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01.12.2014

14:45 Uhr

Forschen für die Zukunftsstadt

Die Stadt zur Greenopolis machen

2050 leben zwei Drittel der Menschen in Städten. Schon heute droht vielen Metropolen der Verkehrsinfarkt, dreckige Luft und soziale Probleme sind Alltag. Im Wissenschaftsjahr 2015 wollen Forscher nach Lösungen suchen.

Der High Line Park in New York City schlängelt sich auf der Konstruktion einer ehemaligen Hochbahn durch Manhattan. Solche Grünflächen sollen Metropolen in Zukunft wohnlicher machen. dpa

Der High Line Park in New York City schlängelt sich auf der Konstruktion einer ehemaligen Hochbahn durch Manhattan. Solche Grünflächen sollen Metropolen in Zukunft wohnlicher machen.

BerlinLeise surren Elektroautos durch die Straßen. Die Luft ist sauber, denn weder Autos noch Fabriken stoßen Schadstoffe aus. Häuser sind wie Kernkraftwerke, die mit Solarzellen an den Fassaden mehr Energie produzieren, als sie verbrauchen. Gärten auf den Dächern sorgen für ein angenehmes Klima in der Metropole und versorgen die Städter zusätzlich mit frischem Gemüse.

Für die Forscher der Fraunhofer-Initiative „Morgenstadt“ soll diese Vision keine Utopie bleiben. Sie entwickeln Konzepte und Technologien für eine umweltfreundliche und lebenswerte Stadt von morgen.

„Wir stehen an der Schwelle zu einer neuen urbanen Ära“, sagt Fraunhofer-Experte Alanus von Radecki. Egal ob Klimawandel, Ressourcenknappheit oder die alternde Gesellschaft - die großen Zukunftsfragen stellten sich in besonderer Brisanz in den Städten.#

Auch das Bundesforschungsministerium widmet sich dem Thema und stellt das Wissenschaftsjahr 2015 unter das Motto „Zukunftsstadt“. In Bürgerbeteiligungsprojekten, Wettbewerben, kommunalen Aktionstagen oder Vorlesungsreihen an Universitäten sollen Akteure aus Zivilgesellschaft, Forschung und Politik in einen Dialog treten.

Es ist ein Thema, das die große Mehrheit der Menschen betrifft. Nach Angaben von Experten der Vereinten Nationen leben schon heute mehr Menschen in urbanen Räumen als in ländlichen Regionen. 2050 werden sich nach UN-Prognosen sogar etwa zwei Drittel der Weltbevölkerung in den Städten drängeln.

„Der größte Handlungsdruck besteht im Verkehr“, warnt Radecki. Neue Mobilitätskonzepte seien gefragt, die Wege schneller und umweltfreundlicher machen, indem sie Angebote kombinieren: etwa das Elektroauto, die Hochbahn oder Car- und Bike-Sharing. Neben dem öffentlichen Verkehr verzeichneten diese Konzepte bereits heute Zuwachsraten.

Die Bundesregierung will zudem deutlich mehr umweltfreundliche E-Autos auf die Straßen bringen: Ziel sind eine Million dieser Fahrzeuge in Deutschland im Jahr 2020. Zum Vergleich: Anfang 2014 waren bundesweit weniger als 100.000 Elektro- und Hybrid-Fahrzeuge zugelassen.

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