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18.04.2013

10:45 Uhr

Europäischer Erfinderpreis 2013

Mehr Power für Solar

VonRalf Grötker

Mit Jörg Horzel gehört einer der Pioniere der Solartechnik zu den Nominierten des Europäischen Erfinderpreises 2013. Seine Geschichte zeigt, wie eng Erfolg und Misserfolg im Solarzellen-Geschäft beieinander liegen.

Jörg Horzel gehört zu jenen Pionieren, die entscheidend dazu beigetragen haben, dass Solarzellen sich als Energiequelle etablieren konnten.

Jörg Horzel gehört zu jenen Pionieren, die entscheidend dazu beigetragen haben, dass Solarzellen sich als Energiequelle etablieren konnten.

DüsseldorfStrom aus Sonnenstrahlen! Anfang der 80er Jahre war das noch Zukunftsmusik. Der Wissenschaftspublizist Hoimar von Ditfurth zeigte in seiner TV-Show, wie’s funktioniert. Das Fernsehstudio wurde kurzerhand in eine Sandgrube verlegt. Übertragungstechnik und Kameras betrieb man mit Hilfe der damals noch neuartigen Solarzellen.

Unter den Zuschauern daheim am Bildschirm: ein 16jähriger Junge in Malsch bei Karlsruhe. Er ist begeistert. „Das ist es!“

Mit der Schule fertig, beginnt der Junge, er heißt Jörg Horzel, ein Physikstudium. 1991 hält er sein Abschlusszeugnis in der Hand. Nur: Von Solartechnik will just in jenen Jahren niemand etwas wissen. Ölknappheit und Klimawandel sind damals noch keine großen Themen.

Horzel verdingt sich zwei Jahre im Bereich Messtechnik, bevor er sich als Doktorand beim belgischen Mikroelektronik-Forschungszentrum IMEC bewirbt – einem der damals international führenden Institute für Solartechnik. Eine Woche später wird er zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Wiederum eine Woche später unterschreibt er einen Arbeitsvertrag.

Der Traum der Jugendzeit ist am Ende ein Stück weit wahr geworden: Horzel gehört heute zu jenen Pionieren, die entscheidend dazu beigetragen haben, dass Solarzellen sich als Energiequelle etablieren konnten. Eine Leistung, die dem Forscher die Nominierung für den Europäischen Erfinderpreis 2013 eingebracht hat. Seine Geschichte zeigt aber auch, wie eng Erfolg und Misserfolg im Solarzellen-Geschäft beieinander liegen.

Entscheidend für den Siegeszug der Solarenergie ist eine enorme Verbesserung im Preis-Leistungsverhältnis. Wer im Jahr 1990 eine Leistung von einem Kilowatt Peak Strom auf seinem Dach installieren wollte, musste dafür noch 14.000 Euro zahlen. Derzeit liegt der Preis nur noch bei um die 2000 Euro Systemkosten pro Kilowatt Peak. Für die damit erzielten Stromkosten bedeutet das: Solarstrom kann heute mit Erzeugerpreisen von um 20 Cent pro Kilowattstunde mit konventionell erzeugtem Strom mithalten.

Kommentare (8)

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HofmannM

18.04.2013, 11:04 Uhr

So ein Schwachsinn!
[...] Ohne politischen Rüchhalt per EEG (Zwangsgesetz) würden die Erneuerbaren Energien (PV-Module) weiter dort rumsitzen, wo Sie immer schon hingehört haben. IN DIE NISCHE! Die PV-Anlagen und alle anderen Erneuerbaren Anlagen sind nur was für größenwahnsinnige Illusunisten!
[...] Der Strompreis wird durch das EEG und damit durch die Abzocker für uns Endverbraucher Kanickel immer mehr ins uferlose steigen. Dieses Jahr werden wir die 30 ct/kwh bereits überschreiten!
Die Solartechnik bzw. die Funktion der Siliziumzellen wurde breits in den Anfängen der Kernkraftforschungstechnik in Deutschland entdeckt und zwar als Nebeneffekt. Es wurde jedoch schon damals erkannt, dass diese PV-Anlagen keine Volkswirtschaft bzw. einen Kraftwerkspark aus Kohle,Gas und Uran zuverlässig und preisgünstig ersetzen können. Die Windmühlentechnick wurde ja schon vor über 100 Jahren durch die Dampfkraftwerke ersetzt!
In Deutschland wird mehr auf Abzocker und Ideologen gehört/gesetzt als auf den menschlichen Verstand und die wirtschaftliche Vernunft! [...]

Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

Account gelöscht!

18.04.2013, 11:10 Uhr

Kann mich ihrer Meinung nur noch anschließen.

Account gelöscht!

18.04.2013, 11:27 Uhr

Es heißt "IllusIOonist", nicht Illusunist. Schaum vorm Mund scheint auch die Birne zu vernebeln. Und abgezockt werden wir von Stromanbietern die die kwh für 5 Cent oder weniger einkaufen und der Endverbraucher dafür für sagen wir 28 Cent/kwh berappt. Dabei liegt der Anteil für EE für alle bei nur etwas über 5 Cent/kwh. Kostenvorteil druch CO2-Einsparung und Atomüllvermeidung noch nicht eingerechnet.

Für die Pleiten des "schnellen Brüters" und andere Ausflüge der Atomindustrie wurden viele Milliarden begraben ohne das eine kwh Srrom geflossen ist. Die Untergrabungen der Erde durch die Kohlenindustrie werden noch weitere Folgen haben und zusamme mit dem Atommüll noch Milliarden kosten: die Asse ist nur ein Vorgeschmack.

Nur gut dass es Herrn Horzel und andere Leute gibt, die einen anderen, zukunftsweisenden Weg gehen. DAS sind die Menschen, die eine umweltverträglichere und kostengünstigere Entwicklung im besten Sinne möglich machen. Die werden sich auch nicht von ein paar Heißdüsen mit betonierter Anti-Öko-Gesinnung aufhalten lassen. Weiter so.

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