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26.05.2012

09:27 Uhr

Expo 2012

Viel High Tech, wenig Gäste

VonMartin Kölling

Mit einer Expo zur nachhaltigen Nutzung der Meere will Südkorea Gäste aus aller Welt ins Land locken. Allein im deutschen Pavillon stecken 15 Millionen Euro. Doch die ersten Besucherzahlen waren enttäuschend.

Besucher der Expo im südkoreanischen Yeosu blicken durch eine Glaswand in ein Aquarium. dapd

Besucher der Expo im südkoreanischen Yeosu blicken durch eine Glaswand in ein Aquarium.

TokioVor dem deutschen Pavillon auf der Weltausstellung 2012 in Korea stakst das Maskottchen des Standes auf und ab. Es erinnert an den Roboter C-3PO aus dem Science-Fiction-Film Star Wars. Doch tatsächlich bewegt ein Mensch die Glieder. "Han-S", gesprochen Hans, heißt dieser wahre Humanoid. Er soll den Besuchern, die am Expo-Pavillon anstehen, mit Pantomimen, Gesangseinlagen und Gruppenfotos die Zeit vertreiben.

Geht es nach den südkoreanischen Veranstaltern, wird Han-S viel zu tun haben. Mindestens acht Millionen Besucher aus aller Welt soll die Expo 2012 in die Hafenstadt Yeosu locken. Ein ambitioniertes Ziel angesichts ihrer Lage. Rund 300 Kilometer südlich von Seoul liegt der Ort mit 300.000 Einwohnern und 317 Inseln - gemessen an Asiens Megastädten ist er nur ein Provinznest.

Doch in Südkorea sind Ziele generell hochgesteckt, so auch diesmal. "Die Expo ist eine Imagegeschichte", sagt Carsten Lienemann, stellvertretender Geschäftsführer der deutschen Außenhandelskammer in Seoul. "Südkorea nutzt sie aggressiv, um sich in aller Welt als führende Technologienation bekanntzumachen." Das Thema ist herausfordernd: Der lebende Ozean und die Küste. Die Nationen sollen präsentieren, wie sie die Meere nachhaltig nutzen wollen. Und Korea zeigt, wie das Land sich das vorstellt: mit modernster Spitzentechnik - unter anderem aus Deutschland.

Am Eingang ragt der Sky Tower empor, an dessen Fuß die lauteste Orgel der Welt steht - geschaffen von der Firma Hey aus dem unterfränkischen Urspringen. Die Melodien der 80 bis zu zehn Meter langen Pfeifen erschallen mit bis zu 135 Dezibel. Optisch zieht es die Besucher zum "Big-O" in den Hafen. In dem stählernen Kreis wird eine Wasserwand erzeugt, die als Projektionsfläche für eine Lasershow dient. Dazu stellen 104 Länder und koreanische Großkonzerne ihre Ideen aus.

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