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01.05.2015

11:47 Uhr

Ende der Weltraummission

Sonde „Messenger“ zerschellt auf dem Merkur

Elf Jahre war die „Messenger“ im Weltall unterwegs, flog vorbei an Erde und Venus. Jetzt ist die US-Weltraumsonde auf dem Merkur zerschellt. Die erfolgreiche Mission bringt wichtige Erkenntnisse über den Planeten.

Vom Aufprall auf dem Merkur gibt es keine Bilder. Reuters

Modell der „Messenger“

Vom Aufprall auf dem Merkur gibt es keine Bilder.

WashingtonNach elfjähriger Mission ist die US-Weltraumsonde „Messenger“ wie erwartet mangels Treibstoff auf dem Planeten Merkur zerschellt. Die Sonde schlug mit rund 14.000 Stundenkilometern ein, wie die US-Weltraumbehörde Nasa am Donnerstagabend im Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte. Da der Einschlag auf der Seite des Planeten stattfand, die der Erde abgewandt ist, gab es keine Bilder von dem Aufprall. Es wurde erwartet, dass die etwa drei Meter lange Raumsonde einen Krater von etwa 16 Metern Durchmesser hinterlassen würde.

Der „Messenger“-Einsatz wird als voller Erfolg gewertet. „Erstmals in der Geschichte haben wir ein umfangreiches Wissen über den Merkur, der sich als faszinierender Planet in unserem Sonnensystem erweist“, hatte John Grunsfeld von den Nasa-Wissenschaftsmissionen in der vergangenen Woche erklärt. Zu den wichtigsten Erkenntnissen zählt unter anderem, dass sich in den dauerhaft schattigen Kratern große Mengen Eis befinden.

Die Sonde hatte ihre Reise zum Merkur im August 2004 von Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida aus angetreten und war auch an Erde und Venus vorbeigeflogen. Der Merkur, der nächste Nachbar der Sonne, ist rund 91 Millionen Kilometer von der Erde entfernt.

Von

afp

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