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14.06.2012

15:45 Uhr

Gesundheitsstudie

Jeder vierte Deutsche ist viel zu dick

Wie gesund sind die Deutschen? Eine bundesweite Studie kommt zu einem besorgniserregenden Ergebnis: Ein großer Teil ist viel zu dick. Wohlstandskrankheiten wie Diabetes nehmen zu, aber auch psychische Beschwerden.

Fettleibigkeit ist eine ernstzunehmende Krankheit – mit nicht zu unterschätzenden Folgen. dpa

Fettleibigkeit ist eine ernstzunehmende Krankheit – mit nicht zu unterschätzenden Folgen.

BerlinFast jeder vierte Deutsche ist deutlich zu dick. Mehr Fettleibigkeit, mehr Diabetes und nicht genügend Sport - in punkto Gesundheit ist den Deutschen im Vergleich zu 1998 noch keine Trendwende gelungen. Diese Ergebnisse aus dem zweiten bundesweiten Gesundheitssurvey für Erwachsene (DEGS) hat das Robert Koch-Institut am Donnerstag in Berlin präsentiert.

Knapp ein Viertel der Männer und Frauen ist demnach mit einem Body-Mass-Index von über 30 fettleibig. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) sagte, angesichts dieser Zahlen müssten auch Präventionsmaßnahmen der Krankenkassen hinterfragt werden. Es gelte, mehr Menschen davon zu überzeugen, dass sich gesundheitsbewusstes Verhalten lohne - „aber nicht mit dem erhobenen Zeigefinger“.

Bärbel-Maria Kurth vom Robert Koch-Institut (RKI) nannte die Ergebnisse zum Übergewicht „eine ernüchternde Erkenntnis“. Einen so hohen Prozentsatz an gefährlicher Dickheit habe sie nicht erwartet. „Das ist kein Schönheitsaspekt mehr. Da geht es um mögliche Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes und Herz-Kreislaufprobleme.“

Insgesamt bringen in Deutschland zwei Drittel der Männer und mehr als die Hälfte aller Frauen mit einem Body-Mass-Index (BMI) von über 25 zu viele Kilos auf die Waage. Damit ist der Trend zum Übergewicht im Vergleich zu früheren Studien kaum zurückgegangen. Ein Viertel der Befragten ist mit einem BMI über 30 aber inzwischen fettleibig - und das ist neu. Der BMI berechnet sich aus dem Gewicht in Kilo geteilt durch das Quadrat der Körperlänge in Metern.

Die Folgen des Übergewichts, das oft mehr Menschen aus unteren sozialen Schichten trifft, sind gut erforscht. Wie in anderen Wohlstandsländern auch wächst die Zahl der Diabetiker: 7,2 Prozent der Erwachsenen leiden an der Stoffwechselerkrankung (1998: 5,2 Prozent), zumeist am erworbenen Typ 2-Diabetes. Frauen sind verstärkt betroffen (7,4 Prozent).

Kommentare (1)

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Barlou

14.06.2012, 18:21 Uhr

Und der Einzelhandel hat sich offenbar auch schon ganz auf die Dicken eingestellt. Für mich mit meinen 1,82 m Körpergröße und 70 kg Gewicht wird es immer mehr zur Herausforderung, eine passende Hose zu kaufen.

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