Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.08.2015

09:50 Uhr

Concorde-Nachfolger

Airbus erforscht Überschall-Flugzeug

Ein Traum nicht nur für Vielflieger: 60 Minuten Reisezeit nach New York. Airbus arbeitet an einem Nachfolger für die Concorde. Der Flugzeugbauer wiegelt zwar ab – allerdings mit einem wichtigen Patent in der Tasche.

Die Grafik zeigt einen geplanten überschallschnellen Passagierjet ZEHST (Zero Emission High Speed Technology) von Airbus mit seinen Antriebskomponenten. dpa

Überschallflugzeug

Die Grafik zeigt einen geplanten überschallschnellen Passagierjet ZEHST (Zero Emission High Speed Technology) von Airbus mit seinen Antriebskomponenten.

ToulouseDer „Patent-Yogi“ hat es entdeckt. In den jüngsten Datensätzen des US-Patentamts stieß der Inder Deepak Gupta auf die Nummer „US 9.079.661 B2“. Hinter der Zahl verbirgt sich ein „ultraschnelles Luftfahrzeug“. Auf 17 Seiten offenbart sich der Entwicklertraum von einem neuen Passagierflieger jenseits der Schallgeschwindigkeit. Das Werk ist Teil von „Zehst“, einem Projekt des europäischen Flugzeugbauers Airbus. Theoretisches Ziel der Entwicklung: ein Nachfolger für die legendäre Concorde.

Vor allem in Deutschland und Frankreich ist der Name des schlanken Überschall-Passagierflugzeugs nicht allein mit faszinierender Technik und kurzen Flugzeiten verbunden: Beim Absturz einer Concorde bei Paris am 25. Juli 2000 starben 113 Menschen, darunter 97 Deutsche. 2003 endete die offizielle Ära der Concorde nach 34 Jahren. Für die einzigen Betreiber British Airways und Air France wurde der Flieger zunehmend zu teuer, zu laut, zu wenig nachhaltig.

Doch der Traum bleibt: Von Paris nach Tokio in drei statt zwölf Stunden? London nach New York in 60 Minuten und nicht sieben Stunden? „Die Reduktion von Reisezeit für Passagiere ist und bleibt ein Schlüsselfaktor für die Entwicklung des weltweiten Luftverkehrssystems“, heißt es bei Airbus zum neuen Flieger.

Geschwindigkeit allein reicht dabei nicht mehr. Zehst steht für „Zero Emission High-Speed Transport“. Die Studie befasst sich auch mit dem Einsatz von Biokraftstoffen und Elektroenergie. Flugzeuge für die Mitte des Jahrtausends müssten steigende Normen bei Umwelt- oder Flughafenstandards erfüllen, heißt es darin.

„Patent-Yogi“ Gupta erläutert in einem anschaulichen Video, wie ein Concorde-Nachfolger bei Airbus funktionieren könnte. Der Inder ist Patentberater und nach eigenem Bekenntnis leidenschaftlich verbunden mit Wissenschaft und Technik.

Gupta spricht von einem „revolutionären Flugzeug, das jeden anderen Überschalljet weit hinter sich lässt“ und „mit einer Geschwindigkeit von 4,5 Mach sogar die Concorde beschämt“. Die war mit gut doppelter Schallgeschwindigkeit unterwegs.

Kommentare (4)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Tom Schmidt

12.08.2015, 14:05 Uhr

Journalismus in Zeiten von Strg-C und vollkommenen eigenen Unverständnis.

Ich habe heute im Blätterwald diese Nachricht gelesen und konnte es kaum glauben, dann habe ich Patent-Jogi mir angesehen. Selbst Patent-Jogi spricht von 35000 METERN, Nicht KILOMETERN! Im Orbit und im Weltraum spielt der Überschallknall keine Rolle! Das ist richtig! Es gibt ihn ja auch nicht!

Das ist das schönste Beispiel wie man mit Ringzitierung einen vollkommenen Blödsinn in die Welt absetzen kann und 95 % glauben es!

Herr Roland Magiera

13.08.2015, 08:36 Uhr

Das peinlich dummes Marketinggeschwätz für Nichtnaturwissenschaftler, was Airbus da absondert.

Falls Airbus Milliarden in diese Technologie steckt, dann sind sie verloren, Boeing ist an so einem Flieger fast kaputt gegangen.

Wenigstens fliegt er mit einem Biotreibstoff, den es noch nicht gibt...

Zudem ist es gefährlich, so schnell zu fliegen, eine kleine Panne und der Vogel zerbröselt zu Staub in der Luft, außerdem wird der Treibstoffverbrauch legendär hoch sein.

Fazit: mit bestehender Technologie sind Überschallpassagierflugzeuge nicht wirtschaftlich zu betreiben, auch nicht mit der hier projektierten und schneller als die Blackbird wird der Vogel auch definitiv nicht sein! Nie und nimmer fliegt die Maschine Mach 4,5 außer im beginnenden Weltraum, dann wird der Spaß aber sehr viel zu teuer, selbst für Superstars.

Herr Hans Leiser

13.08.2015, 17:25 Uhr

Ja, so langsam häufen sich solche Fehler im Handelsblatt, genauso wie Rechtschreibung und Grammatik...möglicherweise arbeiten da die Praktikanten nicht sorgfältig genug...

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×