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04.01.2010

11:04 Uhr

Gefährlicher Feuerberg

Vulkan Galeras spuckt Feuer

Einer der gefährlichsten Feuerberge der Welt ist zu neuem Leben erwacht: Der Galeras in Kolumbien spuckt Feuer und gefährdet tausende Menschen in seiner Umgebung. Im vergangenen Jahr war der Vulkan insgesamt zehnmal ausgebrochen.

Der Gipfel des Galeras ist in Feuer und Rauch gehüllt. dpa

Der Gipfel des Galeras ist in Feuer und Rauch gehüllt.

HB SAINT-DENIS/MANILA. Während sich die Situation rund um die Vulkane Mayon und Piton entspannt hat, ist in Kolumbien einer der gefährlichsten Feuerberge der Welt zu neuem Leben erwacht: Der Vulkan Galeras spuckt schon wieder Feuer. Die Behörden der Provinz Nariño lösten sofort Alarmstufe Rot aus und forderten etwa 8 000 Menschen in unmittelbarer Nähe des 4276 Meter hohen Feuerbergs auf, die Gefahrenzone zu verlassen.

Allerdings hätten wie schon bei früheren Ausbrüchen nur wenige Bürger dem Aufruf Folge geleistet, sagte der Bürgermeister der Provinzhauptstadt Pasto, Eduardo Alvarado, am Wochenende. Über dem Krater hängt eine Aschewolke, in der Nähe des Gipfels wüten Waldbrände ausgebrochen. Der Galeras ist einer der aktivsten Vulkane der Welt. Allein im vergangenen Jahr schleuderte er zehnmal Asche und Gestein in den Himmel, zuletzt Ende November.

Auf der Tropeninsel La Réunion im Indischen Ozean, wo am Wochenende der Vulkan Piton de la Fournaise ausgebrochen war, haben sich die Aktivitäten dagegen deutlich verringert. In der Nacht zum Sonntag registrierte die Beobachtungsstelle OVPF ein Nachlassen der vulkanischen Beben, sowie von Zahl und Intensität der Erdrutsche im Krater Dolomieu.

Auch rund um den Vulkan Mayon auf den Philippinen entspannte sich die Lage. Nach drei Wochen in Notunterkünften durften die meisten Bewohner am Wochenende in ihre Häuser zurückkehren. Militärtrucks und Geländefahrzeuge brachten etwa 45 000 Menschen zurück. Lediglich 3 000 Bewohner, die in einem Umkreis von sechs Kilometer rund um den Vulkan leben, mussten weiter in den Notunterkünften ausharren.

Die Vulkane Piton und Mayon gehören zu den aktivsten Vulkanen der Erde. Im Inneren des 2600 Meter hohen Piton brodelt es ständig. Ausbrüche gibt es im Schnitt zwei bis drei Mal pro Jahr. Zuletzt hatte der Vulkan am 14. Dezember große Lavamassen ausgespien. Auch der knapp 2500 Meter hohe Mayon ist seit 1616 etwa 50 Mal ausgebrochen, zuletzt 2006.

Noch am Samstag waren auf La Réunion Lavaströme zu beobachten. Außerdem erhob sich über dem Piton eine Gas- und Aschewolke. Eine Gefahr für die Menschen auf der Insel bestand aber nicht. Touristen und Inselbewohnern wurde es aber bis auf weiteres verboten, die oberen Lagen des Vulkans zu besuchen.

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