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11.06.2016

08:11 Uhr

Deep Sea Mining

China plant bemannte Station unter Wasser

VonWerner Pluta
Quelle:Golem.de

Eine eigene Raumstation plant China schon länger, jetzt soll auch unter Wasser Präsenz gezeigt werden. Das Reich der Mitte will eine Station auf dem Meeresgrund errichten. Sie soll aber nicht nur der Wissenschaft dienen.

Nasa-Aquanauten proben die Arbeit unter Wasser. Auch China will unter Wasser verstärkt Präsenz zeigen und plant deshalb den Aufbau einer Station am Meeresboden.

Raumstation unter Wasser

Nasa-Aquanauten proben die Arbeit unter Wasser. Auch China will unter Wasser verstärkt Präsenz zeigen und plant deshalb den Aufbau einer Station am Meeresboden.

BerlinChina taucht ab: Die chinesische Regierung plant den Bau einer bemannten Station auf dem Meeresgrund. Das berichtet die US-Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf eine Präsentation des chinesischen Wissenschaftsministeriums.

Die Station soll in 3000 Metern Tiefe aufgebaut werden und Platz bieten für mehrere Dutzend Personen, die dort jeweils einen Monat verbringen sollen. Die Station wird aber nicht fest an einem Ort verankert sein, sondern den Standort wechseln können. Sie soll der Suche nach Bodenschätzen auf dem Meeresgrund dienen, aber auch militärischen Zwecken.

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China gehört nicht zu den Betreibern der Raumstation ISS, nicht zuletzt wegen Widerständen aus den USA. Deshalb plant das Land eine eigene Raumstation – und hat auch noch andere ehrgeizige Weltraumpläne.

Das Wissenschaftsministerium misst dem Projekt große Bedeutung bei: Es stehe auf dem zweiten Platz einer Liste der 100 wichtigen Wissenschafts- und Technikprojekte des Ministeriums für den aktuellen Fünfjahresplan, berichtet Bloomberg.

An der Planung ist laut dem Ministerium die China Shipbuilding Industry Corporation beteiligt, ein Unternehmen, das sowohl im Schiffbau und als auch in der Rüstung tätig ist.

Details sind bisher allerdings nur wenige bekannt: weder wie die Station aussehen noch was sie kosten soll oder wann sie einsatzbereit sein wird. Aufgestellt wird sie mutmaßlich im Südchinesischen Meer: Unter dem Meeresgrund dort werden unter anderem bedeutende Öl- und Gasvorkommen vermutet.

Seit längerem streiten sich die Anrainer um dieses Gebiet: Brunei, China, Indonesien, Malaysia, die Philippinen, Taiwan und Vietnam erheben Ansprüche auf das Seegebiet und diverse Inseln. Neben den Bodenschätzen gelten die Gewässer als besonders fischreich, zudem verlaufen durch sie einige der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt.

Über dem Meeresspiegel zementiert China bereits Ansprüche: Auf den in der umstrittenen Region gelegenen Spratly-Inseln wurden künstliche Inseln aufgeschüttet. Auf einer wurde ein Flughafen gebaut.

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