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24.04.2017

18:15 Uhr

Biologischer Abbau

Raupe entwickelt Appetit auf Plastik

Eine Hobbyimkerin ärgert sich über kleine Raupen in ihrem Bienenstock. Doch dann fällt ihr auf, dass die Tiere Plastik fressen – und zwar verhältnismäßig fix. Ein tierischer Helfer im Kampf gegen die Plastikmüll-Berge?

In Spanien wurde der bisher schnellste Plastikfresser entdeckt: Die Larven der Großen Wachsmotte verzehren den biologisch ansonsten kaum abbaubaren Kunststoff Polyethylen (PE). dpa

Raupe frisst Plastik

In Spanien wurde der bisher schnellste Plastikfresser entdeckt: Die Larven der Großen Wachsmotte verzehren den biologisch ansonsten kaum abbaubaren Kunststoff Polyethylen (PE).

MadridEine kleine Raupe kann handelsübliche Plastiktüten relativ zügig zersetzen. Die Larven der Großen Wachsmotte (Galleria mellonella) fressen den wohl am häufigsten verwendeten, biologisch kaum abbaubaren Kunststoff Polyethylen (PE), wie spanische Forscher im Fachmagazin Current Biology schreiben. Wegen der hohen Zersetzungsgeschwindigkeit habe der Fund „Potenzial für bedeutende biotechnologische Anwendungen“.

Die Entdeckung gelang durch einen Zufall. „Ich beschäftige mich beruflich mit Hühnerembryos, bin aber Hobby-Bienenzüchterin“, so Federica Bertocchini, die an der Studie beteiligt war. Bei der Säuberung eines Bienenstocks habe sie zu Hause im nordspanischen Santander plötzlich „diese Würmchen“ entdeckt. „Die ernähren sich von Pollenresten und sind für uns Imker wie die Pest.“

Die Italienerin warf die Larven in eine Plastiktüte. Und siehe da: „Nach einer Weile war der Beutel voller Löcher und die Larven draußen!“

Diese Beobachtung setzte die Forschungsarbeit der Wissenschaftlerin und ihrer Kollegen in Gange. Dabei fanden sie heraus, dass rund 100 Wachsmotten-Larven in 12 Stunden etwa 92 Milligramm einer normalen Einkaufstüte fressen können. „Das ist ein sehr schneller Abbau, schneller als alles, was zu diesem Thema bisher wissenschaftlich veröffentlicht wurde“, sagt Bertocchini.

„Wir vermuten, dass für diese schnelle Zersetzung ein Molekül oder Enzym verantwortlich ist, das wir zu isolieren versuchen werden.“ Dieses Enzym könne man dann in großen Umfang produzieren und es nutzen, um Plastikmüll abzubauen, hofft die junge Wissenschaftlerin.

Kommentare (2)

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Herr Hofmann Marc

24.04.2017, 19:03 Uhr


Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Herr Hofmann Marc

25.04.2017, 09:16 Uhr

Herr Andreas Schindler21.04.2017, 15:36 Uhr
Herr Hofmann, haben Sie als AfD Propagandist eigentlich keine Freunde, keine Arbeit und keine Hobbys oder warum kommentieren Sie alles den lieben langen Tag? Mögen Sie sich selbst lesen? Hier gibt es keine Likes...😜

@Schindler
Ich freue mich jeden Morgen wenn ich wieder kommentieren darf, die Wochenenden sind schon schlimm genug, ohne Kommentarfunktion.
Ich mache hier gerne Propaganda für die AFD, wäre Propaganda für die Grünsozialistische Merkelregierung besser?Danke

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