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18.08.2012

09:07 Uhr

„Curiosity“-Daten

Auf dem Mars ist es über Null Grad warm

„Curiosity“ wird zur Wetterstation: Der Roboter hat die Temperatur auf der Marsoberfläche gemessen – das erste Mal seit 30 Jahren. Demnächst soll er auf Reisen gehen. Die Wissenschaftler haben schon ein Ziel ausgemacht.

Eine künstlerische Darstellung des Mars-Einsatzes von „Curiosity“. dpa

Eine künstlerische Darstellung des Mars-Einsatzes von „Curiosity“.

Los Angeles/WashingtonTemperaturen von mehr als Null Grad Celsius hat der Marsroboter „Curiosity“ (Neugier) auf dem Roten Planeten gemessen. Der Roboter habe in seiner direkten Nähe auf der Marsoberfläche im Gale-Krater am Donnerstag einen Höchstwert von „276 Kelvin“, das entspricht 2,85 Grad Celsius, gemessen, sagte einer der für die Mission zuständigen Wissenschaftler, John Grotzinger vom kalifornischen Institut für Technologie (Caltech) am Freitag. „Das ist ein sehr wichtiger Moment für die Wissenschaft, denn zuletzt hat es auf dem Mars vor genau 30 Jahren eine langfristige Wetterstation gegeben.“

„Curiosity“ war nach einer mehr als achtmonatigen Reise durchs All am 5. August erfolgreich auf dem Mars gelandet. Er sendete bereits spektakuläre Farbbilder, auf denen die Landschaft des Kraters Gale zu sehen ist, in dem sich der Roboter befindet. „Curiosity“ soll während seiner zweijährigen Mission Erkundungen am dort liegenden 5.000 Meter hohen Mount Sharp vornehmen.

Grotzinger stellte am Freitag vier neue Aufnahmen vor. Auf einem Foto waren deutlich die verschiedenen Gesteinsschichten der Hügel am Fuße des Mount Sharp zu erkennen. „Wahrscheinlich gibt es dort in allen Schichten hydrierte Mineralien“, sagte er. Die Forscher vermuten, dass es im Gale-Krater früher Wasser gab und dass die Gesteinsschichten Spuren von früherem Leben auf dem Mars enthalten könnten.

In ein paar Wochen soll der Marsroboter seinen Landeplatz verlassen und losrollen. In einigen Tagen werde die Fahrtüchtigkeit des Forschungsroboters erstmals getestet, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Freitag bei einer Pressekonferenz im kalifornischen Pasadena mit. Dazu werde der Rover die vier beweglichen seiner insgesamt sechs Räder erst einmal hin- und herwenden. Danach soll er ungefähr drei Meter vorfahren, sich um 90 Grad drehen, und dann zwei Meter zurücksetzen. „Es gibt viele erste Male für "Curiosity" in den nächsten Wochen, aber die ersten Bewegungen der Räder, das erste Mal, dass sich der Rover wirklich bewegt, wird etwas sehr Besonderes sein“, sagte Nasa-Manager Mike Watkins.

Die Wissenschaftler haben auch schon ein erstes Ziel ausgesucht: „Glenelg“ sei ein Punkt auf dem Mars, an dem drei verschiedene geologische Formationen zusammenstießen, so Grotzinger. Zum Beispiel seien dort übereinandergeschichtete Felsschichten zu finden. „Wir hatten viele starke Möglichkeiten zur Auswahl. Das ist ein Problem, von dem Planeten-Forscher träumen, aber man kann nur an einem Ort die erste Bohrung durchführen.“

Die Fahrt zu dem mehrere Kilometer von der Landestelle entfernten Ort werde wahrscheinlich vier bis sechs Wochen dauern. Auf dem Weg soll der Rover bereits loses Gestein vom Boden aufsammeln und analysieren. In Glenelg wird „Curiosity“ – so der Plan – dann erstmals seinen Bohrer einsetzen. Nach einem etwa einmonatigen Aufenthalt in Glenelg soll der Rover nach bisherigem Plan zu einem mehr als 5000 Meter hohen Berg weiterfahren. Dort könnte er etwa gegen Ende des Jahres ankommen.

Ende kommender Woche sollen die Überprüfungen aller wissenschaftlichen Instrumente an Bord des Rovers abgeschlossen sein. Dann würden erste wissenschaftliche Tests an der Landestelle durchgeführt, sagte Grotzinger.

Am Samstag sollte erstmals der Laser ausprobiert werden. Nach den Überprüfungen aller Instrumente werden erste wissenschaftliche Tests an der Landestelle vorgenommen, wie Grotzinger erläuterte.

Neue Ansichten vom Mars

Video: Neue Ansichten vom Mars

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Kommentare (10)

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schweine_im_weltall

18.08.2012, 03:54 Uhr

Temperaturmessungen sind möglich mit robotern
Erde ist Erde
Mars ist Mars.
Wenn Klippschüler reisen: dann gehts sogar auf den Mars.
Man kann Schimpansen sogar lehren Knöpfe zu drücken.
Sowas machen sogar Menschen miteinander.
Und dann drücken Menschen Knöpfe und lernen sogar etwas: dass der Mars recht weit weg ist.
Sowas merken Menschen daran, dass Funksignale bis zu 15 Minuten benötigen können.
Menschen, Nachprimaten, lernen, dass Signale sogar garnicht ankommen können.
So etwas wird Exterresten nachgeradezu enthusiasmieren müssen.
Ein Modell das ich mir selbst baue kann mir nur rekursive Signale senden. Andersartige Signale kann so ein System garnicht erfassen.

WROOOOOOOOM

18.08.2012, 04:10 Uhr

Sieht man sich Terraforming einmal genauer an fragt man sich natürlich:
Wovon wollen Terraformer eigentlich weg?
Oder wohin?
Mit welchen Erwartungen?
Und warum?
Neugierde?
Worauf?
Auf irgendwelche Scheißbakterien, die sie hier noch nichteinmal medizinisch gebacken bekommen?
Ja: der Mensch ist groß: die Bedingungen seiner Existenz noch etwas größer.
Die Spezies bleibt blind wie der Maulwurf, der sich freut, wenn kein Rasenmäher über seine Erkenntnisarbeit gehen wird.


WROOOOOOOOM.

winnie

18.08.2012, 07:42 Uhr

Offensichtlich haben wir es bei VROOOOOOOOM
mit einem Vorprimaten zu tun.

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