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12.11.2014

20:03 Uhr

Epidemie

Zahl der Ebola-Toten steigt auf über 5000

Die Zahl der Ebola-Toten ist der Weltgesundheitsorganisation zufolge auf ein neues Rekordniveau gestiegen. Experten gehen davon aus, dass die Dunkelziffer noch höher liegt. Eine Impfung gegen Ebola wird vermutlich teuer.

Liberia ist das von der Ebola-Seuche am schlimmsten betroffene Land. ap

Liberia ist das von der Ebola-Seuche am schlimmsten betroffene Land.

Düsseldorf/KoblenzAuf die internationale Gemeinschaft kommen nach Einschätzung eines Experten hohe Kosten für die Ebola-Impfungen zu. „Eine Impfung wird sicher über 100 Euro kosten“, sagte Professor Bernhard R. Ruf, Chef der Leipziger Klinik für Infektiologie, Tropenmedizin und Nephrologie.

Bei den Impfkosten seien die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Industrie gefragt, sagte Ruf bei einem Gesundheitskongress in Düsseldorf. In Afrika, wo geimpft werden müsse, könnten sich die Menschen solche Summen nicht leisten.

Forscher in Deutschland erproben derzeit einen Ebola-Impfstoff an Menschen. Er soll nach Angaben des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) in den nächsten sechs Monaten an zunächst 30 Freiwilligen getestet werden. Im Falle erfolgreicher Tests könnte der Impfstoff nach Angaben des UKE etwa ab Herbst 2015 eingesetzt werden.

Das ist das Ebola-Virus

Das Virus

Das Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Es löst ein sogenanntes hämorrhagisches, das heißt mit starken Blutungen einhergehendes Fieber aus.

Die Gefahr

Je nach Erregerstamm sterben 25 bis 90 Prozent der Patienten an einer Ebola-Erkrankung. Trotz intensiver Forschung gibt es weder eine Impfung noch ein Heilmittel.

Der Übertragungsweg

Seinen Ursprung hat das Virus im Tierreich. Menschen können sich über den Kontakt zu erkrankten Tieren infizieren, unter anderem Affen. Von Mensch zu Mensch überträgt sich die Krankheit durch Blut und andere Körperflüssigkeiten.

Die Krankheit

Die Inkubationszeit beträgt zwei Tage bis drei Wochen. Plötzlich setzen Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Schwächegefühl und Halsschmerzen ein. Später gehen Nieren- und Leberfunktion zurück, es können schwere innere Blutungen auftreten.

Die Gefahrenzone

Ebola kommt vor allem nahe des afrikanischen Regenwaldes vor. Zum ersten Mal tauchte es 1976 im Sudan und im Kongo nahe des Ebola-Flusses auf. Ihm verdankt die Krankheit auch ihren Namen.

Ruf hält es für möglich, dass die Ebola-Impfung sogar schon vom kommenden Frühjahr an zum Einsatz kommen könnte. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die Impfung „rasch funktionieren“ werde. „Ebola ist eine klassische Virusinfektion“, sagte Ruf.

Die Bundeswehr bereitet sich nach dem Start ihres Hilfseinsatzes in Westafrika bereits auf die Rückkehr ihrer Helfer vor. Der Sanitätsdienst erklärte am Mittwoch in Koblenz, wie das Infektionsrisiko für Helfer in Afrika und die Gefahr einer Ansteckung anderer Menschen in Deutschland möglichst gering gehalten werden sollen.

Am Freitag waren die ersten Freiwilligen der Bundeswehr zum Ebola-Einsatz in Liberia abgeflogen. Ein Aufbauteam soll ein Behandlungszentrum in der Hauptstadt Monrovia einsatzbereit machen. „Ebola ist einer der gefährlichsten Erreger“, sagte Oberstarzt Peter Lüke in Koblenz. Dennoch sei das Risiko, dass sich ein Helfer infiziere und in Deutschland zur Ansteckungsgefahr werde, sehr gering.

Nach neuen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation hat die Seuche in Westafrika schon mehr als 5000 Todesopfer gefordert. Insgesamt gebe es seit Bekanntwerden des Ausbruchs der Seuche im März 14.098 bestätigte Ebola Infektionen und 5160 Todesfälle. Es gibt der WHO zufolge jedoch Anzeichen dafür, dass die Zahl neuer Fälle in Guinea und Liberia landesweit nicht mehr steigt. In Sierra Leone hingegen sei weiterhin eine „starke Zunahme“ der Krankheitsfälle zu verzeichnen, teilte die Organisation mit.

Aus dem westafrikanischen Mali wurden mittlerweile zwei neue Ebola-Tote bekannt. Zuvor hatte es dort nur einen Fall gegeben.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr der Ringe

12.11.2014, 20:08 Uhr

>> Zahl der Ebola-Toten steigt auf über 5000 >>

Ebola wird zu uns kommen. Diese Pest verbreitet sich langsam, aber sicher.

Bei einer Inkubationszeit von 6 Wochen kann man sie auch nicht stoppen.

Die teure Impfung wird für alle nicht reichen, gleich wie teuer sie wird.

Der Bio-Krieg ist im Anmarsch !

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