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10.09.2014

07:11 Uhr

Epidemie

Genesung des Ebola-Patienten in den USA

In den USA befindet sich ein amerikanischer Ebola-Patient auf dem Weg der Genesung. Inzwischen könne er wieder feste Nahrung zu sich nehmen. Indes gab es keine Neuigkeiten zu einem weiteren an Ebola erkranktem US-Bürger.

Ein in einen Schutzanzug gekleideter Mediziner vor dem Emory Universitätskrankenhaus: Immer mehr Ebola-Patienten werden in die USA ausgeflogen. ap

Ein in einen Schutzanzug gekleideter Mediziner vor dem Emory Universitätskrankenhaus: Immer mehr Ebola-Patienten werden in die USA ausgeflogen.

OmahaEinem in der vergangenen Woche in die USA gebrachten Ebola-Patienten geht es nach Angaben seiner Ärzte besser. „Wir sind sehr zufrieden mit seinem Fortschritt“, sagte Phil Smith, Direktor der zuständigen Abteilung des Nebraska Medical Center in Omaha, laut Mitteilung vom Dienstag (Ortszeit). „Seine Laborwerte verbessern sich, und er wird aufmerksamer und kann sich mehr beteiligen.“ Der 51-Jährige war am Freitag in die Klinik gebracht worden, nachdem er sich im westafrikanischen Liberia, wo er als Missionar und Arzt arbeitete, mit Ebola angesteckt hatte.

Ihr Mann habe inzwischen wieder etwas essen und Musik hören können, sagte die Gattin des Arztes, die mit ihm bereits mehrmals per Videoschaltung telefonieren konnte. „Er hat zur Abwechslung mal gefrühstückt. Bislang hat er nicht viel essen können, aber jetzt hatte er etwas Toast und Apfelmus. Auch die Medikamente hat er gut vertragen.“ Der 51-Jährige bekommt nach Angaben seiner Ärzte ein experimentelles Mittel.

Das ist das Ebola-Virus

Das Virus

Das Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Es löst ein sogenanntes hämorrhagisches, das heißt mit starken Blutungen einhergehendes Fieber aus.

Die Gefahr

Je nach Erregerstamm sterben 25 bis 90 Prozent der Patienten an einer Ebola-Erkrankung. Trotz intensiver Forschung gibt es weder eine Impfung noch ein Heilmittel.

Der Übertragungsweg

Seinen Ursprung hat das Virus im Tierreich. Menschen können sich über den Kontakt zu erkrankten Tieren infizieren, unter anderem Affen. Von Mensch zu Mensch überträgt sich die Krankheit durch Blut und andere Körperflüssigkeiten.

Die Krankheit

Die Inkubationszeit beträgt zwei Tage bis drei Wochen. Plötzlich setzen Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Schwächegefühl und Halsschmerzen ein. Später gehen Nieren- und Leberfunktion zurück, es können schwere innere Blutungen auftreten.

Die Gefahrenzone

Ebola kommt vor allem nahe des afrikanischen Regenwaldes vor. Zum ersten Mal tauchte es 1976 im Sudan und im Kongo nahe des Ebola-Flusses auf. Ihm verdankt die Krankheit auch ihren Namen.

Am Dienstag war ein weiterer an Ebola erkrankter US-Bürger mit einem Spezialflugzeug aus Westafrika in eine Spezialklinik in Atlanta im Bundesstaat Georgia gebracht worden. Über den Zustand des Patienten gab es keinerlei Informationen, auch keine persönlichen Angaben. In der Klinik waren in den vergangenen Wochen bereits zwei weitere US-Bürger, die sich in Westafrika mit Ebola angesteckt hatten, betreut worden. Sie haben die Krankheit inzwischen überstanden.

Von

dpa

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