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13.04.2011

22:37 Uhr

Hirnforschung

Hirnregionen schrumpfen lange vor Alzheimer

Schon Jahre bevor sich erste Symptome bemerkbar machen, beginnen die Gehirne von Alzheimerpatienten zu schrumpfen. Das ist das Ergebnis einer amerikanischen Studie.

Ein Verlust der Hirnsubstanz geht mit Alzheimer einher. Quelle: dpa

Ein Verlust der Hirnsubstanz geht mit Alzheimer einher.

Boston/Chicago Verminderungen der Hirnsubstanz zeigen sich einer Studie zufolge schon fast ein Jahrzehnt bevor erste Symptome einer Alzheimer-Demenz auftreten. Die Wissenschaftler untersuchten dazu Gehirne von Menschen, die keine Anzeichen für Alzheimer hatten, und begleiteten sie über Jahre. Ergebnis: Menschen mit weniger Hirnsubstanz in bestimmten Regionen hatten ein dreifach höheres Erkrankungsrisiko als Studienteilnehmer, deren Hirnstrukturen in diesen Bereichen überdurchschnittlich groß waren.

„Dies sind vorläufige Ergebnisse, die noch nicht außerhalb von Studien angewendet werden können“, betonte Studienautor Bradford Dickerson von der Harvard Medical School. Aber die Teams seien optimistisch, dass sich die Größe von bestimmten Hirnregionen künftig als Marker einsetzen lässt. Sie nutzten für ihre Gehirnaufnahmen die Magnetresonanztomographie. Die Studie der Harvard Medical School und dem Massachusetts General Hospital (beide Boston), sowie der Rush University Medical Center (Chicago) erscheint im Fachjournal „Neurology“.

Alzheimer geht mit einem Verlust an Hirnsubstanz einher, ist bislang unheilbar und betrifft in der Regel Menschen über 65 Jahren. Bislang gibt es nur Substanzen, die den Verlauf der Demenzerkrankung verzögern. Es existiert jedoch kein Medikament, das die Krankheit heilt oder die Entstehung verhindert. Menschen mit dieser neurodegenerativen Erkrankung leiden unter anderem an Gedächtnisstörungen und Verhaltensauffälligkeiten.

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