Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

25.05.2011

13:50 Uhr

Forschungszentrums Jülich

Weniger Asche in der Wolke als im Vorjahr

Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich haben begonnen, den Aschegehalt in der Luft über Schleswig-Holstein mit Hilfe eines Laserverfahrens zu messen. Auch deutsche Flugzeuge messen die derzeit die Konzentration.

Eine dunkle Wolke ist am Mittwochmorgen am Himmel in der Nähe von Neumünster über Schleswig-Holstein zu sehen. Jülicher Forscher wollen die Aschekonzentration mit einem Laserverfahren messen. Quelle: dpa

Eine dunkle Wolke ist am Mittwochmorgen am Himmel in der Nähe von Neumünster über Schleswig-Holstein zu sehen. Jülicher Forscher wollen die Aschekonzentration mit einem Laserverfahren messen.

Jülich/Reykjavik/DüsseldorfDie Vulkanasche in der Wolke aus Island ist nach aktuellen Messungen weniger konzentriert als nach dem Ausbruch vom vergangenen Jahr. Das teilte der Physiker Cornelius Schiller vom Forschungszentrum Jülich am Mittwoch mit. „Man kann im Vergleich zu den Bildern, die wir im letzten Jahr gemacht haben, ablesen, dass die Konzentrationen nicht so hoch sind“, sagte Schiller nach Messungen mit dem Lasersystem LIDAR in Schleswig-Holstein. Wie viel schwächer die Wolke sei, könne er noch nicht sagen. „Da müssen wir genauer in die Daten reingucken“, sagte Schiller.

In Deutschland darf bei mehr als zwei Milligramm Asche pro Kubikmeter Luft nicht mehr geflogen werden - es sei denn, Triebwerk- und Flugzeughersteller halten einen störungsfreien Betrieb für möglich. In Deutschland kam es zu Behinderungen im Flugverkehr.

Die Aschewolke sei relativ niedrig, sagte Schiller. Die Forscher hätten sie zunächst in sechs Kilometer Höhe gesehen. „Heute Morgen war sie nur noch bei drei Kilometern“, sagte Schiller. Das sei ein meteorologisches Phänomen. Außerdem sänken die Teilchen aufgrund der Schwerkraft ab. „Das heißt, wir werden im Laufe der Zeit die Aschepartikel in niedrigeren Höhen vorfinden“, sagte der Physiker.

Die Jülicher Forscher messen die Wolke mit dem Lasersystem LIDAR. Das System schickt einen Laserstrahl in den Himmel und analysiert den Anteil des aus der Atmosphäre zurück gestreuten Lichts

Auch Flugzeuge unterwegs

Um die Aschekonzentration im deutschen Luftraum zu messen, sind auch zwei Flugzeuge unterwegs, teilte das Bundesverkehrsministerium auf Anfrage von Handelsblatt Online mit.

Mittwochvormittag um ca. 9:30 Uhr ist von Düsseldorf aus ein erstes Flugzeug mit entsprechenden Instrumenten an Bord gestartet, teile ein Sprecher mit. Ziel waren die Großräume Bremen und Hamburg. Gegen 14:30 Uhr startet demnach in Rendsburg ein weiteres Flugzeug mit dem Ziel Großraum Berlin. Beide Messflugzeuge sind im Auftrag des Deutschen Wetterdienstes (DWD) unterwegs.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×