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23.01.2017

13:38 Uhr

Debatte um Magensäureblocker

„Zu viel, zu schnell und zu oft“

Millionen Deutsche nehmen regelmäßig Tabletten, die die Säureproduktion im Magen herunterregeln. Bei manchen Krankheiten sinnvoll, sind die massenhaft verschriebenen Präparate mittlerweile ins Gerede gekommen.

Magensäureblocker regeln die Säureproduktion im Magen herunter. dpa

Magensäureblocker

Magensäureblocker regeln die Säureproduktion im Magen herunter.

FrankfurtTabletten gegen Sodbrennen, Aufstoßen oder Magenschmerzen sind beliebt – zu beliebt, finden manche. Millionen Menschen nehmen sogenannte Protonenpumpen-Inhibitoren (PPI), auch Magensäureblocker genannt. Die steigende Zahl der Verschreibungen und Berichte über Nebenwirkungen und ein Abhängigkeitsrisiko haben die Medikamentengruppe in die Diskussion gebracht.

PPIs hemmen die Bildung von Magensäure und helfen dem Magen, sich zu beruhigen. Laut Arzneimittelverordnungs-Report werden sie inzwischen drei Mal so häufig verordnet wie noch vor zehn Jahren. 2015 wurden dem Deutschen Apothekerverband zufolge rund 36 Millionen Packungen auf Rezept herausgegeben. Zusätzliche vier Millionen Packungen gingen in Apotheken als frei verkäufliche Produkte über den Ladentisch.

Die Krankenkassen sehen die Entwicklung mit Sorge. „Dass immer mehr Patienten Magensäureblocker verordnet bekommen, ist weder durch steigende Erkrankungsraten noch durch demografische Faktoren zu erklären“, kritisiert Barmer-Vorstandsvorsitzender Christoph Straub. Einer Barmer-Auswertung zufolge haben Mediziner in Deutschland zuletzt 13,4 Millionen Patienten solche Medikamente verordnet.

„In jüngster Zeit mehren sich Hinweise, dass eine langfristige Einnahme von PPI mehr Nebenwirkungen verursachen könnte als bislang bekannt“, heißt es bei der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS). Vor allem ein höheres Risiko für Osteoporose wird genannt und Entzündungen wegen einer aus dem Lot geratenen Darmflora. Auch Nierenversagen, Demenz und Herzinfarkt werden erwähnt – wobei der mögliche Zusammenhang hier aus Sicht von Experten nicht bewiesen ist.

Die Studienlage sei „dürftig und teils auch widersprüchlich“, betont DGVS-Sprecher Christian Trautwein, Klinikdirektor in Aachen: „Dennoch müssen die aktuellen Hinweise Anlass dazu geben, die bislang recht unkritische Verschreibung und Einnahme von Protonenpumpen-Inhibitoren zu überdenken.“

Abgesehen von den möglichen Risiken könne „aus dem gelegentlichen Griff zu den PPIs schnell eine Dauereinnahme“ werden, gibt Matthias Ebert, Klinikdirektor am Universitätsklinikum Mannheim, zu bedenken. Die Medikamente unterdrücken die Produktion von Magensäure – setzt man sie abrupt ab, schießt die Säureproduktion erst recht in die Höhe und die Beschwerden kommen wieder, manchmal stärker als zuvor.

Kommentare (1)

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23.01.2017, 14:37 Uhr

"Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

@ Herr Hoffmann

ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

"Herr Fritz Porters23.12.2016, 12:25 Uhr
Liebe komödiantische Kommentatorengemeinde,

es ist mal wieder ein Fest wie lustig hier kommentiert wird ...was wäre mein Tag ohne diese wunderbaren Geistesblitze, die hier gepostet werden. Herrlich :-)"


@Porters

VIELEN DANK Herr Porters,
es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
Schön das Sie das zu schätzen wissen.

Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
Paff, von Horn, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke, Eibel,Ebsel,Grande, Dirnberger,Trautmann....

ohne sie wäre ich hier sehr einsam !

Aber besonders erwähnen möchte einen, der wirklich den ganzen Tag, und damit meine ich von morgens bis abends, aber auch wirklich jeden Artikel kommentiert (er ist fleisiger als ich), und auch die meisten Artikel mehrmals kommentiert.....

das ist unser geliebter

SPIEGEL

Danke

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