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13.09.2013

10:25 Uhr

IG-Nobelpreise vergeben

Je länger eine Kuh liegt, desto eher steht sie wahrscheinlich wieder auf

Ungewöhnliche und fantasievolle Forschungen sind nun mit den alljährlichen IG-Nobelpreisen gewürdigt. Dafür haben Wissenschaftler so einiges auf sich genommen.

Diese Kuh steht. Seit wann, ist eine Frage, die sogar Forscher beschäftigt. So bekommt der Begriff Feldforschung wieder eine ganz ursprüngliche Bedeutung. dpa

Diese Kuh steht. Seit wann, ist eine Frage, die sogar Forscher beschäftigt. So bekommt der Begriff Feldforschung wieder eine ganz ursprüngliche Bedeutung.

New YorkOpern-liebende Mäuse, liegende Kühe und nach dem Sternenhimmel schauende Mistkäfer: Zehn bizarre Forschungsergebnisse, die „erst zum Lachen und dann zum Denken“ anregen, sind an der US-Eliteuniversität Harvard am Donnerstagabend (Ortszeit) mit den IG-Nobelpreisen ausgezeichnet worden. Zu der traditionell schrillen Gala mit mehr als 1.000 Zuschauern, die bereits zum 23. Mal stattfand, reisten wie in jedem Jahr auch richtige Nobelpreisträger an.

Ausgezeichnet wurde in der Kategorie „Wahrscheinlichkeit“ unter anderem die wissenschaftliche Erkenntnis, dass je länger eine Kuh liegt, desto eher sie wieder aufstehen wird. Wenn sie dann aber erst mal aufgestanden ist, ist es der Studie zufolge nicht so leicht vorherzusagen, wann sie sich wieder hinlegen wird. Die Feldforschung dazu sei ungefähr so spannend gewesen, wie es sich anhöre, sagte Wissenschaftler Bert Tolkamp. „Kühe können wirklich langweilig sein.“

Ein anderes Forscherteam bekam den IG-Nobelpreis ("ig" die englische Abkürzung für ignorable bedeutet etwa unwürdig), weil es herausgefunden hatte, dass am Herzen operierte Mäuse länger leben, wenn sie Oper hören. Auch die Entdeckung, dass Mistkäfer ihren Weg nach Hause finden, indem sie sich an der Milchstraße orientieren, bekam einen IG-Nobelpreis.

Zwei Forscher wurden im Bereich Archäologie ausgezeichnet, weil sie für ihr Experiment ganz besonders viel auf sich genommen hatten: Brian Crandall und Peter Stahl hatten eine tote Spitzmaus gekocht, gegessen und dann ihre eigenen Exkremente untersucht, um zu sehen, welche Knochen verdaut werden und welche nicht.

Ein Forscher-Team aus China bewies, dass der biochemische Prozess beim Zwiebelschneiden noch komplizierter ist, als bislang gedacht. Und ein Wissenschaftler-Team aus Italien entdeckte, dass einige Menschen physisch in der Lage wären, über einen Teich zu rennen - wenn diese Menschen und das Gewässer auf dem Mond wären. Beide Teams erhielten ebenfalls IG-Nobelpreise.

Von

dpa

Kommentare (10)

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Leser

13.09.2013, 11:03 Uhr

Irre! Ich frage mich, wie man bzw kuh kurz liegen kann ohne dann aufgestanden zu sein. Oder ist die Schlußfolgerung, dass Kühe gerne lange liegen?

Numismatiker

13.09.2013, 11:03 Uhr

Je länger eine Kuh liegt, desto eher steht sie wahrscheinlich wieder auf"

Es sei denn, die Kuh ist tot :-D

Leser

13.09.2013, 11:44 Uhr

Darüber habe ich auch schon nachgedacht. Wenn sie unendlich lange liegt, dann strebt doch die Wahrscheinlichkeit des Aufstehens gegen 100%. Auch wenn es immer noch eine Rest-Wahrscheinlichkeit des Liegenbleibens gibt, müsste von zwei unendlich lange liegenden Kühen, mindestens eine wieder aufstehen - was ja ein Widerspruch wäre, denn damit wäre die Unendlichkleit ja endlich. Hach, Fragen über Fragen! Trotzdem würde mich einmal der Versuchsaufbau interessieren, der zu dieser revolutionären Erkenntnis geführt hat.

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