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10.10.2012

15:47 Uhr

Dragon-Kapsel erreicht ISS

Raumstation fängt den Drachen ein

Einmal richtig zugepackt – und schon können sich die Astronauten der Raumstation ISS über 400 Kilogramm Nachschub freuen: Die private Raumfähre Dragon hat die Station im All erreicht und wurde erfolgreich eingefangen.

Die Dragon-Kapsel am Roboterarm der Raumstation. dapd

Die Dragon-Kapsel am Roboterarm der Raumstation.

WashingtonNach zweieinhalbtägiger Reise hat das private US-Raumschiff Dragon am Mittwoch die Internationale Raumstation ISS erreicht. Das teilte das Nasa-Kontrollzentrum in Houston im US-Bundesstaat Texas mit.  

Nasa-Astronautin Sunita Williams und ihr japanischer Kollege Aki Hoshide packten die Kapsel, die über  kein aktives Kopplungsaggregat verfügt, mit Roboterarm der Raumstation. Sie sollte dann an einer Schleuse der ISS festmachen.

Der wiederverwendbare Frachter war am Sonntag (Ortszeit) in Cape Canaveral (Florida) gestartet. Es ist der erste von zwölf offiziellen Transportflügen zur ISS, die die Weltraumbehörde Nasa bei der Privatfirma gebucht hat. Sie hat dafür mit SpaceX einen rund 1,25 Milliarden Euro schweren Vertrag abgeschlossen. Da die Nasa ihre Shuttle eingemottet hat, verfügt sie derzeit über kein eigenes Vehikel für Flüge zur ISS.

„Es sieht ganz danach aus, dass wir den "Drachen" gezähmt haben“, sagte Astronautin Williams, nachdem die Kapsel sicher in den Fängen des Greifers steckte. „Wir sind glücklich, dass wir ihn bei uns an Bord haben.“

Der Frachter hat gut 400 Kilo an Gastgeschenken für die ISS-Bewohner mitgebracht. Hauptsächlich ist es Material für wissenschaftliche Experimente. Aber auch Kleidung und andere Versorgungsgüter hat der „Drache“ in seinem Bauch. Dazu zählt Vanille-Eiscreme mit Schokoladensoße für die Crew im All, wie Nasa-Programm-Manager Michael Suffredini bereits vor dem Start des Transporters verraten hatte.

Ein Kühlschrank an Bord der Kapsel sollte dafür sorgen, dass das süße Mitbringsel bei der Anreise nicht dahinschmilzt. Er soll auf dem Rückweg Urin- und Blutproben für medizinische Experimente kalt halten.

Zunächst heißt es für die ISS-Bewohner jedoch: Auspacken. Dafür haben sie genügend Zeit. Erst am 28. Oktober soll die Kapsel zur Erde zurückkehren. Mit Hilfe von Fallschirmen soll sie vor der Küste Südkaliforniens im Meer landen und dann geborgen werden.

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