Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

20.01.2005

09:00 Uhr

Forschung + Medizin

EU-Kommission ändert Kurs beim Umgang mit Gen-Pflanzen

In der Europäischen Union sollen künftig Felder mit genetisch verändertem Raps oder Mais und solche mit herkömmlichen Sorten räumlich strikt voneinander getrennt werden. Das kündigte die Brüsseler Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel im Gespräch mit der „Berliner Zeitung“ an.

Rapsfeld

Eine Bäuerin läuft mit geschultertem Rechen an einem Rapsfeld entlang (Symbolbild).

dpa BERLIN. In der Europäischen Union sollen künftig Felder mit genetisch verändertem Raps oder Mais und solche mit herkömmlichen Sorten räumlich strikt voneinander getrennt werden. Das kündigte die Brüsseler Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel im Gespräch mit der „Berliner Zeitung“ an.

Sie wolle dazu ein verbindliches EU-Rahmengesetz schaffen. Bisher hatte Brüssel den Mitgliedstaaten freie Hand gelassen, wie sie das Nebeneinander von traditionellem Ackerbau und genetisch veränderten Sorten regeln.

Beides müsse räumlich streng voneinander getrennt werden, forderte die neue Agrarkommissarin anlässlich der Grünen Woche in Berlin, die sie an diesem Donnerstag mit eröffnet. „Wenn sich die Pflanzen einmal mischen, bekommt man sie nie wieder auseinander.“ Fischer Boel setzte sich auch für den Biolandbau ein: „Ich hoffe, dass wir die Zahl der ökologischen Produzenten noch steigern können.“

Mit Blick auf überhöhte Dioxin-Werte in Eiern sagte sie, es gebe bei der Freilandhaltung eine „gewisse Gefahr“ durch verseuchte Böden. Eier mit zu hohen Schadstoffwerten würden aber vom Markt genommen. Generell sei es wichtig und ihr ein politisches Anliegen, stärker auf die Wünsche der Verbraucher zu hören. Die Dänin Fischer Boel ist seit November in der EU-Kommission für Landwirtschaft zuständig, das finanziell bedeutendeste Brüsseler Ressort.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×