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12.12.2016

11:32 Uhr

Curiosity und Opportunity

Nasa-Marsrover rollen trotz Zipperlein weiter

Vor wenigen Wochen erst musste die Esa mit der Bruchlandung der Sonde Schiaparelli auf dem Mars einen herben Rückschlag hinnehmen. Die Nasa dagegen lässt ihre betagten Mars-Rover weiter über den Planeten rollen.

Erfolgreiche Arbeite auf dem Mars trotz löchriger Räder. dpa

Mars-Mission Curiosity

Erfolgreiche Arbeite auf dem Mars trotz löchriger Räder.

WashingtonSo hoch wie nie strebt der Rover Curiosity derzeit auf dem Mars. Langsam, aber kontinuierlich klettert der Roboter den Mount Sharp hinauf und untersucht ihn dabei mit seinen wissenschaftlichen Instrumenten. Auch Vorgänger Opportunity strebt neue Ziele an und rollt in eine etwa 200 Meter lange Schlucht, die noch nie ein Mars-Rover von innen gesehen hat.

Dabei wäre die Mars-Zeit von Curiosity (auf Deutsch: Neugier) und Opportunity (Gelegenheit) eigentlich längst abgelaufen. Die Curiosity-Mission war ursprünglich auf zwei Jahre angelegt. Der Zeitpunkt verstrich vor zwei Jahren – und gerade erst wurde um weitere zwei Jahre verlängert.

Opportunity läuft sogar schon zwölf Jahre länger als ursprünglich geplant. Und wurde ebenfalls gerade um zwei weitere Jahre verlängert. Zwar machte die baugleiche Schwester Spirit vor rund fünf Jahren schlapp – aber Opportunity und Curiosity rollen und rollen und rollen. Zudem umkreisen drei Nasa-Sonden den Roten Planeten.

Das klingt nach Erfolg – vor allem im Vergleich zu den Mars-Bemühungen anderer Länder. Die europäische Weltraumorganisation Esa hatte mit der Bruchlandung der Sonde Schiaparelli im Oktober einen herben Rückschlag hinnehmen müssen. Immerhin wurde ein Forschungssatellit in die Umlaufbahn des Mars gebracht. Und es laufen Planungen, 2020 einen Rover auf den Roten Planeten zu schicken.

Ob der dann dort auf die immer noch umherrollenden Nasa-Rover treffen wird? Theoretisch möglich, aber keineswegs sicher, denn beide sind nicht mehr so richtig fit.

Curiosity gibt sich zwar gerne taff per Kurznachrichtendienst Twitter: „Wetter-Vorhersage für den Mars: Globaler Staubsturm steht an“ hieß es dort jüngst. „Ich werde es schon überstehen.“ Aber der Rover musste in den vergangenen Jahren immer wieder vorübergehend in den Ruhezustand geschaltet werden, um kleinere Computerstörungen zu beheben.

Kommentare (2)

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12.12.2016, 13:20 Uhr

Es geht halt nicht über einen guten ATOMAREN ANTRIEB bzw. ENERGIEQUELLE!
Das Herzstück des Nasa-Marsrover Curiosity...Eine Radionuklidbatterie!

Eine Radionuklidbatterie, auch Radioisotopengenerator, Atombatterie oder kurz RTG (für radioisotope thermoelectric generator), wandelt thermische Energie des spontanen Kernzerfalls eines Radionuklids in elektrische Energie um. Sie gewinnt ihre Energie aus radioaktivem Zerfall, somit nicht aus Kernspaltung mit Kettenreaktion, und ist daher von Kernreaktoren zu unterscheiden.

Radionuklidbatterien sind im Allgemeinen klein, kompakt und kommen ohne bewegliche Teile aus. Sie sind autonom, wartungsfrei und können über Jahre bis Jahrzehnte hinweg elektrische Energie liefern.

Account gelöscht!

12.12.2016, 13:23 Uhr

Nachtrag...wer wissen will, wie die Zukunft der Energieversorgung ausschaut, der sollte sich mit der Kernforschung, atomare-radioaktive Forschung (Zerfall-und Prozesswärme) mal beschäftigen.
Zitat - Mars Science Loaboratory...
Des Weiteren erhielt Curiosity für seine Energieversorgung Radionuklidbatterien anstatt wetterabhängiger Solarzellen.

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