Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.11.2014

13:22 Uhr

Immer mehr Drohnen

Es wird eng am Himmel über den USA

Immer mehr Drohnen bevölkern den Luftraum über den USA. Und viele Besitzer der Fluggeräte kümmern sich nicht um die Vorschriften der Flugsicherung. Experten warnen vor den Gefahren für den Flugverkehr.

Beinahe täglich gehen bei der US-Flugbehörde FAA Meldungen über ungenehmigte Drohnen-Flüge ein. ap

Beinahe täglich gehen bei der US-Flugbehörde FAA Meldungen über ungenehmigte Drohnen-Flüge ein.

WashingtonFast täglich erhält die US-Regierung Berichte über angebliche Drohnen, die ohne Genehmigung in der Nähe von Flugzeugen, Hubschraubern oder Flughäfen gesichtet wurden. Das ist ein massiver Anstieg, denn vor zwei Jahren waren solche Berichte noch äußerst ungewöhnlich.

Die Meldungen gehen bei der US-Flugbehörde FAA ein. Die meisten kommen zwar von Berufspiloten. Aber auch Hobbypiloten, Flughafenangestellte oder örtliche Behörden wenden sich an die FAA, wie ein Behördenvertreter sagt, der nicht namentlich genannt werden wollte. Michael Toscano, Präsident einer Industriekammer für Drohnen, erklärt, die FAA habe ihm gegenüber den Anstieg bestätigt.

Die meisten der Berichte bleiben unbestätigt. Die Möglichkeit besteht, dass sich die Piloten in einigen Fällen geirrt haben und einen Vogel oder ein entferntes Flugzeug für eine Drohne gehalten haben. Viele Berichte erscheinen jedoch glaubwürdig.

Die FAA hat den Einsatz von Drohnen aus Sicherheitsgründen streng begrenzt. Schließlich besteht die Gefahr, dass ein Flugzeug abstürzt, wenn es mit einer Drohne zusammenstößt oder wenn diese in eine Düse gesogen wird. Kleine Drohnen sind zudem meist nicht auf dem Radar zu erkennen, besonders wenn sie aus Kunststoff oder anderen Verbundstoffen hergestellt sind.

„Es darf keine Frage des Glücks sein, ob ein Flugzeug und eine Drohne Abstand zueinanderhalten“, sagt Rory Kay, Kapitänsausbilder bei einer großen Fluggesellschaft und ehemaliger Vorsitzender des Sicherheitsausschusses bei der Pilotenorganisation ALPA. „Bislang haben wir Glück gehabt, denn wenn diese Dinge am Himmel weiter unreguliert, unbeobachtet und unkontrolliert ablaufen, muss man sich riesige Sorgen machen, dass es bald zu einer Beinahe-Kollision oder sogar einem wirklichen Zusammenstoß kommt.“

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×