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25.07.2011

10:50 Uhr

Heiße Luft in Texten

Der Blabla-Fahnder

Quelle:Tagesspiegel

Eine Software untersucht Texte systematisch nach unnötigem Geschwafel. Entwickler ist ein Kommunikationswissenschaftler, der sich über Worthülsen geärgert hat.

Die Bibel (hier ein kolorierter Holzschnitt in einer Prachtausgabe der Cranachbibel) enthält weniger Worthülsen als eine McKinsey-Studie. Quelle: dapd

Die Bibel (hier ein kolorierter Holzschnitt in einer Prachtausgabe der Cranachbibel) enthält weniger Worthülsen als eine McKinsey-Studie.

BerlinDie Bibel, das FDP-Parteibuch und McKinsey-Studien haben eines gemeinsam: Sie waren die ersten Texte, die der Web-Entwickler Bernd Wurm aus Frankfurt am Main systematisch nach heißer Luft untersucht hat. Die meisten Worthülsen enthielten demnach die Studien von McKinsey, am besten schnitt die Bibel ab.

Wurm möchte die wohlklingenden Worte von Unternehmen, Werbeagenturen und Politikern, hinter denen oft wenig Substanz steckt, entlarven. Um diese hohlen Phrasen aufzudecken, hat er die Internetseite „BlaBlaMeter“ entwickelt. Seit Jahren schwirrte die Idee dazu in seinem Kopf herum.

„Ich ärgere mich über die aufgeblasenen Sprüche und das Worthülsengeflecht. Man findet in der Werbung Nicht-Sätze, die großartig klingen“, sagt der Frankfurter, der Kommunikationswissenschaft studiert hat.

Er ist selbst überrascht, wie treffsicher die Ergebnisse seiner Internetseite seien, räumt aber zugleich Schwächen ein. Die inhaltliche Argumentation spielt bei den Bewertungen zum Beispiel keine Rolle. In weniger als einem Monat hatte der Web-Entwickler die Seite zusammengebastelt.

Seit Februar kann jedermann die Internetseite nutzen. Wer die Pressemitteilung eines Automobilunternehmens beim „BlaBlaMeter“ testet, bekommt ein klares Urteil angezeigt: „Sie müssen PR-Profi, Politiker, Unternehmensberater oder Universitätsprofessor sein! Sollten Sie eine echte Botschaft transportieren wollen, so erscheint es fraglich, ob diese Ihre Leser auch erreicht.“

Kommentare (1)

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25.07.2011, 16:13 Uhr

Ihr Text: 1492 Zeichen, 202 Wörter
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Ihr Text zeigt erste Hinweise auf 'Bullshit'-Deutsch, liegt aber noch auf akzeptablem Niveau.

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