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25.09.2014

12:24 Uhr

Epidemie

Fast 3000 offizielle Ebola-Tote

Die offizielle Zahl der Ebola-Toten nähert sich der 3000er-Marke – die tatsächliche Zahl dürfte nach Schätzungen von Experten aber weit höher liegen. In einigen Regionen steigt die Zahl der Neuerkrankungen weiter an.

Die WHO wartet auf Angebote zum Aufbau weiterer Gesundheitsstationen in Liberia. ap

Die WHO wartet auf Angebote zum Aufbau weiterer Gesundheitsstationen in Liberia.

GenfDie Zahl der offiziell registrierten Ebola-Todesopfer in Westafrika ist auf 2917 gestiegen. Insgesamt seien 6263 Fälle gemeldet, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Donnerstag mit. Die tatsächliche Zahl dürfte nach Schätzungen von Experten aber weit höher liegen, da viele Kranke bei ihren Familien gepflegt werden und nicht in die Kliniken kommen.

Nach wie vor wartet die WHO auf Angebote zum Aufbau weiterer Gesundheitsstationen in Liberia. Benötigt werde eine Kapazität von 1550 Betten. In Liberia und Sierra Leone steige die Zahl der Neuerkrankten noch immer stark an. Demgegenüber scheine sich die Lage in Guinea, wo der Ebola-Ausbruch begann, zu stabilisieren, teilte die Organisation mit. In jeder der vergangenen fünf Wochen habe die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen dort relativ konstant bei 75 bis 100 gelegen.

Das ist das Ebola-Virus

Das Virus

Das Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Es löst ein sogenanntes hämorrhagisches, das heißt mit starken Blutungen einhergehendes Fieber aus.

Die Gefahr

Je nach Erregerstamm sterben 25 bis 90 Prozent der Patienten an einer Ebola-Erkrankung. Trotz intensiver Forschung gibt es weder eine Impfung noch ein Heilmittel.

Der Übertragungsweg

Seinen Ursprung hat das Virus im Tierreich. Menschen können sich über den Kontakt zu erkrankten Tieren infizieren, unter anderem Affen. Von Mensch zu Mensch überträgt sich die Krankheit durch Blut und andere Körperflüssigkeiten.

Die Krankheit

Die Inkubationszeit beträgt zwei Tage bis drei Wochen. Plötzlich setzen Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Schwächegefühl und Halsschmerzen ein. Später gehen Nieren- und Leberfunktion zurück, es können schwere innere Blutungen auftreten.

Die Gefahrenzone

Ebola kommt vor allem nahe des afrikanischen Regenwaldes vor. Zum ersten Mal tauchte es 1976 im Sudan und im Kongo nahe des Ebola-Flusses auf. Ihm verdankt die Krankheit auch ihren Namen.

Sierra Leone hat unterdessen drei weitere Bezirke unter Quarantäne gestellt. Die damit verbundene Isolierung erstreckt sich jetzt auf fünf der 14 Bezirke des Landes. Das werde den Menschen in den betroffenen Gebieten zwar große Probleme bereiten, erklärte Präsident Ernest Bai Koroma. „Das Leben aller und das Überleben unseres Landes haben aber Vorrang vor diesen Schwierigkeiten.“

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Woifi Fischer

26.09.2014, 11:18 Uhr

Epidemie Fast 3000 offizielle Ebola-Tote.

Soll durch die Ebola-Epidemie, die Weltbevölkerung reduziert werden?
Kommt EBOLA wirklich vom Verzehr von Wild, wie angesprochen?

Also was steckt wirklich hinter EBOLA???

Was verbergen die USA wirklich zum Thema EBOLA???

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