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02.12.2014

18:05 Uhr

Europas Raumfahrt

Start frei für Ariane-6

Die europäische Ariane-Rakete gilt als Erfolgsmodell, trotzdem gab es Streit um die Weiterentwicklung des Trägersystems. Jetzt steht fest, wie es mit dem Weltmarktführer für kommerzielle Transporte ins All weitergeht.

Start einer Ariane-5-Rakete. Um die Weiterentwicklung des europäischen Trägersystems war lange gerungen worden. Reuters

Start einer Ariane-5-Rakete. Um die Weiterentwicklung des europäischen Trägersystems war lange gerungen worden.

Berlin/LuxemburgJahrelang haben die Europäer, genauer gesagt die Deutschen und die Franzosen, um das Zukunftskonzept für die Ariane-Rakete gerungen. Jetzt sind die Weichen gestellt für eine Fortentwicklung des seit mehr als zwei Jahrzehnten gefragten und zuverlässigen Trägersystems Ariane-5.

Die europäischen Staaten haben die Entwicklung der neuen Trägerrakete Ariane 6 beschlossen. Für das Nachfolgeprojekt der Ariane-5-Rakete sagten die Minister der Mitgliedsstaaten der Europäischen Weltraumagentur ESA am Dienstag in Luxemburg rund vier Milliarden Euro zu, wie die französische Staatssekretärin für Forschung, Geneviève Fioraso, mitteilte. Die Entwicklung der Ariane 6 gehört zu einem umfassenderen Beschluss, für den insgesamt acht Milliarden Euro zur Verfügung gestellt werden sollen.

„Das waren Entscheidungen zur Zufriedenheit aller, gefällt nach harten, aber sachlichen Diskussionen“, sagte der Chef des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), Johann-Dietrich Wörner, der Nachrichtenagentur dpa. Lange hatten Deutschland und Frankreich gestritten, wie die Raketenentwicklung weitergehen solle.

Die für Raumfahrt verantwortliche Staatssekretärin Brigitte Zypries vertrat die deutsche Regierung in Luxemburg. Den umfassenden Zukunftsplan hatte die Esa den Ministern beziehungsweise deren Vertretern auf den Tisch gelegt. Er sieht vor, eine flexibel einsetzbare, kostengünstige und wettbewerbsfähigere Ariane-6-Rakete zu bauen. Mit bewährte Technologie sichere das „den eigenständigen, verlässlichen und erschwinglichen Zugang Europas zum Weltraum“.

Die europäischen Teilnehmerstaaten sagten am Dienstag auch zu, für die Ariane-Starts eine neue Abschussrampe am europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana in Südamerika zu bauen. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte vor wenigen Tagen einen zusätzlichen deutschen Beitrag zur Ariane 6 von jährlich mehr als 60 Millionen Euro angekündigt.

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