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23.02.2006

12:50 Uhr

Gesundheit

Réunion: 157 000 mit dem „gebeugten Mann“ infiziert

In der Bevölkerung des französischen Übersee-Départements Réunion wächst der Unmut über den Einsatz der Pariser Regierung zur Bekämpfung der dort grassierenden Infektionskrankheit „Gebeugter Mann“.

Reunion  dpa

Auf der Insel Reunion sterben immer mehr Menschen am "gebeugten Mann".

dpa SAINT-DENIS-DE-LA-RéUNION. In der Bevölkerung des französischen Übersee-Départements Réunion wächst der Unmut über den Einsatz der Pariser Regierung zur Bekämpfung der dort grassierenden Infektionskrankheit „Gebeugter Mann“.

157 000 Menschen - jeder fünfte Einwohner - haben sich auf der zur Euro-Zone gehörenden Insel im Indischen Ozean bereits mit dem Chikungunya-Virus infiziert, das seine Opfer zu einer gebeugten Haltung zwingt. Allein im Januar starben daran 77 Menschen. Bei einem Besuch des Seuchengebietes kündigte der französische Premierminister Dominique de Villepin am Sonntag 76 Mill. Euro zur Bekämpfung der Viruskrankheit an. Dies umfasst Hilfen für die Unternehmen ebenso wie Mittel gegen Mücken, die die Krankheit übertragen.

Gegenmittel gegen das Virus gibt es bisher nicht. Das Virus greift Muskeln und Gelenke an und zwingt die Menschen unter starken Schmerzen, sich gekrümmt fortzubewegen. Es wird von einer kleinen Mücke (Aedes Albopictus) übertragen, aber nicht durch Körperkontakt. Die Mückenbekämpfung war auf Réunion nach der Ausrottung der Malaria stark zurückgefahren worden. Jetzt hat Paris Soldaten als Helfer geschickt. Die Krankheit, die von Afrika bis Südostasien vorkommen kann, hat sich in den vergangenen Monaten auch auf andere Inseln im Indischen Ozean ausgebreitet.

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