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24.08.2014

14:13 Uhr

Elfenbeinküste schließt Grenzen nach Westen

Britischer Ebola-Patient kommt nach London

Ein im westafrikanischen Sierra Leone lebender britischer medizinischer Helfer ist an Ebola erkrankt. Einem Medienbericht zufolge soll er in die Heimat ausgeflogen werden. Die UN will sich indes noch stärker engagieren.

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Seuche auf dem Vormarsch: Ebola erreicht Kongo

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London/MonroviaDas Gesundheitsministerium in London bestätigte am Samstag den ersten Fall eines mit der Seuche infizierten britischen Staatsbürgers. Der Mann werde in Sierra Leone medizinisch betreut. Für die Bevölkerung in Großbritannien sei das Risiko insgesamt weiterhin sehr gering, erklärte das Gesundheitsministerium.

In Medienberichten vom Sonntag heißt es indes, der Erkrankte solle in seine Heimat geflogen werden. Wie die „Mail on Sunday“ berichtete, würden Vorbereitungen getroffen, den Mann mit einem Militärflugzeug auszufliegen. Er solle dann auf einer Isolierstation im Royal Free Hospital in London behandelt werden. Das britische Gesundheitsministerium wollte sich zu dem Bericht nicht äußern.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO sind bislang 1427 Menschen an Ebola gestorben. Mehr als 2600 Fälle von Erkrankungen seien bekannt. Die Seuche grassiert vor allem in den westafrikanischen Ländern Guinea, Liberia, Nigeria und Sierra Leone. Aus Furcht vor einer Ausbreitung der Seuche hat die Elfenbeinküste ihre Grenzen zu Guinea und Liberia geschlossen. Die „außergewöhnliche“ Entscheidung diene dem Schutz der einheimischen Bevölkerung und der in der Elfenbeinküste lebenden Ausländer, erklärte Regierungschef Daniel Kaban Duncan. Die Maßnahme trat bereits in Kraft. Im Südosten Liberias nahe der Grenze zur Elfenbeinküste waren am Freitag die ersten Ebola-Fälle registriert worden.

In Sierra Leone soll das Verstecken von Ebola-Kranken einem Medienbericht zufolge unter Strafe gestellt werden. Das Verbergen eines Infizierten werde mit mindestens zwei Jahren Haft geahndet, berichtete die Online-Zeitung „Awoko“. Das Parlament des Landes hatte ein entsprechendes Gesetz demnach am Freitag in einer Sondersitzung beschlossen. Präsident Ernest Bai Koroma muss dem Gesetz noch zustimmen.

Im kanadischen Montréal wurde ein Mann, der kürzlich aus Guinea zurückgekehrt war und unter einer fiebrigen Erkrankung litt, negativ auf Ebola getestet. In Bolivien wurde ein indischer Patient, der sich kürzlich in mehreren Städten in Westafrika aufgehalten hatte, unter Quarantäne gestellt, nachdem er Ebola-Symptome gezeigt hatte.

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