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01.12.2014

17:30 Uhr

Epidemie in Westafrika

Ebola-Beauftragter warnt vor Korruption

Ein rasches Ende der Ebola-Epidemie ist nicht in Sicht. Der Beauftragte der Bundesregierung warnt: Für den Wiederaufbau in Westafrika muss nicht nur die Seuche, sondern auch die Korruption bekämpft werden.

Krisenmanager: Der Sonderbeauftragte der Bundesregierung für den Kampf gegen die Ebola-Epidemie, Walter Lindner. dpa

Krisenmanager: Der Sonderbeauftragte der Bundesregierung für den Kampf gegen die Ebola-Epidemie, Walter Lindner.

BerlinDie Korruption in Westafrika gefährdet nach Ansicht des Ebola-Beauftragten der Bundesregierung den Kampf gegen die Seuche und den Wiederaufbau der betroffenen Länder. Die internationale Gemeinschaft müsse schnell helfen, aber nicht so schnell, dass Kontrollmechanismen nicht mehr funktionierten, sagte Walter Lindner am Montag bei einem Fachgespräch mit Hilfsorganisationen in Berlin. Bei internationaler Hilfe bestehe „eine Riesengefahr, dass das in falsche Hände gerät“.

Es brauche richtige Regierungsstrukturen für den Wiederaufbau der Gesundheitssysteme, der Energieversorgung oder der Landwirtschaft in den betroffenen Ländern. „Es darf nicht einfach hier so ohne System weitergehen“, sagte Lindner. Man müsse darauf bestehen, dass diese Strukturen geschaffen werden.

Gleichzeitig warnte Lindner vor einer Vernachlässigung der Vorsichtsmaßnahmen in den Seuchengebieten, unter anderem vor dem Hintergrund der anstehenden Wahlen in Nigeria oder des grenzüberschreitenden Reiseverkehrs an Weihnachten.

Wie sich Ebola verbreitet

Wann ist Ebola ansteckend?

Nur dann, wenn jemand bereits Symptome zeigt. Diese können allerdings unspezifisch sein. Die Krankheit kann mit Fieber, grippeähnlichen Schmerzen und Unterleibsschmerzen beginnen, später können Erbrechen und Durchfall folgen.

Wie breitet sich Ebola aus?

Durch Körperflüssigkeiten einer infizierten Person. Dazu zählen Blut, Schweiß, Erbrochenes, Urin, Kot, Speichel und Sperma. Diese Flüssigkeiten müssen bei einem anderen Menschen einen Eingangspunkt finden, sie können durch einen Schnitt oder Kratzer eindringen. Das Virus kann zudem weitergereicht werden, wenn jemand mit kontaminierten Händen die Nase, den Mund oder die Augen eines anderen berührt. Oder jemand wird mit den kontaminierten Flüssigkeiten angespritzt. Darum tragen Gesundheitsmitarbeiter Schutzhandschuhe und andere Schutzausrüstung.

Die Weltgesundheitsorganisation teilte mit, Blut, Stuhl und Erbrochenes seien die am stärksten ansteckenden Flüssigkeiten. In Speichel sei der Virus nur bei schwer erkrankten Menschen entdeckt worden, aus Schweiß sei er noch nicht entnommen worden.

Was passiert bei zufälligem Kontakt mit einem Infizierten?

Ebola wird nicht durch die Luft übertragen. Der Direktor der US-Seuchenbehörde (CDC), Tom Frieden, sagte, Menschen steckten sich nicht an, wenn sie beispielsweise nur in einem Bus neben einem Ebola-Patienten sitzen. „Es ist nicht wie bei der Grippe. Es ist nicht wie bei Masern, nicht wie bei der gewöhnlichen Erkältung. Es breitet sich nicht so aus“, sagte er.

Können Hunde das Virus übertragen?

Das weiß man noch nicht genau. Die Behörden schläferten den Hund der spanischen Krankenschwester ein, bei der Ebola diagnostiziert worden war. Es ist aber kein Fall dokumentiert, in dem jemals Ebola von einem Hund auf einen Menschen übertragen wurde. Aber es gibt eine Studie, nach der es möglich sein soll, dass Hunde Ebola bekommen können - ohne Symptome zu zeigen.

Wie wird vorgegangen, wenn ein Ebola-Verdacht besteht?

Die Krankenhäuser, die einen Verdachtsfall haben, informieren ihr Gesundheitsministerium oder die Seuchenbehörde. Dann wird eine Checkliste durchgegangen, um festzustellen, wie hoch das Risiko ist. So wird unter anderem gefragt, ob die Person von einem riskanten Kontakt mit einem bekannten Ebola-Patienten berichtet hat, wie krank sie ist und ob eine andere Diagnose wahrscheinlicher ist.

Der neue deutsche Ebola-Rettungsflieger stehe von Mittwoch an in Frankfurt zum Einsatz bereit. „Ich befürchte, dass wir ihn einsetzen werden, aber ich hoffe, dass wir ihn nicht einsetzen werden“, sagte Lindner. Die Lufthansa entwickelte das Flugzeug mit Sonder-Isolationseinheit zusammen mit dem Robert-Koch-Institut und der Bundesregierung. Der umgebaute Airbus sei das weltweit beste Evakuierungsflugzeug für einen schweren Ebola-Fall. Aber: „Die Anwendung dieser deutschen Technik soll hoffentlich nie erfolgen.“

Die aktuelle Ebola-Krise in Westafrika ist die schlimmste Epidemie seit der Entdeckung des Virus im Jahr 1976. Laut einer neuen Zählung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind bisher fast 7000 Menschen gestorben. Lindner räumte Fehler im Umgang mit der Seuche ein. Ebola sei ein Pioniergebiet. „Dadurch kommen auch viele Fehler, weil wir Neuland betreten und vielleicht manchmal in die Sackgasse laufen.“

Von

dpa

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

01.12.2014, 18:22 Uhr

Welche meint er denn: nur die native dortige oder gar die auf Helferseite?

Vermutlich müssen beide Spielarten der Korruption beachtet, also bedient werden. Sonst - so bleibt zu fürchten - passiert gar nichts.

Herr Dr. Michael Gross

08.12.2014, 16:15 Uhr

Werden wir von den Bilderbergmedien auch beim Thema "Ebola" belogen?

Regierungen beschlagnahmen kolloidales Silber, das erfolgreich zur Behandlung von Ebola-Patienten eingesetzt wird.

Versuche in Westafrika natürliche Mittel zur Ebola-Behandlung zukommen zu lassen, werden von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterdrückt!

WHO = Weltpharmaorganisation?

Mehrere Sendungen von Silberkolloid wurden blockiert!

Darüber hinaus wird berichtet, dass WHO-Vertreter eine Studie auf einer Ebola-Isolierstation abgesagt haben. Örtliche Gesundheitsbehörden wollten dort Silberkolloid verabreichen; das sich als sehr wirksam gegen Ebola erwiesen hat!

Die WHO ordnete den Abbruch der Studie an!

Behörden blockieren 3x eine Sendung von Silberkolloid.

Wie die intern. Nichtregierungsorganisation "Natural Solutions Foundation" (NSF) mitteilt, ist sie mit dem Versuch, Silberkolloid nach Sierra Leone zu schicken, bislang gescheitert.

Die Organisation wollte 200 Pack. Silberkolloid schicken.
Die Sendung wurde nun zum 3x in die USA zurückgeschickt.

Zuvor vertrauliche Dokumente, die vom US-Verteidigungsministerium übergeben wurden, zeigen, dass Silberkolloid, welche die NSF jetzt nach Afrika zu schicken versucht, im Kampf gegen Ebola als wirksam erwiesen hat!

Das bestätigen Untersuchungen, die schon 2008 beim Ministerium und anderen US-Bundesbehörden durchgeführt wurden, deren Resultate jedoch von Medien, Gesundheitsbehörden, Regierung und der WHO weitgehend verschwiegen werden.

Warum erfahren wir in den Bilderbergmedien nichts über "Kolloidales Silber"?

Da sollte man sich mal die Frage stellen, wem gehören eigentlich die Medien?

Medienkonzerne, Pharmakonzerne, Energiekonzerne, ... gehören die alle zusammen und keiner weiß es?

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/ethan-a-huff/regierungen-beschlagnahmen-kolloidales-silber-das-erfolgreich-zur-behandlung-von-ebola-patienten-ei.html

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