Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

31.01.2017

10:56 Uhr

Fliegende Autos

Den Stau einfach überfliegen

Zur Arbeit pendeln wie in einem Science-Fiction-Film: Mit einem schwebenden Auto wäre das möglich. Rund ein Dutzend Unternehmen liefert sich ein Wettrennen um die Entwicklung – die Hürden sind aber groß.

Die Illustration von Joby Aviation zeigt die Idee hinter der Entwicklung: Statt auf verstopften Straßen im Stau zu stehen, sollen sich Menschen in Lufttaxis künftig zur Arbeit befördern lassen. AP

Lufttaxi S2

Die Illustration von Joby Aviation zeigt die Idee hinter der Entwicklung: Statt auf verstopften Straßen im Stau zu stehen, sollen sich Menschen in Lufttaxis künftig zur Arbeit befördern lassen.

WashingtonSchon wieder ein Stau. Jetzt einfach mit dem Auto abheben und über die Schlange schweben! Was sich Pendler und Urlaubsfahrer seit jeher erträumen, wird bei Unternehmern und Erfindern schon eifrig erforscht. „Schon in zehn Jahren könnten Produkte auf dem Markt sein, die das Fahren in der Stadt für Millionen Menschen revolutionieren“, sagt Zach Lovering zuversichtlich.

Er ist bei Airbus für das „Vahana“-Projekt zuständig, benannt nach dem Reittier einer hinduistischen Gottheit. Ziel ist die Entwicklung eines fahrerlosen fliegenden Taxis. Doch Airbus ist nicht das einzige Unternehmen, das den Traum vom fliegenden Auto wahr werden lassen möchte. Fast ein Dutzend Unternehmen rund um den Erdball wetteifern um den Durchbruch.

Einige der Entwicklungen ähneln tatsächlich einem Pkw, der Flügel ausbreiten kann. Andere sind eigentlich gar keine Autos mehr: Das „S2“ von Joby Aviation in Kalifornien sieht aus wie ein herkömmliches Flugzeug, mit einem Dutzend Rotoren. „Vahana“ hingegen erinnert an ein Cockpit auf Kufen mit Propellern vorne und hinten.

Gemeinsam haben die meisten Entwicklungen, dass sie senkrecht abheben und landen, wie Hubschrauber. Statt eines großen Propellers verfügen sie aber über viele kleine, jeweils angetrieben von einem Elektromotor.

Unterschiede gibt es bei den Konzepten der Steuerung. Einige der Fluggeräte in Entwicklung sind eher Drohnen, die für jeden Einsatz vorprogrammiert werden. Gesteuert und überwacht werden sie dann vom Boden oder von einem Kontrollzentrum aus. Andere wurden entworfen, um von einem menschlichen Piloten geflogen zu werden.

Jüngste Fortschritte in der Computertechnologie lassen die Chancen auf ein Pendler-Flugtaxi steigen. Sie hätten „die Türen zu einer ganz neuen Welt von Möglichkeiten für Flugmaschinen“ geöffnet, schwärmt Charles Eastlake, emeritierter Professor an der Embry-Riddle-Universität für Luftfahrt in Daytona Beach in Florida.

Doch auf Zusagen will er sich nicht einlassen. „Meine technische Einschätzung ist, dass es möglich ist, innerhalb der nächsten zehn oder fünfzehn Jahre tatsächlich selbstfliegende Lufttaxis zu nutzen, aber gewiss ist das keineswegs. Die Herausforderungen sind groß.“

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

G. Nampf

31.01.2017, 11:07 Uhr

„Schon in zehn Jahren könnten Produkte auf dem Markt sein, die das Fahren in der Stadt für Millionen Menschen revolutionieren“

So ein Quatsch. Die Tendenz geht dahin, daß jede Kleinst-Drohne verboten wird und Autos nur unter Aufsicht von Google fahren dürfen - da soll man den Bürgern erlauben, Autos zu FLIEGEN ???

Terroristen werden ihre helle Freude daran haben.

Herr Norman Fischer

31.01.2017, 14:47 Uhr

In Deutschland dürfen bemannte Fluggeräte nur auf ausgewiesenen Flugplätzen starten oder landen. Das einzig denkbare nützliche Szenario wäre, dass ein Geschäftsmann zu einem Termin fliegt, aber wegen Schlechtwetter nicht zurückfliegen kann. Dann kann er mit dem eigenen Flugzeug auf der Straße heimfahren, und muss es nicht dortlassen, um es später abzuholen.

Account gelöscht!

03.02.2017, 13:03 Uhr

"Sergio Puntila27.01.2017, 09:30 Uhr
Der Chefdemokratenfresser als Oberkommentator des HB sondert in gewohnt langweiliger Manier, klingt schon fast andressiert, was Sie hier tagtäglich vor sich hingeifern, werter Mark Hoffmann"

Ich geifere nicht, ich kommentiere. Ich gebe mir den ganzen Tag große Mühe, jeden, aber auch wirklich jeden Artikel zu kommentieren,
um die Leute von der grün-sozialistischen Murkselregierung zu warnen.

Ja, ich bin ein Fan von Trump und Putin, das sind wenigstens noch zwei echte Kerle mit eigener Meinung, nicht wie unser sprechender Hosenanzug!

Ja, ich bin ein Anhänger der AFD, denn nur diese Partei kann unser Reich noch retten!

Nein, ich bin nicht arbeitslos und habe deshalb soviel Zeit Kommentare zu schreiben, ich bin arbeitssuchend!
Danke

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×