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08.12.2016

14:43 Uhr

Esa-Nasa-Kooperation

Europa fliegt mit zum Mond

VonWerner Pluta
Quelle:Golem.de

Esa und Nasa bauen ihre Kooperation aus: Die europäische Weltraumbehörde wird das Versorgungsmodul für die US-Raumschiff Orion liefern, wenn dieses seinen ersten bemannten Flug zum Mond absolviert.

2018 soll das Raumschiff zu einem unbemannten Flug zum Mond starten. dpa

Raumkapsel Orion

2018 soll das Raumschiff zu einem unbemannten Flug zum Mond starten.

BerlinBei seinem ersten bemannten Flug zum Mond wird der Raumtransporter Orion ein in Europa gebautes Versorgungsmodul dabei haben. Die Nasa hat die europäische Raumfahrtagentur Esa mit dem Bau des Moduls für den Flug Anfang der 2020er-Jahre beauftragt.

Das Orion Multi-Purpose Crew Vehicle ist das Raumfahrzeug, mit dem die Nasa künftig wieder bemannte Missionen über die niedrige Erdumlaufbahn hinaus durchführen möchte. Das Europäische Servicemodul (ESM) soll die Astronauten während des Flugs mit Energie, Wasser und Atemluft versorgen sowie die Temperatur in der Kapsel regeln.

Außerdem dient es als Antrieb, nachdem die zweite Raketenstufe ausgebrannt ist. Das ESM wird am Ende der Reise abgetrennt und beim Eintritt in die Atmosphäre verglühen.

Voraussichtlich 2021 soll die Mission starten: Das Gespann Orion und ESM wird zum Mond fliegen, ihn drei Mal umrunden und dann zur Erde zurückkehren. An Bord können bis zu vier Astronauten sein – wie groß die Besatzung genau sein wird, steht noch nicht fest.

Auch für den ersten, noch unbemannten Mondflug von Orion liefert die Esa ein ESM. Es wird bei Airbus in Bremen gebaut und soll Anfang kommenden Jahres in die USA transportiert werden. Dieser Mondflug ist für Ende des Jahres 2018 geplant und soll etwa einen Monat dauern.

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