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30.12.2016

10:29 Uhr

Digitales Himmelslexikon

Ein Puzzlestück der Unendlichkeit

Forscher haben einen Datenkatalog zu Milliarden von Sternen, Galaxien und anderen Himmelsobjekten vorgestellt. Doch bei aller Materialfülle ist das nur ein winziges Puzzlestück bei der Erforschung des Universums.

Das Teleskop mit seiner extrem leistungsfähigen Kamera durchforstete über vier Jahre hinweg den Nachthimmel. dpa

Großteleskop Pan-Starrs auf Hawaii

Das Teleskop mit seiner extrem leistungsfähigen Kamera durchforstete über vier Jahre hinweg den Nachthimmel.

Heidelberg/MünchenEin riesiges digitales Nachschlagewerk für Milliarden von Sternen, Galaxien und anderen Himmelsobjekten hat ein internationales Forscherteam erstellt. Das Himmelslexikon sei die bisher weltweit größte digitale Himmelsdurchmusterung, drei Viertel des Nachthimmels seien darin erfasst, teilte das beteiligte Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg mit. „Wir konnten bis an den Rand des Universums blicken“, sagte Institutsdirektor Hans-Walter Rix.

Der Katalog basiert auf Beobachtungen des Teleskop-Systems „Pan-Starrs“. Das Großteleskop „PS1“ mit einer extrem leistungsfähigen Kamera durchforstete dafür seit 2010 über vier Jahre hinweg den Nachthimmel. Abgelichtet wurden etwa Sternenexplosionen (Supernovae), Asteroiden, fremde Galaxien und bis zu 12,5 Milliarden Lichtjahre entfernte Schwarze Löcher.

Insgesamt wurden drei Milliarden Himmelsobjekte in die Datenbank eingespeist. Die Wissenschaftler erhoffen sich davon unter anderem neue wichtige Hinweise auf die Entstehung des Universums. Auch können sie beispielsweise erdnahe Asteroiden sichten und damit die mögliche Gefahr eines Einschlags auf der Erde besser bewerten.

Der riesige Katalog umfasst zwei Petabyte Daten - „das entspricht 40 Millionen Aktenschränken mit jeweils vier Schubladen eng bedrucktem Text“, hieß es. Der Himmel war dafür 60 Mal durchkämmt und gescannt worden. Die Forscher brauchten dann noch drei weitere Jahre, um alle Informationen systematisch zu erfassen, damit Astrophysiker und andere Wissenschaftler schnell darauf zugreifen können.

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30.12.2016, 12:44 Uhr

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