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27.08.2013

09:29 Uhr

Feststoffrakete Epsilon

Japan bricht Raketenstart ab

Japans neue „Billig-Rakete“ Epsilon bleibt vorerst am Boden. Die japanische Raumfahrtbehörde musste den für Dienstagmorgen geplanten Start wegen technischer Probleme absagen. Die Gründe für das Versagen sind noch unklar.

Zahlreiche Schaulustige hatten sich versammelt, um den Start der Epsilon zu beobachten. Doch die Rakete blieb am Boden. ap

Zahlreiche Schaulustige hatten sich versammelt, um den Start der Epsilon zu beobachten. Doch die Rakete blieb am Boden.

TokioJapan hat einen Rückschlag bei seinem Raumfahrtprogramm erlitten. Die Raumfahrtbehörde Jaxa sagte den für Dienstag geplanten Start ihrer neuen dreistufigen Epsilon-Rakete wegen technischer Probleme kurzfristig ab.

Die Ursache der Probleme werde noch untersucht, sagte Sprecherin Yuko Hoshikawa. Der neue Starttermin am Raumfahrtzentrum auf der südjapanischen Insel Kyushu blieb zunächst offen.

Die Epsilon ist die erste neue japanische Raketenentwicklung, seit im Jahr 2001 die H2A eingeführt wurde. Diese wird immer noch hauptsächlich genutzt.

Japan hofft, mit der Epsilon eine preiswertere Alternative für Satellitenstarts zu bekommen und damit auf dem internationalen Markt der kommerziellen Raumfahrt zu punkten. Die Rakete, die am Dienstag kurzfristig gestoppt wurde, sollte das Raumteleskop SPRINT-A ins All befördern, mit dem Venus, Mars und Jupiter beobachtet werden sollen.

Die Epsilon soll umgerechnet nur noch rund 30 Millionen Euro kosten und damit nur etwa ein Drittel so viel wie die H2A. Die neue Rakete ist etwa 24 Meter hoch, halb so groß wie das Vorgängermodell. Es dauert nur eine Woche, sie aufzubauen und startklar zu machen. Bei der H2A dauern die Vorbereitungen sechsmal so lange.

Von

ap

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