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02.02.2006

14:54 Uhr

Gut für Diabetiker

Silbersocke soll vor Infektionen schützen

Eine mit Hilfe der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) neu entwickelte Silber-Baumwollsocke verspricht besseren Schutz vor kranken Füßen.

HB OSNABRÜCK. Die keimabtötende Wirkung von Silber habe sich das sächsische Strumpfwerk Lindner aus Hohenstein-Ernstthal für einen Strumpf zu Nutze gemacht, der mit Hilfe von Silberionen in den Stofffasern vor Infektionen schützt, teilte die DBU am Donnerstag in Osnabrück mit. Die Entwicklung sei vor allem für Diabetiker interessant, die oft an nicht mehr heilenden Fußinfektionen leiden. Angenehmer Nebeneffekt: Die Faser verhindert auch die Entstehung von Gerüchen.

Stoffe mit Silberfasern gibt es nach DBU-Auskunft zwar schon seit zehn Jahren, unter anderem auch für Socken. Bislang wurden für die Kombination jedoch Kunstfasern verwendet statt Baumwolle.

Bis zu 27 000 Diabetes-Patienten sind den Angaben zu Folge jedes Jahr vom so genannten diabetischen Fußsyndrom betroffen. Bei vielen dieser Menschen ist die Gefahr groß, dass sie kleine Verletzungen an den Füßen nicht bemerken, weil die Nervenenden in den Gliedmaßen so taub sind, dass sie Schmerzimpulse nicht mehr ans Gehirn weiterleiten. Blasen, Steinchen oder andauernden Druck vom Schuh bemerken die Diabetiker dann nicht mehr, mit der Folge von schlecht heilenden Entzündungen.

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