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06.01.2004

15:15 Uhr

Europäische Weltraumbehörde hofft weiter

US-Roboter fit für die Mars-Erkundung

Einen Tag nach ihrer erfolgreichen Landung auf dem Mars hat die US-Raumsonde „Spirit“ erste farbige Aufnahmen vom Roten Planeten zur Erde geschickt. Die Qualität der Aufnahmen sei dreimal besser als die der Pathfinder-Mission im Jahr 1997, teilte die Nasa mit.

Die Nasa-Experten Dr. Steve Squyres und Art Thompson erklären die Landung des Roboters Spirit auf dem Mars, Foto: dpa

Die Nasa-Experten Dr. Steve Squyres und Art Thompson erklären die Landung des Roboters Spirit auf dem Mars, Foto: dpa

HB/aj DÜSSELDORF. Das geländegängige Gefährt klappte eine weitere Antenne aus und setzte seinen Gerätecheck fort, um sich auf seine erste Erkundungstour vorzubereiten.

Die Hauptantenne des Roboters wird nun auf die Erde gerichtet, um eine direkte Verbindung herzustellen. Die bisherigen Fotos und Signale wurden von Satelliten im All aufgefangen und an das Kontrollzentrum weitergeleitet. Die Missionsleiter wollen mit Hilfe der Fotos entscheiden, in welche Richtung das Erkundungsfahrzeug später losrollen soll.

Was den Europäern versagt blieb, ist den Amerikanern auf Anhieb gelungen. Ihre Marssonde „Spirit“ (Geist) landete, wie vorgesehen, pünktlich Sonntag früh um 5.35 deutscher Zeit auf dem Roten Planeten. Erste Funksignale wurden empfangen. Der am 25. Dezember am Mars eingetroffene europäische Lander „Beagle-2“ (Spürhund) bleibt dagegen verschollen, obwohl er mit Fallschirmen und Airbags die gleiche Landetechnik verwandte wie jetzt Spirit. Trotz intensiver Bemühungen konnten von ihm keinerlei Funkzeichen empfangen werden.

Der US-Mars-Lander hat das Aufsetzen am Sonntag gut überstanden. Die erste digitale Datenübertragung dauerte 12 Minuten. Dazu gehörten auch – früher als eigentlich erwartet – erste Fotos. „Die Qualität dieser Bilder ist die beste, die je auf dem Mars erzielt wurde“, jubelte John Callas vom Mars-Wissenschaftsteam, „die Kameras arbeiten hervorragend, es könnte gar nicht besser sein.“ Allerdings ist bis zur Stunde noch nicht sicher, ob das 173 Kilogramm schwere solar-elektrisch angetriebene Erkundungsfahrzeug – in der Größe eines Smart – tatsächlich alle ihm gestellten Aufgaben erfüllen können wird. Das unbemannte Mars-Auto wird zurzeit zahlreichen Tests unterzogen und soll nach den Plänen der Nasa in etwa einer Woche seine Landestelle verlassen.

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