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17.09.2013

04:55 Uhr

Costa Concordia

Kreuzfahrtriese ist aufgerichtet

Der Schiffbruch erregte weltweit Aufsehen, nun folgt die Bergung: Das Wrack des Kreuzfahrtriesen „Costa Concordia“ ist aufgerichtet. Nie zuvor wurde ein derart großes Passagierschiff geborgen.

Klick der Woche

Bergung im Zeitraffer: Die Costa Concordia steht wieder

Klick der Woche: Bergung im Zeitraffer: Die Costa Concordia steht wieder

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RomDas Wrack des Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia" ist am zweiten Tag der Bergungsarbeiten in eine aufrechte Position gezogen worden. In einem 19 Stunden langen Manöver hoben Techniker das vor mehr als eineinhalb Jahren vor der Insel Giglio havarierte Kreuzfahrtschiff aus seiner Schräglage.

Die am Montag eingeleitete Operation sei am Dienstag um 04.00 Uhr erfolgreich abgeschlossen worden, sagte der Chef des italienischen Zivilschutzes, Franco Gabrielli. Das 290 Meter lange Schiff, das so groß ist wie ein elfstöckiges Hochhaus, lag seit mehr als 20 Monaten vor der toskanischen Küste im Mittelmeer.

Nie zuvor wurde ein so großes Passagierschiff geborgen. Millimeter für Millimeter wurde der Stahlkoloss mit Seilen, Flaschenzügen und Schwimmkörpern in die Senkrechte gebracht. Die Aufrichtung des Schiffsrumpfes begann am Montag mit dreistündiger Verspätung.

Nach der Aufrichtung soll die "Costa Concordia" mit ihren 14 Decks auf einer im Meeresgrund verankerten Plattform fixiert werden. Erst im Frühjahr, wenn die Winterstürme vorüber sind, kann das Schiff, das Passagiere einst mit einem Kasino und vier Pools lockte, an einen anderen Ort geschleppt werden, um auseinandergenommen zu werden.

Havariertes Kreuzfahrtschiff

Wrack der Costa Concordia wird aufgerichtet

Havariertes Kreuzfahrtschiff: Wrack der Costa Concordia wird aufgerichtet

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Schlechtes Wetter in der Nacht hatte den Bergungsbeginn frühmorgens zunächst um drei Stunden verzögert. „Um Punkt neun Uhr hatten wir alle Kontrollen durchgeführt und die Bergungsoperation gestartet“, teilte das internationale Expertenteam auf der Insel mit.

Es hatte weiterhin Verzögerungen bei dem sehr schwierigen Aufrichten des Kreuzfahrtschiffes gegeben, die Experten zeigten sich jedoch zufrieden. Ursprünglich waren die Fachleute davon ausgegangen, die am Montagfrüh begonnenen Arbeiten an dem Wrack nach etwa zehn bis zwölf Stunden abzuschließen, dann zog sich das Unterfangen in die Nacht hinein. „Wir machen die ganze Nacht ohne Unterlass weiter“, hatte Italiens Zivilschutzchef Franco Gabrielli angekündigt.

Am Montag hatte sich das Bergungsteam den ganzen Tag über damit befasst, mit einem hydraulischen System das vor gut 20 Monaten vor Giglio gekenterte Schiff aufzurichten. Der Kreuzfahrtriese wurde zunächst ein Stück weit aufgerichtet und aus seiner eingekeilten Lage zwischen zwei Felsen befreit. Bis es aufrecht stand, musste das Wrack um insgesamt 65 Grad gedreht werden. Danach wird es provisorisch schwimmfähig gemacht, um im ersten Halbjahr 2014 abtransportiert und verschrottet zu werden. Das Aufrichten galt als einzigartige Aktion mit dem Risiko, dass die „Costa Concordia“ auseinanderbrechen könnte.

Kommentare (2)

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Thomas-Melber-Stuttgart

16.09.2013, 12:25 Uhr

Wir könnten doch Micaela Schäfer 'mal vorbeischicken ...^^

Account gelöscht!

16.09.2013, 14:48 Uhr

Nicht langsam aufrichten - langsam drehen. Da ist noch nix mit aufrichten.

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