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12.08.2011

10:28 Uhr

Falcon HTV-2

Ultraschnelle Hightech-Drohne stürzt ins Meer

Erneuter Rückschlag: Auch der zweite Test eines ultraschnellen Überschallflugzeugs durch die Forschungsbehörde der US-Streitkräfte endete als Fehlschlag. Der unbemannte Falcon HTV-2 versenkte sich selbst im Pazifik.

Die Illustration zeigt den Falcon HTV-2 in der Gleitphase. Dabei soll das keilförmige Flugobjekt bis zu 20-fache Schallgeschwindigkeit erreichen. Quelle: Reuters

Die Illustration zeigt den Falcon HTV-2 in der Gleitphase. Dabei soll das keilförmige Flugobjekt bis zu 20-fache Schallgeschwindigkeit erreichen.

Düsseldorf20 Minuten – so lange konnten die Experten der Defense Advanced Research Projects Agency (Darpa) von einem gelungenen Testflug ihrer Highspeed-Drohne Falcon Hypersonic Technology Vehicle 2 (HTV-2) träumen. Dann verlor das Kontrollzentrum den Kontakt zu dem keilförmigen Überschallflugzeug. Mit seiner „selbstständigen Flugbeendigungs-Technik“, so die Darpa in einer Twitter-Kurznachricht, habe sich die Maschine offenbar selbst im Pazifik versenkt.

Dabei war der Versuch zunächst gut angelaufen. Planmäßig war der Falcon vom Luftwaffenstützpunkt im kalifornischen Edwards aus gestartet. Eine Trägerrakete vom Typ Minotaur IV brachte den Prototyp an den Rand des Weltraums, wo sich die Maschine ausklinkte und im Gleitflug ihre Ziel, das 6400 Kilometer entfernte Kwajalein Atolls im Pazifik, ansteuerte.

Etwa neun Minuten lang konnten Darpa-Techniker danach noch Daten empfangen, ehe die Instrumente eine Anomalie verzeichneten und der Kontakt abriss. Zu diesem Zeitpunkt sei die Drohne bereits in den Gleitflug eingetreten, in dessen Verlauf sie auf 20-fache Schallgeschwindigkeit beschleunigen sollte. Was genau den Verlust des Prototypen verursachte, gab die Darpa nicht bekannt.

Der Falcon HTV-2 ist ein Prototyp eines unbemannten Überschallflugzeugs, das einmal 22-fache Schallgeschwindigkeit erreichen soll. Die ultraschnellen Hightech-Drohnen sollen das US-Militär in die Lage versetzen, jedes Ziel auf der Welt innerhalb von einer Stunde bombardieren zu können. Schon mit der in dem jetzt misslungenen Test angepeilten Geschwindigkeit von Mach 20 wäre die Drohne in der Lage, die Strecke New York – Los Angeles in 12 Minuten zurückzulegen.

Es ist bereits der zweite Testflug, den die Überschall-Drohne absolvierte. Auch der Jungfernflug des Falcon am 22. April 2010 verlief wenig erfolgreich. Nach neun Minuten Flugzeit stürzte die Drohne ins Meer und konnte nicht mehr geborgen werden.

Von

tt

Kommentare (3)

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Jumeirah

12.08.2011, 11:11 Uhr

Amerika ist die größte bedrohung für die Menschheit,die müssen gestopt werden!

MaWo

12.08.2011, 19:01 Uhr

Hallo,
möglicherweise ein Windows System im Spiel?!

Formfehler

14.08.2011, 15:29 Uhr

Eine Tropfenform würde sich besser eignen. Bei der im Bild gezeigten Form führt jede kleine Abnormalität bei der Ultrageschwindigkeit zu starken Verwerfungen in der Stabilität des Fliegens. Ein Tropfenform mag zwar pummeliger aussehen, wäre aber wahrscheinlich in der Beherrschbarkeit besser. Die Flügel sollten einklappbar sein und kämen nur in der Langsamflugphase zum Einsatz.

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