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05.04.2006

12:40 Uhr

Fälschungsschutz

Funkchip verschmilzt mit Buchseiten

Der Elektronikkonzern TDK hat in Zusammenarbeit mit dem japanischen Unternehmen Semiconductors Energy Laboratory einen RFID-Funkchip entwickelt, der so dünn ist, das er in ein Blatt Papier eingearbeitet werden kann. Mit dem Funkchip könnten künftig wichtige Dokumente vor Fälschungen geschützt werden.

hsn DÜSSELDORF. Durch Auslesen der Chipinformationen kann jederzeit die Echtheit überprüft werden. Darüber hinaus könnte das berührungslose Auslesen der Informationen im Chip die Datenverarbeitung im Buchhandel und in Büchereien vereinfachen. In Pilotprojekten wie beispielsweise in einer Bücherei in Wien hat sich die RFID-Technik in der Ausleihe bereits bewährt.

Der Funk-Schaltkreis des TDK-Chips ist in einen Dünnschichttransistor eingebettet. Das Trägermaterial besteht aus Kunststoff und umhüllt das komplette System. Der Biegeradius wird von TDK mit zehn Millimeter angegeben. Innerhalb dessen sei der Tag voll einsatzfähig.

Das System arbeitet passiv und benötigt keine Batterie. Die Chips beziehen ihre Energie aus den empfangenen Funkwellen. Mit der Antenne als Spule wird durch Induktion ein Kondensator aufgeladen, der den Tag mit Energie versorgt. Damit der Chip für des Auslesens aktiv ist, müssen die Funkwellen allerdings durchgehend gesendet werden.

Der Microcontroller hat eine Dicke von 195 Mikrometer, samt Antenne misst das System 250 Mikrometer. Verbesserungswürdig ist noch die Plastikhülle. Hier versuchen die Forscher andere Substrate zu verwenden, um den Funkchip, der derzeit insgesamt 800 Mikrometer dick ist, noch dünner zu machen.

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