Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

17.11.2016

13:46 Uhr

Die Schlaf-Revolution

Dann schlaft mal schön!

VonThorsten Giersch

Spätestens mit „Thrive“ hat Arianna Huffington auch als Buchautorin auf sich aufmerksam gemacht. Jetzt hat die Gründerin der Huffington Post einen Ratgeber zum Thema Schlaf geschrieben – mit erschreckenden Erkenntnissen.

dpa

Gesund und ausreichend schlafen gelingt zu selten

DüsseldorfBill Clinton weiß inzwischen, wie man Fehler eingesteht: „Jeden wichtigen Fehler, den ich in meinem Leben gemacht habe, habe ich gemacht, weil ich müde war“, sagte der ehemalige US-Präsident 2001 in einem Interview und meinte damit auch Fehler innerhalb seiner Amtszeit.

Schlaf ist etwas für Schwache. Vier, fünf Stunden pro Nacht - das muss reichen. Wer etwas erreichen will auf der Karriereleiter, der sollte sich angewöhnen, Nächte durchzuarbeiten und auch mit wenig Schlaf klarzukommen. Fraglos: Es gibt dieses Klischee und es wird von Millionen Managern gelebt - teilweise, weil es vermeintlich nicht anders geht, oft aber auch, um einem Mainstream-Image gerecht zu werden.

Sechs Tipps für einen besseren Schlaf

Schlafstörungen

Schlafstörungen gehören für viele Menschen zum Alltag, gerade in der heißen Jahreszeit finden wir oft nicht den Schlaf, den wir brauchen. Doch nicht immer muss deshalb gleich zum Schlafmittel gegriffen werden.

Elektronik verbannen

Egal, ob Smartphone, Tablet oder Fernseher: Elektronische Geräte versetzen das Gehirn in Alarmzustand. Die künstliche Beleuchtung hemmt die Ausschüttung des "Schlafhormons" Melatonin.

Ernährung beachten

Alkohol kann helfen, schneller einzuschlafen. Dafür wird die Nacht unruhiger. Faustregel: maximal ein Glas Bier oder Wein. Besser ist ein Glas warme Milch, denn sie enthält die Aminosäure Tryptophan – und die fördert den Aufbau des Schlafhormons Serotonin. Zu viel Eiweiß und Proteine sind allerdings schwer verdaulich. Übrigens: Das Nikotin der Gute-Nacht-Zigarette stimuliert das Gehirn und macht das Einschlafen schwerer.

Zeiten einhalten

Gehen Sie regelmäßig zur selben Zeit ins Bett, möglichst auch am Wochenende. Unser Körper ist ein Gewohnheitstier. Gerät er außer Rhythmus, führt das zu Anspannung. Und die mündet immer in schlechteren Schlaf.

Rituale Pflegen

Egal, ob Buch oder Badewanne, Musik oder Tee, Yoga oder ein Spaziergang – Entspannungsrituale bereiten Ihren Körper auf die Nachtruhe vor.

Sorgen vergessen

Wenn Ihre Gedanken noch im Bett um die Arbeit kreisen, hilft ein kleiner Trick: Schreiben Sie Ihre Sorgen auf einen Zettel, dann können Sie beruhigter schlafen.

Baden

Eine kühlende Dusche oder ein Bad vor dem Schlafengehen können helfen, in heißen Nächten Schlaf zu finden. Allerdings sollte das Wasser nicht eiskalt sein, denn das bringt den Körper wieder auf Touren.

Arianna Huffington zeigt, wie falsch es ist, regelmäßig weniger als sieben Stunden pro Nacht zu schlafen. Es ist erstaunlich, wie viele wissenschaftliche Studien es zum Thema Schlaf inzwischen gibt - die Forschung hat hier in den vergangenen Jahren gewaltige Sprünge gemacht. Und beinahe noch erstaunlicher ist, dass die Autorin die meisten dieser Studien kennt

Die Gründerin der Huffington Post hat mit „Die Schlaf-Revolution“ eine wahre Fleißarbeit hingelegt. Der Nachteil für den durchschnittlichen Leser: Es geht über 400 Seiten lang - und nicht alle sind gleichermaßen spannend.

Schlafsystem Withings Aura im Test: In den Schlaf geleuchtet

Schlafsystem Withings Aura im Test

In den Schlaf geleuchtet

Schlafmangel und unruhige Nächte zehren an den Kräften. Abhilfe will Withings mit dem Schlafsystem Aura schaffen: Das farbige Licht soll abends müde und morgens munter machen. Wir haben uns für Sie aufs Ohr gehauen.

Das Paradoxe ist ja: „Auch wenn wir heute mehr über den Schlaf wissen glauben als zu jeder anderen Zeit in der Geschichte, gelingt es uns immer weniger, tatsächlich genug Schlaf zu finden.“ 40 Prozent der Amerikaner bekämen weniger als das empfehlende Minimum von sieben Stunden Schlaf pro Nacht, so die Autorin und nennt das eine „Volkskrankheit“. Ein Drittel der Deutschen und über 65 Prozent der Japaner geben an, nicht genug Schlaf zu bekommen. Der durch den Schlafmangel entstehende Produktivitätsverlust beträgt allein in den USA 63 Milliarden Dollar pro Jahr.

Viele sehen im Schlaf eine nutzlose Zeit, aber für unseren Körper und vor allem unser Gehirn sind diese Stunden der Ruhe extrem wichtig. Die Gründe für den Schlafmangel sind vielfältig - und man muss der Autorin zugute halten, dass sie sauber differenziert zwischen biologischen Ursache, die eher als Krankheit anzusehen sind, und quasi selbstverschuldeten: Elektronische Geräte senden „blaues Licht“ aus, das uns beim Einschlummern hindert. Der Zeitdruck ist gefühlt deutlich angestiegen. Man regt sich auch spätabends noch über Emails oder sonstige Nachrichten auf.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

18.11.2016, 13:33 Uhr

"Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

@ Herr Hoffmann

ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

Aber immer gerne, dafür gebe ich und Herr von Horn uns richtig Mühe.
Nicht einfach den ganzen Tag zu allen Artikeln Kommentare zu schreiben.
Da muss man schon einen breit aufgestellten Sachverstand haben. Danke

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×