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07.06.2016

15:13 Uhr

Gravitationswellen-Detektor im All

Lisa Pathfinder funktioniert prächtig

Die Europäische Weltraumbehörde Esa hat sich zum Ziel gesetzt, Gravitationswellen im All zu messen. Die Technologie dafür wird aktuell mit einem Satelliten getestet. Erste Ergebnisse begeistern das Forscherteam.

Das Archivbild zeigt den Satelliten 2015 in einem Reinraum der Industrieanlagen-Betriebsgesellschaft (IABG). Lisa Pathfinder startete im Dezember, um neue Technik für ein geplantes Weltraum-Observatorium zu testen. dpa

LISA Pathfinder

Das Archivbild zeigt den Satelliten 2015 in einem Reinraum der Industrieanlagen-Betriebsgesellschaft (IABG). Lisa Pathfinder startete im Dezember, um neue Technik für ein geplantes Weltraum-Observatorium zu testen.

HannoverJubel bei der Esa: Das Aufspüren von Gravitationswellen mittels Detektoren im Weltraum ist möglich. Das zeigen die ersten Ergebnisse des Technologiesatelliten Lisa Pathfinder, die jetzt von der europäischen Weltraumbehörde vorgestellt wurden.

„Mit „Lisa Pathfinder“ haben wir den ruhigsten der Menschheit bekannten Ort geschaffen“, sagte Karsten Danzmann, Direktor am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik, am Dienstag in Hannover. „Die Leistung der Mission ist spektakulär und übertrifft alle unsere Erwartungen bei weitem.“

Gravitationswellen: Mit Lisa Pathfinder auf Einsteins Spuren

Gravitationswellen

Mit Lisa Pathfinder auf Einsteins Spuren

Albert Einstein sagte sie voraus, direkt nachgewiesen wurden Gravitationswellen aber noch nie. Die Sonde Lisa Pathfinder soll den Grundstein dafür legen. Doch was steckt eigentlich hinter den „Rippeln“ in der Raumzeit?

Die von Albert Einstein vor hundert Jahren vorhergesagten Gravitationswellen konnten Forscher im vergangenen September erstmals auf der Erde nachweisen. Mit der nobelpreisverdächtigen Entdeckung wurde ein neues Kapitel in der Physik und Astronomie aufgeschlagen.

„Die Zukunft der Gravitationswellen-Astronomie liegt im Weltall“, sagte Danzmann. „Wir wollen dem Universum zuhören – und zwar bis zum Anfang, bis hinaus zum Urknall.“ So könne zum Beispiel die Verschmelzung von Schwarzen Löchern in Galaxien nachgewiesen werden.

Lisa Pathfinder ist eine Mission der Europäischen Weltraumorganisation Esa und kostete insgesamt etwa 620 Millionen Euro. Der Satellit war im Dezember vom Weltraumbahnhof Kourou gestartet und erreichte im Januar seinen Zielort 1,5 Millionen Kilometer entfernt von der Erde. Im März begannen die Experimente.

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