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08.12.2016

15:25 Uhr

Ehec, Zika, Ebola

EU-Rechnungshof mahnt besseren Schutz vor Viren an

In Zeiten der Globalisierung reisen auch Viren und Keime rasend schnell über Grenzen und Kontinente. Die EU muss sich darauf noch besser vorbereiten, mahnt überraschend der europäische Rechnungshof.

Seit einiger Zeit ist die Vogelgrippe auch wieder in Deutschland angekommen. Jetzt mahnt der europäische Rechnungshof, EU-Bürger seien nicht gut genug vor Gesundheitsgefahren geschützt. Felix Kädpa

Vogelgrippe

Seit einiger Zeit ist die Vogelgrippe auch wieder in Deutschland angekommen. Jetzt mahnt der europäische Rechnungshof, EU-Bürger seien nicht gut genug vor Gesundheitsgefahren geschützt.

BrüsselDie EU schützt ihre Bürger aus Sicht des europäischen Rechnungshofs nicht optimal vor globalen Gesundheitsgefahren wie Vogelgrippe, Ebola oder Zika. Die Vorbereitung darauf sei zwar besser geworden, habe aber immer noch erhebliche Schwachstellen, schreibt der Rechnungshof in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht.

Nach weltweiten Epidemien wie Schweinegrippe, Sars oder Vogelgrippe beim Menschen hatte die EU 2013 eine gezielte Zusammenarbeit zur Abwehr solcher Gefahren vereinbart. Ziel ist mehr Schutz vor großen Risiken, die keine Grenzen kennen.

Als Beispiel nennt der Rechnungshof auch den Chemieunfall 2010 in Ungarn, wo ätzendes Wasser aus einer Aluminiumfabrik austrat, oder die Ehec-Welle 2011, als innerhalb von zwei Monaten fast 4000 Menschen an der speziellen Variante von Escherichia coli erkrankten und 46 von ihnen starben. Jüngere Beispiele sind der Ebola-Ausbruch 2014 und die Ausbreitung des Zika-Virus in diesem Jahr.

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„Unsere wichtigste Erkenntnis ist, dass Europa jetzt besser auf Bedrohungen der Gesundheit vorbereitet ist, aber nicht zu 100 Prozent“, erklärte der zuständige Rechnungsprüfer Janusz Wojciechowski. Der Beschluss 2013 sei nur verzögert umgesetzt worden. Die Bereitschaftsplanung müsse weiter verbessert werden.

So hätten die Mitgliedstaaten zu wenig unternommen, um im Fall einer Grippepandemie rasch gemeinsam Impfstoffe zu beschaffen. Es sei kein EU-weites System dazu errichtet worden. Auch das Frühwarn- und Reaktionssystem müsse optimiert werden. Ein von der EU schon 2008 gestartetes Programm zur Bekämpfung von Gesundheitsgefahren, für das bis 2013 insgesamt 247 Millionen Euro zur Verfügung standen, habe zu wenig nachhaltige Ergebnisse gebracht.

Die Rechnungsprüfer halten ausdrücklich fest, dass es ihnen in diesem Fall weniger um Geldverschwendung gehe. „Dies ist eine der Überprüfungen, bei denen die Rolle des Rechnungshofs die des Anwalts der Bürger ist und nicht nur des Wächters von EU-Geldern“, sagte Wojciechowski.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

08.12.2016, 16:36 Uhr

"Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

@ Herr Hoffmann

ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

@Porters

VIELEN DANK Herr Porters,
es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
Schön das Sie das zu schätzen wissen.

Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
Paff, von Horn, Trautmann, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke....

ohne sie wäre ich hier sehr einsam !
Danke

Account gelöscht!

09.12.2016, 17:35 Uhr

Stimmt nicht. Die einzige Spielregel die es gibt, sind keine Kinder. Ansonsten ist meine Herzdame (inzw. sogar Verlobte) absolut gleichberechtigt. Und wird nach der Uni als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten. Wenn ich mit spätestens Mitte 40 mit dem Börsenzeugs aufhöre, und als GT3 -Fahrer im selbst finanzierten Team in der VLN mit einem R8 LMSultra teilnehme

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