des Wassers. (Foto: AWI)

Mithilfe der autonomen Geräte können die Forscher des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (AWI) künftig detaillierter die klimatischen Veränderungen in der Arktis und die Auswirkungen auf Lebewesen analysieren. (Foto: AWI)

Minilabor Paul wird geborgen

Mithilfe der autonomen Geräte können die Forscher des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (AWI) künftig detaillierter die klimatischen Veränderungen in der Arktis und die Auswirkungen auf Lebewesen analysieren. (Foto: AWI)

Die neuen Geräte ergänzen die Langzeitmessungen, die es seit über 15 Jahren zwischen Spitzbergen und Grönland gibt.

Polarstern im arktischen Eis

Die neuen Geräte ergänzen die Langzeitmessungen, die es seit über 15 Jahren zwischen Spitzbergen und Grönland gibt.

Später geht es für die Polarstern weiter nach Grönland und in die Zentralarktis. Das Schiff wird Ende Oktober in Bremerhaven zurückerwartet.

Fahrtziel Antarktis

Später geht es für die Polarstern weiter nach Grönland und in die Zentralarktis. Das Schiff wird Ende Oktober in Bremerhaven zurückerwartet.

Schon vor 176.500 Jahren legte der Neandertaler im Feuerschein weit im Innern einer Tropfsteinhöhle Mauern aus abgebrochenen Stalakmiten an, vielleicht für Rituale. Zu dem Schluss kommt eine in der Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlichte Studie über Forschungen aus der Grotte de Bruniquel im Südwesten Frankreichs. (Foto: Etienne Fabre - SSAC)

27. Mai 2016: Ein Mäuerchen für den Neandertaler

Schon vor 176.500 Jahren legte der Neandertaler im Feuerschein weit im Innern einer Tropfsteinhöhle Mauern aus abgebrochenen Stalakmiten an, vielleicht für Rituale. Zu dem Schluss kommt eine in der Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlichte Studie über Forschungen aus der Grotte de Bruniquel im Südwesten Frankreichs. (Foto: Etienne Fabre - SSAC)

Die mehr als kniehohen, kreisförmigen Mäuerchen waren schon 1992 im Innern der Höhle entdeckt und zunächst auf ein Alter von mindestens 47.000 Jahren datiert worden. Die neue Datierung mit Hilfe der sogenannten Uran-Thorium-Methode ergab nun ein Alter von 176.500 Jahren. Zu dieser Zeit lebte Homo sapiens, unser direkter Vorfahre, noch nicht in dieser Region, als Baumeister kommt also nur der Neandertaler in Betracht. (Foto: Xavier Muth - Get in Situ, Archéotransfert, Archéovision -SHS-3D, base photographique Pascal Mora)

3D-Rekonstruktion der Mauerringe

Die mehr als kniehohen, kreisförmigen Mäuerchen waren schon 1992 im Innern der Höhle entdeckt und zunächst auf ein Alter von mindestens 47.000 Jahren datiert worden. Die neue Datierung mit Hilfe der sogenannten Uran-Thorium-Methode ergab nun ein Alter von 176.500 Jahren. Zu dieser Zeit lebte Homo sapiens, unser direkter Vorfahre, noch nicht in dieser Region, als Baumeister kommt also nur der Neandertaler in Betracht. (Foto: Xavier Muth - Get in Situ, Archéotransfert, Archéovision -SHS-3D, base photographique Pascal Mora)

Die Neandertaler brachen die Stalakmiten in 400 ähnlich große Stücke und stapelten sie zu einer Gesamtlänge von 112,4 Metern. Auch Spuren von Feuer und verbrannten Knochen wurden gefunden. Dass Höhlenbären oder gar der Zufall die Mäuerchen geschaffen habe, halten die Forscher für ausgeschlossen. „Unsere Entdeckungen legen nahe, dass ihre Gesellschaft Elemente der Modernität aufwies – die viel früher auftauchten, als bislang angenommen“, schreiben die Autoren. (Foto: Michel SOULIER - SSAC)

Probebohrung im Bereich der Mauerringe

Die Neandertaler brachen die Stalakmiten in 400 ähnlich große Stücke und stapelten sie zu einer Gesamtlänge von 112,4 Metern. Auch Spuren von Feuer und verbrannten Knochen wurden gefunden. Dass Höhlenbären oder gar der Zufall die Mäuerchen geschaffen habe, halten die Forscher für ausgeschlossen. „Unsere Entdeckungen legen nahe, dass ihre Gesellschaft Elemente der Modernität aufwies – die viel früher auftauchten, als bislang angenommen“, schreiben die Autoren. (Foto: Michel SOULIER - SSAC)

Welchen Zweck die Konstruktionen hatten, lässt sich bislang nicht sagen. Es lasse sich allenfalls vermuten, dass sie einen symbolischen oder rituellen Zweck erfüllten, heißt es in der Studie. In jedem Fall aber sind die Bauwerke ein weiterer Beleg dafür, dass der Neandertaler kein keulenschwingender Tollpatsch war. „Neandertaler waren erfinderisch, kreativ und geschickt“, resümiert Jacques Jaubert von der Universität Bordeaux. „Das waren keine Wüstlinge, die den ganzen Tag vor dem Feuerstein saßen oder Bisons jagten.“ dpa

Nachbildungen von Neandertalern

Welchen Zweck die Konstruktionen hatten, lässt sich bislang nicht sagen. Es lasse sich allenfalls vermuten, dass sie einen symbolischen oder rituellen Zweck erfüllten, heißt es in der Studie. In jedem Fall aber sind die Bauwerke ein weiterer Beleg dafür, dass der Neandertaler kein keulenschwingender Tollpatsch war.

„Neandertaler waren erfinderisch, kreativ und geschickt“, resümiert Jacques Jaubert von der Universität Bordeaux. „Das waren keine Wüstlinge, die den ganzen Tag vor dem Feuerstein saßen oder Bisons jagten.“

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Das Raumfahrtunternehmen Airbus Defence and Space hat mit dem Bau eines Schlüsselmoduls für die neue US-Raumkapsel Orion begonnen, die im kommenden Jahrzehnt mit bemannten Flügen über den Mond hinaus eine neue Ära der Raumfahrt einläuten soll. Das Europäische Servicemodul (ESM) für das Orion-Raumfahrzeug wird am Standort des Unternehmens in Bremen montiert. dpa

20. Mai 2016: Europas Baustein für die Reise zum Mars

Das Raumfahrtunternehmen Airbus Defence and Space hat mit dem Bau eines Schlüsselmoduls für die neue US-Raumkapsel Orion begonnen, die im kommenden Jahrzehnt mit bemannten Flügen über den Mond hinaus eine neue Ära der Raumfahrt einläuten soll. Das Europäische Servicemodul (ESM) für das Orion-Raumfahrzeug wird am Standort des Unternehmens in Bremen montiert.

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Die Nasa-Raumkapsel Orion soll erstmals seit dem Apollo-Mondlandungen Ende der 60er und Anfang der 70er Jahre wieder Astronauten in die Tiefen des Alls befördern – und damit den Weltraum auch weit jenseits des erdnahen Orbits und der Internationalen Raumstation ISS erkunden. dpa

Blick ins Strukturmodell des Servicemoduls

Die Nasa-Raumkapsel Orion soll erstmals seit dem Apollo-Mondlandungen Ende der 60er und Anfang der 70er Jahre wieder Astronauten in die Tiefen des Alls befördern – und damit den Weltraum auch weit jenseits des erdnahen Orbits und der Internationalen Raumstation ISS erkunden.

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Das ESM-Modul soll bei möglichen Orion-Flügen zum Mond oder zum Mars eine zentrale Rolle spielen: Es sorgt für den Antrieb sowie die Energieversorgung und die Lagerung wichtiger Versorgungsgüter wie Wasser und Sauerstoff. Das Antriebs- und Versorgungsmodul ist zylinderförmig und weist einen Durchmesser von etwa vier Metern auf. dpa

Bauteil für Flüge zu Mond und Mars

Das ESM-Modul soll bei möglichen Orion-Flügen zum Mond oder zum Mars eine zentrale Rolle spielen: Es sorgt für den Antrieb sowie die Energieversorgung und die Lagerung wichtiger Versorgungsgüter wie Wasser und Sauerstoff. Das Antriebs- und Versorgungsmodul ist zylinderförmig und weist einen Durchmesser von etwa vier Metern auf.

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Das Servicemodul ESM basiert auf der Technologie des europäischen Versorgungsfrachters ATV (Automated Transfer Vehicle) für die ISS, der die Besatzungen der Raumstation regelmäßig mit Versuchsausrüstungen, Ersatzteilen, Nahrungsmitteln, Luft und Wasser versorgte. Der letzte der insgesamt fünf automatischen ATV-Raumfrachtern war Anfang 2015 bei der Rückkehr von der ISS planmäßig in der Erdatmosphäre verglüht. dpa

ATV-Raumfrachter

Das Servicemodul ESM basiert auf der Technologie des europäischen Versorgungsfrachters ATV (Automated Transfer Vehicle) für die ISS, der die Besatzungen der Raumstation regelmäßig mit Versuchsausrüstungen, Ersatzteilen, Nahrungsmitteln, Luft und Wasser versorgte. Der letzte der insgesamt fünf automatischen ATV-Raumfrachtern war Anfang 2015 bei der Rückkehr von der ISS planmäßig in der Erdatmosphäre verglüht.

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Die Generalprobe für die neue Orion-Raumkapsel soll 2018 stattfinden - dann soll das Nasa-Raumfahrzeug mit dem europäischen Servicemodul zu einem unbemannten Testflug Richtung Mond aufbrechen. Die erste bemannte Orion-Mission soll im Jahr 2021 starten. dpa

Raumkapsel Orion

Die Generalprobe für die neue Orion-Raumkapsel soll 2018 stattfinden - dann soll das Nasa-Raumfahrzeug mit dem europäischen Servicemodul zu einem unbemannten Testflug Richtung Mond aufbrechen. Die erste bemannte Orion-Mission soll im Jahr 2021 starten.

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Im Zuge ihres legendären Apollo-Programms hatte die Nasa zwischen 1969 und 1972 sechs Mondlandungen erfolgreich absolviert und dabei zwölf Astronauten auf den Erdtrabanten und wieder zurück zur Erde gebracht. dpa

US-Astronaut Edwin Aldrin bei der ersten Mondmission Apollo 11

Im Zuge ihres legendären Apollo-Programms hatte die Nasa zwischen 1969 und 1972 sechs Mondlandungen erfolgreich absolviert und dabei zwölf Astronauten auf den Erdtrabanten und wieder zurück zur Erde gebracht.

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125 Jahre nach den ersten erfolgreichen Flügen von Otto Lilienthal haben Experten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ein Fluggerät des Luftfahrtpioniers nachgebaut, um die Ursache für Lilienthals tödlichen Absturz im Sommer 1896 zu klären. Entsprechende Untersuchungen begannen am Donnerstag in einem Windkanal im niederländischen Marknesse. (Foto: DLR)

13. Mai 2016: Warum stürzte Otto Lilienthal in den Tod?

125 Jahre nach den ersten erfolgreichen Flügen von Otto Lilienthal haben Experten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ein Fluggerät des Luftfahrtpioniers nachgebaut, um die Ursache für Lilienthals tödlichen Absturz im Sommer 1896 zu klären. Entsprechende Untersuchungen begannen am Donnerstag in einem Windkanal im niederländischen Marknesse. (Foto: DLR)

Lilienthal hatte im Frühjahr 1891 in Derwitz bei Berlin die ersten von Erfolg gekrönten Flüge mit einem selbst entworfenen und gebauten Gleitflugzeug unternommen. In den darauffolgenden Jahren schlossen sich hunderte weitere Flüge an, unter anderem am künstlich aufgeschütteten „Fliegeberg“ in Lichterfelde. dpa

Otto Lilienthal bei einem seiner Gleitflüge

Lilienthal hatte im Frühjahr 1891 in Derwitz bei Berlin die ersten von Erfolg gekrönten Flüge mit einem selbst entworfenen und gebauten Gleitflugzeug unternommen. In den darauffolgenden Jahren schlossen sich hunderte weitere Flüge an, unter anderem am künstlich aufgeschütteten „Fliegeberg“ in Lichterfelde.

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Am 9. August 1896 stürzte Lilienthal bei Stölln in den Rhinower Bergen ab und erlag seinen schweren Verletzungen. Den damaligen Lilienthal-Gleiter ließ das DLR nun nach Originalplänen nachbauen. (Foto: DLR)

Nachbau nach Originalplänen

Am 9. August 1896 stürzte Lilienthal bei Stölln in den Rhinower Bergen ab und erlag seinen schweren Verletzungen. Den damaligen Lilienthal-Gleiter ließ das DLR nun nach Originalplänen nachbauen. (Foto: DLR)

Die Untersuchungen an dem Nachbau sollen neben der genauen Ursache für den tödlichen Absturz Lilienthals auch Fragen nach der Reichweite des Gleiters und nach den damit möglichen Flugmanövern beantworten. Ferner soll das Profil der Flügel auf Gemeinsamkeiten mit den heutigen Flügelprofilen untersucht werden. (Foto: DLR)

Flügelprofil im Fokus

Die Untersuchungen an dem Nachbau sollen neben der genauen Ursache für den tödlichen Absturz Lilienthals auch Fragen nach der Reichweite des Gleiters und nach den damit möglichen Flugmanövern beantworten. Ferner soll das Profil der Flügel auf Gemeinsamkeiten mit den heutigen Flügelprofilen untersucht werden. (Foto: DLR)

„Mit dem Projekt wollen wir nicht nur die Wurzeln der Luftfahrt wissenschaftlich analysieren“, so DLR-Vorstandsmitglied Rolf Henke, „sondern auch einen der größten Luftfahrtpioniere der Welt würdigen.“ (Foto: DLR)

Nachbau im Windkanal

„Mit dem Projekt wollen wir nicht nur die Wurzeln der Luftfahrt wissenschaftlich analysieren“, so DLR-Vorstandsmitglied Rolf Henke, „sondern auch einen der größten Luftfahrtpioniere der Welt würdigen.“ (Foto: DLR)

Wissenschaftlern der Freien Universität Berlin ist es gelungen, die Entstehung rätselhafter Strukturen auf dem Mars-Vulkan Olympus Mons zu simulieren – dem größten Berg im Sonnensystem. Gemeinsam mit Forschern aus Potsdam und den USA entschlüsselten sie, wie Terrassen und ein Steilhang an dem Vulkan entstanden sind. (Foto: Nasa)

6. Mai 2016: Der höchste Berg im Sonnensystem

Wissenschaftlern der Freien Universität Berlin ist es gelungen, die Entstehung rätselhafter Strukturen auf dem Mars-Vulkan Olympus Mons zu simulieren – dem größten Berg im Sonnensystem. Gemeinsam mit Forschern aus Potsdam und den USA entschlüsselten sie, wie Terrassen und ein Steilhang an dem Vulkan entstanden sind. (Foto: Nasa)

Olympus Mons ist mit einer Höhe von 22 Kilometern fast zweieinhalb Mal so hoch wie der Mount Everest. Der Durchmesser des Mars-Vulkans beträgt 600 Kilometer, was ungefähr der Distanz Berlin-München entspricht. Die Berliner Wissenschaftler erstellten aus den Kameraaufnahmen der Sonde „Mars Express ein Mosaik und ein Geländemodell von Olympus Mons. (Foto: Nasa)

Zweieinhalb Mal so hoch wie Mount Everest

Olympus Mons ist mit einer Höhe von 22 Kilometern fast zweieinhalb Mal so hoch wie der Mount Everest. Der Durchmesser des Mars-Vulkans beträgt 600 Kilometer, was ungefähr der Distanz Berlin-München entspricht. Die Berliner Wissenschaftler erstellten aus den Kameraaufnahmen der Sonde „Mars Express ein Mosaik und ein Geländemodell von Olympus Mons. (Foto: Nasa)

Die Bilddaten zeigen, dass der Vulkanschild terrassenförmig aufgewölbt ist und der Fuß des ansonsten sehr flachen Vulkans steil abfällt. Hauptursachen für die beobachteten Verformungen ist die niedrige Schwerkraft auf dem Mars – sie beträgt nur etwa 40 Prozent der irdischen Schwerkraft – und der niedrige Reibungswiderstand am Boden des Vulkans. Frühere Untersuchungen hatten bereits vermuten lassen, dass es unter den vulkanischen Ablagerungen von Olympus Mons eine Zone mit geringer Reibung geben muss. Sie könnte möglicherweise aus wasserhaltigen Sedimenten bestehen. (Foto: Nasa)

Terrassenförmig aufgewölbt

Die Bilddaten zeigen, dass der Vulkanschild terrassenförmig aufgewölbt ist und der Fuß des ansonsten sehr flachen Vulkans steil abfällt. Hauptursachen für die beobachteten Verformungen ist die niedrige Schwerkraft auf dem Mars – sie beträgt nur etwa 40 Prozent der irdischen Schwerkraft – und der niedrige Reibungswiderstand am Boden des Vulkans.

Frühere Untersuchungen hatten bereits vermuten lassen, dass es unter den vulkanischen Ablagerungen von Olympus Mons eine Zone mit geringer Reibung geben muss. Sie könnte möglicherweise aus wasserhaltigen Sedimenten bestehen. (Foto: Nasa)

Im Juli 2011 endete die Ära der US-Spaceshuttles mit der Landung der Raumfähre Atlantis. Inzwischen sind die einstigen Vorzeige-Raumschiffe der Nasa nur noch Museumsstücke. Für ein ganz besonderes Museumsprojekt wurde nun ein Außentank der Raumfähren auf eine lange Reise geschickt. AFP; Files; Francois Guillot

29. April 2016: Fährt ein Tank durch den Kanal

Im Juli 2011 endete die Ära der US-Spaceshuttles mit der Landung der Raumfähre Atlantis. Inzwischen sind die einstigen Vorzeige-Raumschiffe der Nasa nur noch Museumsstücke. Für ein ganz besonderes Museumsprojekt wurde nun ein Außentank der Raumfähren auf eine lange Reise geschickt.

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Tanks wie dieser befanden sich einst an der Unterseite der startenden Shuttles. Sie enthielten die für den Start nötigen riesigen Mengen an Treibstoff in Form von Wasserstoff und Sauerstoff. Nach der Startphase wurde der Tank abgeworfen und verglühte in der Erdatmosphäre. Das jetzt verschiffte Modell ist der einzige Außentank, den die Nasa noch besitzt. AFP; Files; Francois Guillot

Zwischenstopp an einer Kanalschleuse

Tanks wie dieser befanden sich einst an der Unterseite der startenden Shuttles. Sie enthielten die für den Start nötigen riesigen Mengen an Treibstoff in Form von Wasserstoff und Sauerstoff. Nach der Startphase wurde der Tank abgeworfen und verglühte in der Erdatmosphäre. Das jetzt verschiffte Modell ist der einzige Außentank, den die Nasa noch besitzt.

Bild: AFP; Files; Francois Guillot

Los ging die Reise am 12. April. Ein Spezialtransporter brachte den Tank von einem Nasa-Gelände in New Orleans zum Hafen. AP

Auf dem Weg zum Hafen

Los ging die Reise am 12. April. Ein Spezialtransporter brachte den Tank von einem Nasa-Gelände in New Orleans zum Hafen.

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Ziel der Reise ist das California Science Center in Los Angeles. Nach dem Eintreffen Mitte Mai wird der Tank dort an das Shuttle Endeavour montiert. Tank und Raumschiff werden danach in aufgerichteter Position ausgestellt - als würden sie gleich ins All abheben. Reuters

Zielort Los Angeles

Ziel der Reise ist das California Science Center in Los Angeles. Nach dem Eintreffen Mitte Mai wird der Tank dort an das Shuttle Endeavour montiert. Tank und Raumschiff werden danach in aufgerichteter Position ausgestellt - als würden sie gleich ins All abheben.

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Der Gletschermann Ötzi hat Doppelgänger aus dem 3-D-Drucker bekommen. Das Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen stellte in dieser Woche maßstabsgetreue Nachbildungen des 5000 Jahre alten Urzeitmanns vor. dpa

22. April 2015: Double für eine Mumie

Der Gletschermann Ötzi hat Doppelgänger aus dem 3-D-Drucker bekommen. Das Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen stellte in dieser Woche maßstabsgetreue Nachbildungen des 5000 Jahre alten Urzeitmanns vor.

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Insgesamt drei Modelle wurden gefertigt. Sie bestehen aus Wachs, das der US-Paläokünstler Gary Staab koloriert hat. Für die Nachbildungen wurden auch Computertomografien der Mumie genutzt. dpa

Paläokünstler Gary Staab bei der Arbeit

Insgesamt drei Modelle wurden gefertigt. Sie bestehen aus Wachs, das der US-Paläokünstler Gary Staab koloriert hat. Für die Nachbildungen wurden auch Computertomografien der Mumie genutzt.

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Eines der Ötzi-Doubles soll demnächst auf Wanderausstellung gehen, erste Station wird ein Naturkundemuseum im US-Staat North Carolina sein. Die beiden anderen Nachbildungen sollen zu Lehrzwecken an einem Institut in New York eingesetzt werden. dpa

Ötzi-Double

Eines der Ötzi-Doubles soll demnächst auf Wanderausstellung gehen, erste Station wird ein Naturkundemuseum im US-Staat North Carolina sein. Die beiden anderen Nachbildungen sollen zu Lehrzwecken an einem Institut in New York eingesetzt werden.

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Ötzi hatte nach seinem Tod 5000 Jahre lang im Eis gelegen, ehe ein Alpengletscher ihn 1991 freigab. Der Fund der Mumie war eine archäologische Sensation. dpa

Gary Staab mit Kopfmodell von Ötzi

Ötzi hatte nach seinem Tod 5000 Jahre lang im Eis gelegen, ehe ein Alpengletscher ihn 1991 freigab. Der Fund der Mumie war eine archäologische Sensation.

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Korallen am Great Barrier Reef konnten sich bislang mit einer Gewöhnungsphase für einen vorübergehenden Anstieg der Wassertemperaturen wappnen und ihre Widerstandskraft stärken. Dieser Schutzmechanismus gerate aber mit dem allgemeinen Anstieg der Meerestemperaturen in Gefahr, berichten Wissenschaftler der James Cook-Universität in Australien in der Fachzeitschrift „Science“. dpa

15. April 2016: Naturparadies im Hitzestress

Korallen am Great Barrier Reef konnten sich bislang mit einer Gewöhnungsphase für einen vorübergehenden Anstieg der Wassertemperaturen wappnen und ihre Widerstandskraft stärken. Dieser Schutzmechanismus gerate aber mit dem allgemeinen Anstieg der Meerestemperaturen in Gefahr, berichten Wissenschaftler der James Cook-Universität in Australien in der Fachzeitschrift „Science“.

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Der Klimawandel treibt die Wassertemperaturen in die Höhe. Experten rechnen mit einem Anstieg von rund zwei Grad bis zum Jahr 2100. Korallen leben in Symbiose mit Algen, die sie mit Nährstoffen versorgen. Bei höheren Temperaturen entwickeln die Algen giftige Stoffe und die Korallen stoßen sie ab. Dadurch verlieren Korallenstöcke ihre Farbe. dpa

Ausgebleichte Korallen

Der Klimawandel treibt die Wassertemperaturen in die Höhe. Experten rechnen mit einem Anstieg von rund zwei Grad bis zum Jahr 2100. Korallen leben in Symbiose mit Algen, die sie mit Nährstoffen versorgen. Bei höheren Temperaturen entwickeln die Algen giftige Stoffe und die Korallen stoßen sie ab. Dadurch verlieren Korallenstöcke ihre Farbe.

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Die Forscher um Tracy Ainsworth werteten Daten zu Wassertemperaturen im Great Barrier Reef von 27 Jahren aus. Korallenbleiche droht demnach, wenn das Wasser mehr als zwei Grad wärmer wird. Wenn die Korallen kurz vor einem solchen Temperaturanstieg einen Anstieg von unter zwei Grad und eine darauf folgende Abkühlung erlebten, machte ihnen der größere Anstieg deutlich weniger aus. Sie seien dann quasi trainiert für eine solche Erwärmung, so die Forscher. dpa

Bleiche Korallen

Die Forscher um Tracy Ainsworth werteten Daten zu Wassertemperaturen im Great Barrier Reef von 27 Jahren aus. Korallenbleiche droht demnach, wenn das Wasser mehr als zwei Grad wärmer wird. Wenn die Korallen kurz vor einem solchen Temperaturanstieg einen Anstieg von unter zwei Grad und eine darauf folgende Abkühlung erlebten, machte ihnen der größere Anstieg deutlich weniger aus. Sie seien dann quasi trainiert für eine solche Erwärmung, so die Forscher.

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Dieser Trainingseffekt sei aber bereits kleiner, wenn die Meerestemperatur insgesamt dauerhaft um 0,5 Grad ansteige, wie es innerhalb der nächsten 40 Jahre aufgrund des Klimawandels zu erwarten sei. Bei einer möglichen dauerhaften Wassererwärmung um zwei Grad sei der Effekt noch deutlicher: Während den untersuchten Korallen der Trainingseffekt in 75 Prozent der Hitzestress-Situationen genutzt habe, geschehe dies dann voraussichtlich nur noch bei 22 Prozent. Die Gefahr, dass Korallen bei vorübergehenden Hitze-Events absterben, steige damit deutlich. AFP; Files; Francois Guillot

Abgestorbene Korallen

Dieser Trainingseffekt sei aber bereits kleiner, wenn die Meerestemperatur insgesamt dauerhaft um 0,5 Grad ansteige, wie es innerhalb der nächsten 40 Jahre aufgrund des Klimawandels zu erwarten sei. Bei einer möglichen dauerhaften Wassererwärmung um zwei Grad sei der Effekt noch deutlicher: Während den untersuchten Korallen der Trainingseffekt in 75 Prozent der Hitzestress-Situationen genutzt habe, geschehe dies dann voraussichtlich nur noch bei 22 Prozent. Die Gefahr, dass Korallen bei vorübergehenden Hitze-Events absterben, steige damit deutlich.

Bild: AFP; Files; Francois Guillot

Die „Ebene der Tonkrüge“ in Laos gibt Archäologen seit langem Rätsel auf. Das Gebiet im Nordosten des Landes ist übersät mit hunderten bis zu drei Meter großen Steinkrügen, deren Alter Wissenschaftler auf bis zu 2500 Jahre datieren. Die heute leeren Krüge werden seit langem als Teil eines Begräbnisplatzes gedeutet, ihre genaue Funktion war bislang allerdings unklar. AFP; Files; Francois Guillot

8. April 2016: Die Toten aus der Tonkrug-Ebene

Die „Ebene der Tonkrüge“ in Laos gibt Archäologen seit langem Rätsel auf. Das Gebiet im Nordosten des Landes ist übersät mit hunderten bis zu drei Meter großen Steinkrügen, deren Alter Wissenschaftler auf bis zu 2500 Jahre datieren. Die heute leeren Krüge werden seit langem als Teil eines Begräbnisplatzes gedeutet, ihre genaue Funktion war bislang allerdings unklar.

Bild: AFP; Files; Francois Guillot

Jetzt haben australische Archäologen menschliche Überreste in dem Gebiet entdeckt. Die Ausgrabungen der Forscher um Dougald O'Reilly von der Australischen Nationaluniversität lassen verschiedene Arten von Begräbnissen erkennen. Bei einer Begräbnisart seien die Knochen in Gruben bestattet und mit einem Kalksteinblock abgedeckt worden, so O'Reilly. In anderen Fällen wurden Knochen in Keramikgefäßen abseits der Tonkrüge gefunden. Die Forscher entdeckten zudem erstmals auch die Überreste eines Körpers, der in einem Einzelgrab bestattet worden war. AFP; Files; Francois Guillot

Menschliche Überreste aus der Tonkrug-Ebene

Jetzt haben australische Archäologen menschliche Überreste in dem Gebiet entdeckt. Die Ausgrabungen der Forscher um Dougald O'Reilly von der Australischen Nationaluniversität lassen verschiedene Arten von Begräbnissen erkennen. Bei einer Begräbnisart seien die Knochen in Gruben bestattet und mit einem Kalksteinblock abgedeckt worden, so O'Reilly. In anderen Fällen wurden Knochen in Keramikgefäßen abseits der Tonkrüge gefunden. Die Forscher entdeckten zudem erstmals auch die Überreste eines Körpers, der in einem Einzelgrab bestattet worden war.

Bild: AFP; Files; Francois Guillot

Die Grabstätte geht vermutlich auf die Zeit zwischen 500 v. Chr. bis 550 n. Chr. zurück. Während die Tonkrüge heute leer seien, könnte es damals so gewesen sein, dass in ihnen die Leichname so lange verwahrt wurden, bis das Fleisch verwest war, sagte O'Reilly. Danach wurden die Knochen im Boden zwischen den Gefäßen bestattet.

Heute sind die Krüge leer

Die Grabstätte geht vermutlich auf die Zeit zwischen 500 v. Chr. bis 550 n. Chr. zurück. Während die Tonkrüge heute leer seien, könnte es damals so gewesen sein, dass in ihnen die Leichname so lange verwahrt wurden, bis das Fleisch verwest war, sagte O'Reilly. Danach wurden die Knochen im Boden zwischen den Gefäßen bestattet.

Trotz der jüngsten Erkenntnisse bleiben die Steinkrüge nach Einschätzung O'Reillys vorerst weiter ein „Mysterium“. Insbesondere fehlen den Wissenschaftlern Erkenntnisse über das Volk, das die Krüge einst aufstellte. Nun hoffen sie, aus der Analyse der gefundenen Toten mehr über die geheimnisvollen Erbauer des Begräbnisplatzes zu erfahren. AFP; Files; Francois Guillot

Weiter ein Mysterium

Trotz der jüngsten Erkenntnisse bleiben die Steinkrüge nach Einschätzung O'Reillys vorerst weiter ein „Mysterium“. Insbesondere fehlen den Wissenschaftlern Erkenntnisse über das Volk, das die Krüge einst aufstellte. Nun hoffen sie, aus der Analyse der gefundenen Toten mehr über die geheimnisvollen Erbauer des Begräbnisplatzes zu erfahren.

Bild: AFP; Files; Francois Guillot

Zebrabärblinge (Danio rerio) besitzen erstaunliche Regenerationsfähigkeiten: Sie können beschädigtes Gewebe und sogar ganze Gliedmaßen nachwachsen lassen – selbst das Herz kann Teile seines Muskelgewebes wiederherstellen. Um dieses außergewöhnliche Phänomen besser zu verstehen, haben Forscher nun ein ganz besonderes Exemplar gezüchtet. dpa

24. März 2016: Bunt wie ein Fisch im Wasser

Zebrabärblinge (Danio rerio) besitzen erstaunliche Regenerationsfähigkeiten: Sie können beschädigtes Gewebe und sogar ganze Gliedmaßen nachwachsen lassen – selbst das Herz kann Teile seines Muskelgewebes wiederherstellen. Um dieses außergewöhnliche Phänomen besser zu verstehen, haben Forscher nun ein ganz besonderes Exemplar gezüchtet.

Bild: dpa

Jede einzelne Hautzelle des Tieres leuchtet in einer anderen Farbe – unter dem Mikroskop betrachtet reihen sich Hunderte bunte Tupfen aneinander. So können die Forscher die Entwicklung einzelner Zellen auch über längere Zeit hinweg genau verfolgen. dpa

Hautzellen unter dem Mikroskop

Jede einzelne Hautzelle des Tieres leuchtet in einer anderen Farbe – unter dem Mikroskop betrachtet reihen sich Hunderte bunte Tupfen aneinander. So können die Forscher die Entwicklung einzelner Zellen auch über längere Zeit hinweg genau verfolgen.

Bild: dpa

Mit der Färbung habe jede Zelle eine Art Barcode und könne so über Tage und Wochen beobachtet werden, erklären die Wissenschaftler um Chen-Hui Chen und Kenneth Poss von der Duke University in Durham (US-Staat North Carolina). „Bevor wir Geweberegeneration vollständig verstehen können, müssen wir in der Lage sein zu verfolgen, was jede einzelne Zelle tut“, so Poss. dpa

Ein Barcode für Zellen

Mit der Färbung habe jede Zelle eine Art Barcode und könne so über Tage und Wochen beobachtet werden, erklären die Wissenschaftler um Chen-Hui Chen und Kenneth Poss von der Duke University in Durham (US-Staat North Carolina). „Bevor wir Geweberegeneration vollständig verstehen können, müssen wir in der Lage sein zu verfolgen, was jede einzelne Zelle tut“, so Poss.

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Mitte der 1950er-Jahre entdeckte der Fossiliensammler Francis Tully ein rätselhaftes Fossil in einer Gesteinsformation im Nordosten des US-Bundesstaates Illinois. Das Wesen, das hier versteinert war, musste einst wahrhaft monströse Körperformen gehabt haben – was sich dann auch in seinem wissenschaftlichen Namen niederschlug: Tullimonstrum gregarium. Doch obwohl seither tausende weitere Fossilien von Tully-Monstern entdeckt wurden, konnte die Wissenschaft bislang nur wenig über die vor etwa 300 Millionen Jahren lebende Kreatur herausfinden. Reuters

18. März 2016: Forscher lösen ein Rätsel des Tully-Monsters

Mitte der 1950er-Jahre entdeckte der Fossiliensammler Francis Tully ein rätselhaftes Fossil in einer Gesteinsformation im Nordosten des US-Bundesstaates Illinois. Das Wesen, das hier versteinert war, musste einst wahrhaft monströse Körperformen gehabt haben – was sich dann auch in seinem wissenschaftlichen Namen niederschlug: Tullimonstrum gregarium. Doch obwohl seither tausende weitere Fossilien von Tully-Monstern entdeckt wurden, konnte die Wissenschaft bislang nur wenig über die vor etwa 300 Millionen Jahren lebende Kreatur herausfinden.

Bild: Reuters

Jetzt haben Forscher der Yale-Universität den Schleier ein wenig gelüftet. Sie untersuchten über 1200 Tullimonstrum-Fossilien aus der weltweit größten Sammlung im Field Museum of Natural History in Chicago – Ergebnis: Das Tully-Monster war ein Wirbeltier und vermutlich ein früher Vorfahr der heutigen Neunaugen. Einst bevölkerte es wohl die flachen, küstennahen Gebiete der urzeitlichen Meere. Sein zahnbewehrtes Maul deutet darauf hin, dass es ein Jäger war.

Urzeitlicher Jäger

Jetzt haben Forscher der Yale-Universität den Schleier ein wenig gelüftet. Sie untersuchten über 1200 Tullimonstrum-Fossilien aus der weltweit größten Sammlung im Field Museum of Natural History in Chicago – Ergebnis: Das Tully-Monster war ein Wirbeltier und vermutlich ein früher Vorfahr der heutigen Neunaugen. Einst bevölkerte es wohl die flachen, küstennahen Gebiete der urzeitlichen Meere. Sein zahnbewehrtes Maul deutet darauf hin, dass es ein Jäger war.

Doch damit sind längst noch nicht alle Geheimnisse des Monsters gelüftet. Insbesondere wissen die Forscher noch nicht, wann genau die Art zum ersten Mal auftauchte – und wann sie schließlich ausstarb. AP

Fossil eines Tully-Monsters

Doch damit sind längst noch nicht alle Geheimnisse des Monsters gelüftet. Insbesondere wissen die Forscher noch nicht, wann genau die Art zum ersten Mal auftauchte – und wann sie schließlich ausstarb.

Bild: AP

2014 erregte das Unternehmen Surrey NanoSystems mit Vantablack einiges Aufsehen: Das extrem reflexionsarme Schwarz absorbiert mehr als 99 Prozent des einfallenden Lichts. Jedes Objekt, das damit beschichtet ist, verliert seine inneren Konturen – wird sozusagen zum strukturlosen Loch in der Landschaft. Jetzt hat das „schwärzeste Schwarz“, dessen alleinige Nutzungsrechte sich der britische Künstler Anish Kapoor gesichert hat, einen Nachfolger gefunden. (Foto: Surrey NanoSystems)

11. März 2016: Schwärzer als jedes andere Schwarz

2014 erregte das Unternehmen Surrey NanoSystems mit Vantablack einiges Aufsehen: Das extrem reflexionsarme Schwarz absorbiert mehr als 99 Prozent des einfallenden Lichts. Jedes Objekt, das damit beschichtet ist, verliert seine inneren Konturen – wird sozusagen zum strukturlosen Loch in der Landschaft. Jetzt hat das „schwärzeste Schwarz“, dessen alleinige Nutzungsrechte sich der britische Künstler Anish Kapoor gesichert hat, einen Nachfolger gefunden. (Foto: Surrey NanoSystems)

Vantablack S-VIS heißt das Material, das die Firma jüngst in einem Video präsentierte. Es hat vergleichbare Reflexionseigenschaften, ist aber leichter handhabbar, da es sich mit einer einfachen Sprühpistole auftragen lässt. Bisher mussten die Kohlenstoffnanoröhrchen, aus denen das Material besteht, mit einem aufwändigen Verfahren in einem speziellen Reaktor auf die zu beschichtenden Objekte aufgebracht werden. (Foto: Surrey NanoSystems)

Auftragen mit der Sprühpistole

Vantablack S-VIS heißt das Material, das die Firma jüngst in einem Video präsentierte. Es hat vergleichbare Reflexionseigenschaften, ist aber leichter handhabbar, da es sich mit einer einfachen Sprühpistole auftragen lässt. Bisher mussten die Kohlenstoffnanoröhrchen, aus denen das Material besteht, mit einem aufwändigen Verfahren in einem speziellen Reaktor auf die zu beschichtenden Objekte aufgebracht werden. (Foto: Surrey NanoSystems)

Seine extreme Schwärze verdankt Vantablack der speziellen Anordnung der Nanoröhrchen. Sie werden senkrecht zu einer Art Wald angeordnet. Auftreffendes Licht bleibt in diesem dichten „Forst“ hängen. Der Name Vantablack ergibt sich aus diesem Verfahren, es ist ein Akronym von „vertically-aligned nanotube array“. (Foto: Surrey NanoSystems)

Ein dichter Wald aus Nanoröhrchen

Seine extreme Schwärze verdankt Vantablack der speziellen Anordnung der Nanoröhrchen. Sie werden senkrecht zu einer Art Wald angeordnet. Auftreffendes Licht bleibt in diesem dichten „Forst“ hängen. Der Name Vantablack ergibt sich aus diesem Verfahren, es ist ein Akronym von „vertically-aligned nanotube array“. (Foto: Surrey NanoSystems)

Neben der hohen Lichtabsorption verfügt Vantablack noch über andere erstaunliche Fähigkeiten. So ist es zum Beispiel stark wasserabweisend und übersteht auch extreme Temperaturwechsel. (Foto: Surrey NanoSystems)

Extrem wasserabweisend

Neben der hohen Lichtabsorption verfügt Vantablack noch über andere erstaunliche Fähigkeiten. So ist es zum Beispiel stark wasserabweisend und übersteht auch extreme Temperaturwechsel. (Foto: Surrey NanoSystems)

Alle 20 bis 30 Minuten tritt irgendwo auf der Welt ein Mensch Landmine. Schätzungen zufolge sind weltweit mehr als 100 Millionen Landminen vergraben. Ein neu entwickeltes Radarsystem soll künftig helfen, die Sprengstoff-Fallen im Boden künftig besser aufzuspüren. Mit dem System namens TIRAMI-SAR, das vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt entwickelt wurde, lassen sich Flächen von bis zu 100 Quadratmetern in Minuten absuchen. dpa

26. Februar 2016: Mit Radar gegen Todesfallen im Boden

Alle 20 bis 30 Minuten tritt irgendwo auf der Welt ein Mensch Landmine. Schätzungen zufolge sind weltweit mehr als 100 Millionen Landminen vergraben. Ein neu entwickeltes Radarsystem soll künftig helfen, die Sprengstoff-Fallen im Boden künftig besser aufzuspüren. Mit dem System namens TIRAMI-SAR, das vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt entwickelt wurde, lassen sich Flächen von bis zu 100 Quadratmetern in Minuten absuchen.

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TIRAMI-SAR findet auf der Ladefläche eines Kleinlasters Platz. Das System hat mehrere Sende- und Empfangsantennen im Ultrahochfrequenz-Bereich, die seitwärts schräg nach unten gerichtet sind. So können sich die Einsatzkräfte mit dem Fahrzeug auf sicherem Terrain fortbewegen, während das Radar ein nahegelegenes kontaminiertes Gebiet abtastet. dpa

Seitwärts gerichtete Antennen

TIRAMI-SAR findet auf der Ladefläche eines Kleinlasters Platz. Das System hat mehrere Sende- und Empfangsantennen im Ultrahochfrequenz-Bereich, die seitwärts schräg nach unten gerichtet sind. So können sich die Einsatzkräfte mit dem Fahrzeug auf sicherem Terrain fortbewegen, während das Radar ein nahegelegenes kontaminiertes Gebiet abtastet.

Bild: dpa

Jedes Objekt im Boden reflektiert Radarsignale in unterschiedlicher Intensität. Alle während der Fahrt aufgenommenen Radarechos verarbeitet TIRAMI-SAR mithilfe ausgeklügelter Algorithmen zu sogenannten Intensitätskarten. Verdächtige Stellen können dann gezielt untersucht und gegebenenfalls vorhandene Minen entschärft werden. Seine Leistungsfähigkeit hat das Radarsystem bereits in mehreren Experimenten demonstriert.

Intensitätskarte (r.) mit verdächtigen Objekten

Jedes Objekt im Boden reflektiert Radarsignale in unterschiedlicher Intensität. Alle während der Fahrt aufgenommenen Radarechos verarbeitet TIRAMI-SAR mithilfe ausgeklügelter Algorithmen zu sogenannten Intensitätskarten. Verdächtige Stellen können dann gezielt untersucht und gegebenenfalls vorhandene Minen entschärft werden. Seine Leistungsfähigkeit hat das Radarsystem bereits in mehreren Experimenten demonstriert.

In Südchina sollen mehr als 9000 Menschen umgesiedelt werden, damit das größte Radioteleskop der Welt seine Arbeit aufnehmen kann. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, müssen Anwohner in der Provinz Guizhou ein Gebiet fünf Kilometern um das Teleskop verlassen, damit es zu keinen elektromagnetischen Störungen beim Betrieb kommt. dpa

19. Februar 2016: 9000 Chinesen müssen Radioteleskop weichen

In Südchina sollen mehr als 9000 Menschen umgesiedelt werden, damit das größte Radioteleskop der Welt seine Arbeit aufnehmen kann. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, müssen Anwohner in der Provinz Guizhou ein Gebiet fünf Kilometern um das Teleskop verlassen, damit es zu keinen elektromagnetischen Störungen beim Betrieb kommt.

Bild: dpa

Mit einem Schüssel-Durchmesser von 500 Metern wird die auch „Fast“ genannte Anlage das bisher größte Radioteleskop, das Arecibo-Observatorium in Puerto Rico (Bild) ablösen. Radioteleskope zeichnen Strahlung aus den Tiefen des Weltalls auf. Durch die Daten erhoffen sich Wissenschaftler neue Erkenntnisse über das Universum. Zudem soll das neue Teleskop das internationale Seti-Projekt bei der Suche nach außerirdischem Leben unterstützen. picture-alliance

Radioteleskop in Arecibo

Mit einem Schüssel-Durchmesser von 500 Metern wird die auch „Fast“ genannte Anlage das bisher größte Radioteleskop, das Arecibo-Observatorium in Puerto Rico (Bild) ablösen. Radioteleskope zeichnen Strahlung aus den Tiefen des Weltalls auf. Durch die Daten erhoffen sich Wissenschaftler neue Erkenntnisse über das Universum. Zudem soll das neue Teleskop das internationale Seti-Projekt bei der Suche nach außerirdischem Leben unterstützen.

Bild: picture-alliance

Das Teleskop, dessen Bau vor fünf Jahren begann, soll laut Planung Ende September in Betrieb genommen werden. Nach Angaben von chinesischen Staatsmedien werden die betroffenen Anwohner in neue Wohnungen umgesiedelt und erhalten eine Entschädigung von 12.000 Yuan (1651 Euro). Menschenrechtsorganisationen kritisierten in der Vergangenheit immer wieder, dass es bei Zwangsumsiedlungen in Chinas ländlichen Regionen oft zum Einsatz von Gewalt komme und Entschädigungszahlungen zu gering ausfielen. dpa

1651 Euro Entschädigung

Das Teleskop, dessen Bau vor fünf Jahren begann, soll laut Planung Ende September in Betrieb genommen werden. Nach Angaben von chinesischen Staatsmedien werden die betroffenen Anwohner in neue Wohnungen umgesiedelt und erhalten eine Entschädigung von 12.000 Yuan (1651 Euro).

Menschenrechtsorganisationen kritisierten in der Vergangenheit immer wieder, dass es bei Zwangsumsiedlungen in Chinas ländlichen Regionen oft zum Einsatz von Gewalt komme und Entschädigungszahlungen zu gering ausfielen.

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Viele Jahre war er nur wenigen bekannt, jetzt macht er weltweit Schlagzeilen: Der zwölf Hektar große Zika-Wald ist nur rund 30 Kilometer von Ugandas Hauptstadt Kampala entfernt. AFP

5. Februar 2016: Der Wald und das Virus

Viele Jahre war er nur wenigen bekannt, jetzt macht er weltweit Schlagzeilen: Der zwölf Hektar große Zika-Wald ist nur rund 30 Kilometer von Ugandas Hauptstadt Kampala entfernt.

Bild: AFP

Der Wald beherbergt eine Vielzahl unterschiedlicher Baumarten, Gras- und Sumpflandschaften, die sich bis zum Victoriasee erstrecken, sowie rund 40 verschiedene Mückenarten. AFP

Bäume, Sumpf und Mücken

Der Wald beherbergt eine Vielzahl unterschiedlicher Baumarten, Gras- und Sumpflandschaften, die sich bis zum Victoriasee erstrecken, sowie rund 40 verschiedene Mückenarten.

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Eine davon ist Aedes aegypti, Überträgerin des Zika-Virus. Dieser Erreger wurde 1947 erstmals bei einem Rhesusaffen aus dem Wald nachgewiesen, der zur Untersuchung der Gelbfieber-Infektion gehalten wurde. ap

Stechmücke Aedes aegypti

Eine davon ist Aedes aegypti, Überträgerin des Zika-Virus. Dieser Erreger wurde 1947 erstmals bei einem Rhesusaffen aus dem Wald nachgewiesen, der zur Untersuchung der Gelbfieber-Infektion gehalten wurde.

Bild: ap

Mit Unterstützung der Weltgesundheitsorganisation entstand 1962 eine Beobachtungsstation in dem weitgehend unberührt gebliebenen Waldgebiet. Es gehört dem Uganda Virus Research Institute und ermöglicht Forschern Studien des dortigen Ökosystems. AFP

Forschungsstation im Zika-Wald

Mit Unterstützung der Weltgesundheitsorganisation entstand 1962 eine Beobachtungsstation in dem weitgehend unberührt gebliebenen Waldgebiet. Es gehört dem Uganda Virus Research Institute und ermöglicht Forschern Studien des dortigen Ökosystems.

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Bei Touristen ist der Wald zur Beobachtung von Vögeln beliebt. Bisher prominentester Besucher war der frühere US-Präsident Jimmy Carter. AFP

Beliebtes Touristenziel

Bei Touristen ist der Wald zur Beobachtung von Vögeln beliebt. Bisher prominentester Besucher war der frühere US-Präsident Jimmy Carter.

Bild: AFP

Eine Rekord-Erosion haben Forscher an einem Flussufer im Norden Alaskas gemessen. Von 2007 bis 2011 wich eine 700 Meter lange und 35 Meter hohe Klippe am Itkillik River um 10 bis 100 Meter zurück. Dabei ging eine Landfläche von 4,3 Fußballfeldern verloren. dpa

29. Januar 2015: Rekord-Erosion am Itkillik River

Eine Rekord-Erosion haben Forscher an einem Flussufer im Norden Alaskas gemessen. Von 2007 bis 2011 wich eine 700 Meter lange und 35 Meter hohe Klippe am Itkillik River um 10 bis 100 Meter zurück. Dabei ging eine Landfläche von 4,3 Fußballfeldern verloren.

Bild: dpa

Als Gründe für die Erosion haben die Forscher um Jens Strauss vom Alfred-Wegener-Institut in Potsdam die arktische Erwärmung und Änderungen im Flusslauf ausgemacht. Strauss hatte zusammen mit Kollegen aus den USA, Kanada und Russland einen Bereich am Itkillik River untersucht, wo der Fluss durch ein Plateau schneidet, dessen Untergrund zu 80 Prozent aus purem Eis und zu 20 Prozent aus gefrorenen Sedimenten besteht. dpa

Erosionsrisse im Boden

Als Gründe für die Erosion haben die Forscher um Jens Strauss vom Alfred-Wegener-Institut in Potsdam die arktische Erwärmung und Änderungen im Flusslauf ausgemacht. Strauss hatte zusammen mit Kollegen aus den USA, Kanada und Russland einen Bereich am Itkillik River untersucht, wo der Fluss durch ein Plateau schneidet, dessen Untergrund zu 80 Prozent aus purem Eis und zu 20 Prozent aus gefrorenen Sedimenten besteht.

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Das Eis habe das Ufer in der Vergangenheit stabilisiert, sagte Strauss. Dieser Effekt gehe aber verloren, wenn der Fluss über einen längere Zeitraum Wasser führe und die Steilklippe nach Süden ausgerichtet ist und somit viel direkte Sonne abbekomme. „Diese Ergebnisse zeigen, dass das Tauen von Permafrost nicht ausschließlich langsam vonstattengeht, sondern seine Folgen auch kurzfristig und unmittelbar spürbar werden“, so Strauss. dpa

Steilwand am Itkillit River

Das Eis habe das Ufer in der Vergangenheit stabilisiert, sagte Strauss. Dieser Effekt gehe aber verloren, wenn der Fluss über einen längere Zeitraum Wasser führe und die Steilklippe nach Süden ausgerichtet ist und somit viel direkte Sonne abbekomme. „Diese Ergebnisse zeigen, dass das Tauen von Permafrost nicht ausschließlich langsam vonstattengeht, sondern seine Folgen auch kurzfristig und unmittelbar spürbar werden“, so Strauss.

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Hoppla, hat sich da ein Außerirdischer auf die Erde verirrt? AFP

22. Januar 2016: Im Raumanzug durch Südfrankreich

Hoppla, hat sich da ein Außerirdischer auf die Erde verirrt?

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Nicht ganz. Der Mann im spacigen Outfit, der bei seinen Begegnungen mit Joggern und Wanderern erstaunte Blicke erntet, heißt Arnaud Prost und... AFP

Großes Erstaunen

Nicht ganz. Der Mann im spacigen Outfit, der bei seinen Begegnungen mit Joggern und Wanderern erstaunte Blicke erntet, heißt Arnaud Prost und...

Bild: AFP

...steht in Diensten der europäischen Weltraumbehörde Esa. AFP

Begegnung

...steht in Diensten der europäischen Weltraumbehörde Esa.

Bild: AFP

Prost testet "Gandolfi 2" - einen neuen Anzug, den Europas Raumfahrer beim Training unter Wasser tragen sollen. Tauchgänge in eigens dafür konstruierten Wasserbecken sind Teil der Astronautenausbildung, denn unter Wasser können die Raumfahrer unter ähnlichen Bedingungen arbeiten wie in der Schwerelosigkeit des Alls. AFP

Gandolfi 2

Prost testet "Gandolfi 2" - einen neuen Anzug, den Europas Raumfahrer beim Training unter Wasser tragen sollen. Tauchgänge in eigens dafür konstruierten Wasserbecken sind Teil der Astronautenausbildung, denn unter Wasser können die Raumfahrer unter ähnlichen Bedingungen arbeiten wie in der Schwerelosigkeit des Alls.

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Doch auch über Wasser muss sich Gandolfi 2 bewähren. Für den Härtetest hat sich Prost die Calenques ausgesucht, eine Felsenlandschaft nahe Marseille. Obwohl diese Bild auch vermuten ließe, die Esa habe ihren Tester gleich mal zum Mars geschickt. AFP

Test im Gebirge

Doch auch über Wasser muss sich Gandolfi 2 bewähren. Für den Härtetest hat sich Prost die Calenques ausgesucht, eine Felsenlandschaft nahe Marseille. Obwohl diese Bild auch vermuten ließe, die Esa habe ihren Tester gleich mal zum Mars geschickt.

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Das größte bisher bekannte Skelett eines Dinosauriers ist derzeit im New Yorker Naturkundemuseum zu sehen. Noch ohne wissenschaftlichen Namen, wird der 37 Meter lange Gigant vorläufig als Titanosaurier bezeichnet. AFP

15. Januar 2015: Der größte Dinosaurier der Welt

Das größte bisher bekannte Skelett eines Dinosauriers ist derzeit im New Yorker Naturkundemuseum zu sehen. Noch ohne wissenschaftlichen Namen, wird der 37 Meter lange Gigant vorläufig als Titanosaurier bezeichnet.

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Die Spezies lebte vor 100 Millionen Jahren im heutigen Patagonien im Süden Argentiniens und dürfte rund 70 Tonnen gewogen haben - so viel wie 10 afrikanische Elefanten. Gestreckt wäre sein Hals lang genug, um ins Fenster eines fünfstöckigen Gebäudes zu schauen. AFP

So schwer wie 10 Elefanten

Die Spezies lebte vor 100 Millionen Jahren im heutigen Patagonien im Süden Argentiniens und dürfte rund 70 Tonnen gewogen haben - so viel wie 10 afrikanische Elefanten. Gestreckt wäre sein Hals lang genug, um ins Fenster eines fünfstöckigen Gebäudes zu schauen.

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Ein Bauer hatte in Patagonien ein Fossil in einem Steinbruch entdeckt. Wegen seiner Länge passt der Titanosaurier nicht vollständig in den Saal des Natural History Museum, stattdessen lugt sein Kopf dem Besucher durch den Eingang entgegen. Reuters

Zu lang für den Museumssaal

Ein Bauer hatte in Patagonien ein Fossil in einem Steinbruch entdeckt. Wegen seiner Länge passt der Titanosaurier nicht vollständig in den Saal des Natural History Museum, stattdessen lugt sein Kopf dem Besucher durch den Eingang entgegen.

Bild: Reuters

Dass sich moderne Menschen vor tausenden Jahren mit Neandertalern paarten, bringt ihren heute lebenden Nachfahren Vorteile: Wie Forscher unter anderem vom Max-Planck-Institut (MPI) für evolutionäre Anthropologie in Leipzig herausfanden, stärkten Neandertaler-Gene das Immunsystem moderner Menschen und damit den Schutz vor Infektionen. dpa

8. Januar 2016: Mehr Abwehrkraft dank Neandertaler-Genen

Dass sich moderne Menschen vor tausenden Jahren mit Neandertalern paarten, bringt ihren heute lebenden Nachfahren Vorteile: Wie Forscher unter anderem vom Max-Planck-Institut (MPI) für evolutionäre Anthropologie in Leipzig herausfanden, stärkten Neandertaler-Gene das Immunsystem moderner Menschen und damit den Schutz vor Infektionen.

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Einige angeborene Immungene beim modernen Menschen wie die sogenannten Toll-Like-Rezeptoren (TLR) weisen demnach einen höheren Neandertaler-Anteil auf als der Rest des Genoms. Die TLR-Gene wirken auf der Zelloberfläche, wo sie Bestandteile von Bakterien, Pilzen und Parasiten aufspüren und bekämpfen. dpa

Neandertaler-Knochen aus einer Höhle in Kroatien

Einige angeborene Immungene beim modernen Menschen wie die sogenannten Toll-Like-Rezeptoren (TLR) weisen demnach einen höheren Neandertaler-Anteil auf als der Rest des Genoms. Die TLR-Gene wirken auf der Zelloberfläche, wo sie Bestandteile von Bakterien, Pilzen und Parasiten aufspüren und bekämpfen.

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Als die modernen Menschen Europa und den westlichen Teil Asiens besiedelten, lebten Neandertaler dort bereits 200.000 Jahre lang und hatten sich an Klima, Nahrungsressourcen und Krankheitserreger ihrer Region gut angepasst. „Diese drei vorteilhaften Anpassungen kamen auch dem modernen Menschen zugute, als er sich mit diesen alten Menschenarten vermischte“, so Janet Kelso vom Leipziger MPI. dpa

Nachbildung einer Neandertalerin

Als die modernen Menschen Europa und den westlichen Teil Asiens besiedelten, lebten Neandertaler dort bereits 200.000 Jahre lang und hatten sich an Klima, Nahrungsressourcen und Krankheitserreger ihrer Region gut angepasst. „Diese drei vorteilhaften Anpassungen kamen auch dem modernen Menschen zugute, als er sich mit diesen alten Menschenarten vermischte“, so Janet Kelso vom Leipziger MPI.

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Zahlen des 6. Spieltags

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Hoffenheims Dennis Geiger hat gegen den FC Schalke 04 seinen Premierentreffer als Profi erzielt. Arjen Robben ist da mit 92 Treffern etwas weiter. Apropos Treffer: Der BVB hat die nächste Bestmarke gesetzt.

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Das Wirtschaftsmagazin Forbes hat die aktuellen Werte der Klubs US-Profiliga der NFL berechnet. Bei den Football-Teams geht es dabei um Milliarden Dollar – pro Mannschaft. Und es wird immer mehr, zeigt das Ranking.

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