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06.04.2006

12:00 Uhr

Corporate Citizenship

Nobelpreisträger aus der Kiste

VonChristoph Hardt

Siemens fördert ein Projekt, mit dem Kinder schon im Vorschulalter Interesse für Naturwissenschaften entwickeln sollen.

MÜNCHEN. Die Kisten sind aus Holz, darin eine Hand voll bunte Blätter, Tücher, Reagenzgläser, Drähte, Batterien und Glühbirnchen – so stellt man sich große Zauberkästen vor. Womit die Frage entsteht, was das Ganze auf dieser Seite zu suchen hat. Aber wer weiß, vielleicht wächst dank dieser bunt befüllten Kästen ja schon in absehbarer Zeit ein weiterer deutscher Nobelpreisträger heran.

„Forscherkiste“ nennt sich das Projekt, entwickelt haben es eine Diplomkauffrau und eine Chemikerin aus Starnberg. Ein Professor für Entwicklungspsychologie stand ihnen zur Seite, herausgekommen ist eines der spannendsten Projekte für frühkindliches Lernen, die das Land derzeit zu bieten hat. Es geht darum, so früh wie möglich die Begeisterung für die Naturwissenschaften zu wecken. Und darum hat sich auch die Firma Siemens der Forscherkisten angenommen.

Tatort Kindergarten Sankt Wilhelm in München Oberschleißheim, Mittwoch, 9,15 Uhr. Außen Beton, innen volles Programm. Ein Dutzend Sechsjähriger steht um einen Tisch und beobachtet, wie Blubbergas entsteht. Franziskus, lange braune Haare, braune Augen, schnipst mit dem Finger, als die Erzieherin nach dem Glas aus der Kiste fragt: „Primärglas“, sagt er zum Reagenzglas. Da hat er zwar etwas mit den Primärfarben durcheinander gebracht, aber so ist das manchmal mit der Ordnung in den Naturwissenschaften.

Nun stülpt die Erzieherin einen mit Backpulver gefüllten Luftballon über das mit Essig gefüllte „Primärglas“ und siehe da, der Ballon bläst sich zur Verblüffung der Kinder wie von selbst auf. Chemisch gesehen ist hier Kohlendioxid entstanden, als Erlebnis aber nehmen die Kinder mit, wie spannend das Lernen aus und mit Erfahrung sein kann. „Die Kinder sind immer wieder begeistert“, sagt Jutta Schmidt, die Leiterin des Kindergartens.

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