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31.01.2005

12:07 Uhr

Forschung + Medizin

Creutzfeldt-Jakob im Schönheitssalon?

Die britischen Gesundheitsbehörden halten es für möglich, dass die neue Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit über Injektionen beim Schönheitschirurgen übertragen werden kann.

Schönheitssalon

Rinderwahnsinn durch Schönheitsoperationen? Britische Wissenschaftler gehen dem Verdacht nach.

dpa LONDON. Die britischen Gesundheitsbehörden halten es für möglich, dass die neue Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit über Injektionen beim Schönheitschirurgen übertragen werden kann.

Sir Liam Donaldson, der höchste Beamte im britischen Gesundheitswesen, wurde mit den Worten zitiert, es müsse untersucht werden, ob ein Risiko für die Übertragung der menschlichen Form der Rinderseuche BSE auf diesem Wege bestehe.

„Es gibt keine Beweise für Ausbrüche in Bezug auf die Verwendung dieser Produkte, aber das ist etwas, was wir untersuchen müssen“, sagte Donaldson. Es gehe dabei um das so genannte „Füllmaterial“, das von manchen Schönheitschirurgen unter die Haut gespritzt werde, um Falten zu glätten, Lippen dicker zu machen oder die Gesichtszüge zu verändern. Dieses Material werde teils aus Tieren gewonnen. Auch menschliche Bestandteile seien schon nachgewiesen worden. Möglicherweise bestehe auch die Gefahr einer Übertragung von Hepatitis und anderer Krankheiten, die durch Viren im Blut entstünden. Donaldson ist der wichtigste Berater der britischen Regierung für Gesundheitsfragen. Die Regierung will die Bestimmungen für Schönheitschirurgen drastisch verschärfen und hält es für möglich, dass ein Sechstel aller Anbieter infolgedessen schließen muss.

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