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29.01.2007

10:27 Uhr

Erderwärmung

Die Klimawandler

Die Welt wird wärmer, und der Mensch ist schuld daran: Der vierte UN-Klimareport wird diesen Zusammenhang vermutlich deutlicher aufzeigen als zuvor. Er wird an diesem Freitag (2. Februar) in Paris präsentiert und stellt nicht nur das klar – die Analyse hält auch einen beunruhigenden Rekord bereit.

Die vom Menschen frei gesetzten Treibhausgase heizen zunehmend den Planeten auf. Foto: dpa Quelle: dpa

Die vom Menschen frei gesetzten Treibhausgase heizen zunehmend den Planeten auf. Foto: dpa

HB HAMBURG. Mehr als 2 500 Experten aus rund 130 Ländern haben sechs Jahre an dem vierten gearbeitet. 450 Hauptautoren verfassten schließlich den Bericht des zwischenstaatlichen Ausschusses zum Klimawandel (IPCC, Intergovernmental Panel on Climate Change). Grundlage sind unter anderem 23 aufwendige Klimasimulationen und hunderte Studien. Die Zusammenfassung wird keinen vernünftigen Zweifel mehr daran lassen, dass die vom Menschen frei gesetzten Treibhausgase zunehmend den Planeten aufheizen.

Seit dem ersten Report aus dem Jahr 1990 ändert sich nur noch die Vehemenz, mit der die Forscher warnen. Zudem illustrieren viele Beispiele den Wandel des Klimas: Die Gesellschaft für bedrohte Völker erklärte, dass den Inuit das Eis unter den Füßen wegzuschmelzen droht. Auf manchen Südseeinseln verdirbt das langsam steigende Salzwasser bereits die Felder. Die Alpen könnten in 100 Jahren nahezu eisfrei sein, warnen Schweizer Forscher.

In der nördlichen Hudson Bay in Kanada tauchen Stechmücken früher im Jahr auf als zuvor und stören die Vögel. Durch die steigende Zahl von Schädlingen und die zunehmende Wärme verlieren die Vögel nach Angaben der Umweltstiftung WWF vermehrt Nachwuchs. Andernorts haben einige Insekten ihren Schlupf vorverlegt, dadurch fehlt manchen Vögeln laut WWF die Nahrung. In den Niederlanden etwa seien daher einige Populationen des Trauerschnäppers in den vergangenen 20 Jahren um bis zu 90 Prozent geschrumpft.

Die Konzentration von Kohlendioxid (CO2) hat unterdessen einen Rekordwert erreicht, erklärt die Weltwetterorganisation (WMO) der Vereinten Nationen in Genf. Das gilt auch für Distickstoffoxid (N2O) und Methan (CH4), weitere sehr wirksame Treibhausgase. Laut WMO geht 2006 als Jahr zahlreicher Wetterrekorde in die Klimageschichte ein.

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