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26.11.2014

21:11 Uhr

Epidemie

WHO meldet 600 neue Ebola-Fälle in Westafrika

Die Weltgesundheitsorganisation WHO vermeldet 600 neue Fälle, bei denen sich Menschen mit dem gefährlichen Ebola-Virus infiziert haben. Trotz dieser Zahl schauen die Regierungen in Westafrika optimistisch in die Zukunft.

Liberias Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf lässt sich die Körpertemperatur messen: Angesichts der rückläufigen Zahl von Neuinfektionen hat das Land die verschobenen Senatswahlen nun für Mittwoch, 16. Dezember, angesetzt. Der Urnengang sollte ursprünglich am 16. Oktober vollzogen werden. ap

Liberias Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf lässt sich die Körpertemperatur messen: Angesichts der rückläufigen Zahl von Neuinfektionen hat das Land die verschobenen Senatswahlen nun für Mittwoch, 16. Dezember, angesetzt. Der Urnengang sollte ursprünglich am 16. Oktober vollzogen werden.

DakarDie Weltgesundheitsorganisation WHO hat im Ebola-Gebiet in Westafrika 600 neue Fälle innerhalb einer Woche registriert. Mehr als die Hälfte davon entfielen auf Sierra Leone, teilte die WHO am Mittwoch mit. Die Regierung des Landes rechnet allerdings damit, dass das Schlimmste überstanden ist. Und auch in Liberia soll die wegen Ebola verschobene Senatswahl nachgeholt werden.

Nach den Zahlen der WHO vom Mittwoch lag die Zahl der bestätigten Ebola-Fälle bei 15.935. Von diesen starben 5689. In Guinea und Liberia habe sich die Lage stabilisiert, in Sierra Leone hätten die Fälle hingegen zugenommen, hieß es von der Weltgesundheitsorganisation. Besonders strich die WHO heraus, dass bisher nur in Guinea das Ziel erreicht worden sei, bis 1. Dezember mehr als 70 Prozent der Ebola-Patienten zu isolieren.

Aber auch die Regierung Sierra Leones zeigte sich zuversichtlich, obwohl erst am Dienstag 83 neue Fälle binnen eines Tages gemeldet wurden. Mit der Fertigstellung zweier britischer Behandlungszentren könnte das Land über den Berg sein, sagte Informationsminister Alpha Kanu am Mittwoch. „Ich glaube nicht, dass wir noch weiter hinaufkommen können als wir jetzt sind. Wir sind auf dem Plateau der Kurve und sehr bald wird es einen Trend nach unten geben, sobald wir einen Ort haben, an den wir die Leute bringen können.“

Wie sich Ebola verbreitet

Wann ist Ebola ansteckend?

Nur dann, wenn jemand bereits Symptome zeigt. Diese können allerdings unspezifisch sein. Die Krankheit kann mit Fieber, grippeähnlichen Schmerzen und Unterleibsschmerzen beginnen, später können Erbrechen und Durchfall folgen.

Wie breitet sich Ebola aus?

Durch Körperflüssigkeiten einer infizierten Person. Dazu zählen Blut, Schweiß, Erbrochenes, Urin, Kot, Speichel und Sperma. Diese Flüssigkeiten müssen bei einem anderen Menschen einen Eingangspunkt finden, sie können durch einen Schnitt oder Kratzer eindringen. Das Virus kann zudem weitergereicht werden, wenn jemand mit kontaminierten Händen die Nase, den Mund oder die Augen eines anderen berührt. Oder jemand wird mit den kontaminierten Flüssigkeiten angespritzt. Darum tragen Gesundheitsmitarbeiter Schutzhandschuhe und andere Schutzausrüstung.

Die Weltgesundheitsorganisation teilte mit, Blut, Stuhl und Erbrochenes seien die am stärksten ansteckenden Flüssigkeiten. In Speichel sei der Virus nur bei schwer erkrankten Menschen entdeckt worden, aus Schweiß sei er noch nicht entnommen worden.

Was passiert bei zufälligem Kontakt mit einem Infizierten?

Ebola wird nicht durch die Luft übertragen. Der Direktor der US-Seuchenbehörde (CDC), Tom Frieden, sagte, Menschen steckten sich nicht an, wenn sie beispielsweise nur in einem Bus neben einem Ebola-Patienten sitzen. „Es ist nicht wie bei der Grippe. Es ist nicht wie bei Masern, nicht wie bei der gewöhnlichen Erkältung. Es breitet sich nicht so aus“, sagte er.

Können Hunde das Virus übertragen?

Das weiß man noch nicht genau. Die Behörden schläferten den Hund der spanischen Krankenschwester ein, bei der Ebola diagnostiziert worden war. Es ist aber kein Fall dokumentiert, in dem jemals Ebola von einem Hund auf einen Menschen übertragen wurde. Aber es gibt eine Studie, nach der es möglich sein soll, dass Hunde Ebola bekommen können - ohne Symptome zu zeigen.

Wie wird vorgegangen, wenn ein Ebola-Verdacht besteht?

Die Krankenhäuser, die einen Verdachtsfall haben, informieren ihr Gesundheitsministerium oder die Seuchenbehörde. Dann wird eine Checkliste durchgegangen, um festzustellen, wie hoch das Risiko ist. So wird unter anderem gefragt, ob die Person von einem riskanten Kontakt mit einem bekannten Ebola-Patienten berichtet hat, wie krank sie ist und ob eine andere Diagnose wahrscheinlicher ist.

Liberia will angesichts der rückläufigen Zahl von Neuinfektionen einen neuen Anlauf für die verschobene Senatswahl nehmen. Die Behörden bestätigten am Mittwoch den 16. Dezember als Wahltag. Der Urnengang hätte eigentlich schon am 16. Oktober stattfinden sollen, wurde dann aber wegen der damals noch stärker grassierenden Epidemie um zunächst zwei Monate verschoben. Seitdem ist die Zahl der Neuinfizierten stark gesunken.

Allerdings teilten nicht alle die Freude über die vermeintliche Rückkehr zur Normalität. Einige Kritiker halten den Wahltermin immer noch für zu früh für Ereignisse wie Wahlen, bei denen sich das lebensgefährliche Virus schnell übertragen könnte.

Versammlungen sind wegen der Ansteckungsgefahr in Liberia nach Angaben der Polizei weiter verboten, auch die am Wochenende so beliebten Treffen am Strand.

Eine Ausnahme bilden allerdings Wahlkampfveranstaltungen. Robert Sirleaf, Sohn von Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf und Senatskandidat, zeigte sich begeistert von den Unterstützern, die kürzlich zu einer Kundgebung gekommen seien. „Es hieß, es wären nur 50 Leute dort, aber ich habe 4000 bis 5000 Menschen gesehen“, sagte er. „Das inspiriert mich.“

Im Oktober waren in Liberia pro Woche noch mehrere Hundert neue Ebola-Fälle aufgetreten, mittlerweile sind es weniger als hundert. Die Wahllokale sollen aber mit Eimern voll chloriertem Wasser ausgestattet werden, in denen sich die Menschen die Hände waschen können. Auch soll jeder einen eigenen Kuli erhalten, um sein Wahlkreuz zu setzen.

Von

ap

Kommentare (1)

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Herr Dr. Michael Gross

27.11.2014, 16:55 Uhr

Werden wir von den Bilderbergmedien auch beim Thema "Ebola" belogen?

Regierungen beschlagnahmen kolloidales Silber, das erfolgreich zur Behandlung von Ebola-Patienten eingesetzt wird.

Versuche in Westafrika natürliche Mittel zur Ebola-Behandlung zukommen zu lassen, werden von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterdrückt!

WHO = Weltpharmaorganisation?

Mehrere Sendungen von Silberkolloid wurden blockiert!

Darüber hinaus wird berichtet, dass WHO-Vertreter eine Studie auf einer Ebola-Isolierstation abgesagt haben. Örtliche Gesundheitsbehörden wollten dort Silberkolloid verabreichen; das sich nach Angaben der US-Regierung als sehr wirksam gegen Ebola erwiesen hat!

Die WHO ordnete den Abbruch der Studie an!

Behörden blockieren 3x eine Sendung von Silberkolloid.

Wie die intern. Nichtregierungsorganisation "Natural Solutions Foundation" (NSF) mitteilt, ist sie mit dem Versuch, Silberkolloid nach Sierra Leone zu schicken, bislang gescheitert.

Die Organisation wollte 200 Pack. Silberkolloid schicken.
Die Sendung wurde nun zum 3x in die USA zurückgeschickt.

Zuvor vertrauliche Dokumente, die vom Verteidigungsministerium übergeben wurden, zeigen, dass Silberkolloid, welche die NSF jetzt nach Afrika zu schicken versucht, im Kampf gegen Ebola als wirksam erwiesen hat!

Das bestätigen Untersuchungen, die schon 2008 beim Ministerium und anderen US-Bundesbehörden durchgeführt wurden, deren Resultate jedoch von Medien, Gesundheitsbehörden, Regierung und der WHO weitgehend verschwiegen werden.

Warum erfahren wir in den Bilderbergmedien nichts über "Kolloidales Silber"?

Da sollte man sich mal die Frage stellen, wem gehören eigentlich die Medien?

Medienkonzerne, Pharmakonzerne, Energiekonzerne, ... gehören die alle zusammen und keiner weiß es?

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/ethan-a-huff/regierungen-beschlagnahmen-kolloidales-silber-das-erfolgreich-zur-behandlung-von-ebola-patienten-ei.html

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