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27.01.2011

16:47 Uhr

Challenger-Katastrophe

Als der Himmel über Cape Canaveral explodierte

Vor 25 Jahren explodierte die US-Raumfähre Challenger kurz nach dem Start. Die Amerikaner trauern noch heute.

Eine gute Minute nach dem Start explodierte die Challenger in 16 Kilometer Höhe. Quelle: dapd

Eine gute Minute nach dem Start explodierte die Challenger in 16 Kilometer Höhe.

Genau 58,788 Sekunden lang war die Welt in Ordnung. Für die US-Raumfahrtbehörde Nasa, die zum 25. Mal in ihrer Geschichte ein Space Shuttle ins All schießen wollte. Für die Eltern der Grundschullehrerin Christa McAuliffe, die von der Tribüne im Weltraumbahnhof Cape Canaveral zuschauten, wie ihre Tochter als erste ganz normale Bürgerin mit in den Orbit fliegen durfte. Für Millionen Menschen an den Fernsehern, die dem Schauspiel eines Raketenstarts beiwohnen wollten. Doch dann passierte die Katastrophe.

Vor genau 25 Jahren, am 28. Januar 1986, hob das Spaceshuttle Challenger zu seinem zehnten Flug ab. Nach mehreren Tagen Startverzögerung wegen Computerproblemen ging scheinbar endlich alles nach Plan. „Triebwerke laufen normal“, stellte Steve Nesbitt von der Bodenkontrolle 45 Sekunden nach dem Start fest.

Keine halbe Minute später explodierte der Raumtransporter in einem riesigen Feuerball. Sieben Besatzungsmitglieder verbrannten. Die Welt war geschockt.

Die Ereignisse an jenem sonnigen Tag sind in einem Nasa-Protokoll millisekundengenau festgehalten. Demnach bildet sich 58,788 Sekunden nach dem Start eine winzige Flamme an einer der Feststoffraketen. Danach geht alles rasend schnell.

Rund fünf Sekunden später lodert bereits ein Feuer am Tankboden, dann umhüllt ein gelb-orangefarbenes Flammeninferno die Raumfähre. Nach 74,587 Sekunden ist die Challenger in 16 Kilometern Höhe in tausende Teile zerborsten.

Noch heute zählt das Unglück für die Amerikaner zu den schlimmsten Ereignissen der jüngeren Geschichte. Das traurige Jubiläum ist schon Tage zuvor Thema auf den Titelseiten der großen Zeitungen, überall im Land sind Gedenkfeiern geplant. Wie beim Attentat auf den Präsidenten John F. Kennedy oder bei den Anschlägen vom 11. September halten Videos die Erinnerung an die Katastrophe wach. Millionen schon schauten sich das Unglück auf der Internetplattform Youtube an.

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