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01.10.2014

13:37 Uhr

Ebola

Wer stoppt das Virus?

In Westafrika hat Ebola schon Tausende Menschen getötet. Jetzt ist der Erreger erstmals bei einem Patienten außerhalb von Afrika diagnostiziert worden. Wie groß ist das Risiko, dass Ebola auch nach Deutschland kommt?

Ebola hat in Westafrika bereits Tausende Opfer gefordert. dpa

Ebola hat in Westafrika bereits Tausende Opfer gefordert.

BerlinNoch bevor er die eigentliche Nachricht verkündet, schob Thomas Frieden seine üblichen Mahnungen vorweg. Ja, Ebola sei eine „angsteinflößende Krankheit“, sagte der Direktor der US-Gesundheitsbehörde CDC. Aber das Ansteckungsrisiko in den USA sei äußerst gering, das Gesundheitssystem der USA zudem „stark“ und „vollkommen anders“ als in den von der Ebola-Epidemie betroffenen Ländern in Westafrika, wo es bereits mehr als 3000 Tote gab.

Will sagen: Kein Anlass zur Hysterie – auch wenn, und das musste Frieden dann doch eingestehen, nun das eingetreten ist, was lange befürchtet worden war: Ein Ebola-Fall in den USA, der erste mit der Krankheit diagnostizierte Patient außerhalb Afrikas.

Ganz normal per Linienflug war er am 20. September aus Liberia in die USA eingereist. Da hatte er sich nach ersten Erkenntnissen wohl schon mit der Krankheit angesteckt, zeigte aber noch keine Symptome. Die entwickelte er erst, als er bereits zu Besuch bei Familienmitgliedern in Dallas im US-Bundesstaat Texas war.

Das ist das Ebola-Virus

Das Virus

Das Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Es löst ein sogenanntes hämorrhagisches, das heißt mit starken Blutungen einhergehendes Fieber aus.

Die Gefahr

Je nach Erregerstamm sterben 25 bis 90 Prozent der Patienten an einer Ebola-Erkrankung. Trotz intensiver Forschung gibt es weder eine Impfung noch ein Heilmittel.

Der Übertragungsweg

Seinen Ursprung hat das Virus im Tierreich. Menschen können sich über den Kontakt zu erkrankten Tieren infizieren, unter anderem Affen. Von Mensch zu Mensch überträgt sich die Krankheit durch Blut und andere Körperflüssigkeiten.

Die Krankheit

Die Inkubationszeit beträgt zwei Tage bis drei Wochen. Plötzlich setzen Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Schwächegefühl und Halsschmerzen ein. Später gehen Nieren- und Leberfunktion zurück, es können schwere innere Blutungen auftreten.

Die Gefahrenzone

Ebola kommt vor allem nahe des afrikanischen Regenwaldes vor. Zum ersten Mal tauchte es 1976 im Sudan und im Kongo nahe des Ebola-Flusses auf. Ihm verdankt die Krankheit auch ihren Namen.

Am 26. September ging er deswegen erstmals ins Krankenhaus, zwei Tage später wurde er in einer Isolierstation im Texas Health Presbyterian Hospital in Dallas untergebracht. Am Dienstag (Ortszeit) wurde anhand mehrerer Proben eindeutig festgestellt, dass der inzwischen schwer kranke Patient mit dem Ebola-Virus infiziert ist.

Der Fall macht einmal mehr deutlich, was die aktuelle Ebola-Epidemie gegenüber früheren Ausbrüchen der Krankheit so gefährlich macht. Beschränkte sich Ebola zuvor auf ländliche Gebiete in Afrika ohne direkten Anschluss an internationale Verkehrswege, so hat die Krankheit diesmal auch große Städte mit ihren internationalen Flughäfen erreicht.

Zwar werden Passagiere an den Flughäfen der betroffenen Länder auf Fieber und andere Symptome überprüft, bei begründetem Verdacht auf Ebola wird ihnen die Mitnahme verweigert. Wie der Fall in Texas zeigt, ist dies aber keine Garantie dafür, dass das Virus nicht in andere Länder gebracht wird. Denn in den ersten Tagen nach der Ansteckung zeigen sich noch keine Symptome.

Kommentare (3)

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Herr Vittorio Queri

01.10.2014, 13:49 Uhr

>> Das Virus kann in alle Teile der Welt fliegen <<

Die Amis haben ein Programm aufgesetzt : aus 7 mach 2 ** !

Das Virus ist neben den Kriegen ein Bestandteil dieses Programms !

** Angabe der Weltbewohner in Mrd. Menschen

Frau Annette Bollmohr

01.10.2014, 13:56 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Herr Vittorio Queri

01.10.2014, 13:58 Uhr

Realistisch.....!

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